Untermerzbach

Bildung ist hier Sache des Herzens

Die Grundschule Untermerzbach feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Alle Redner würdigten die Arbeit in der kleinen Bildungseinrichtung ist.
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Eine "bunte Show" boten die Kinder an "ihrem Fest" mit Liedern, Schauspiel und Turnübungen. Unser Bild zeigt einige kleien Akrobaten.  Fotos: Helmut Will
Eine "bunte Show" boten die Kinder an "ihrem Fest" mit Liedern, Schauspiel und Turnübungen. Unser Bild zeigt einige kleien Akrobaten. Fotos: Helmut Will
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Mit einem Festakt am Vormittag und einem Festzug vom Rathaus zur Schule am Nachmittag wurde das Ereignis "50 Jahre Grundschule Untermerzbach" am Samstag gebührend gefeiert. Es war ein würdiges Fest mit Reden, bei denen die Anerkennung der Leistungen, deren Würdigung und die gegenseitige Wertschätzung für die kleine Grundschule deutlich wurden.
Der Aufruf aller Verantwortlichen, bei der Vorbereitung mitzuhelfen, fruchtete. Viele haben sich bei der Planung und Organisation mit eingebracht, was in der Festzeitschrift nachzulesen ist.
Mit dem Lied "Unsere Schule hat keine Segel" sorgten die Kinder für einen musikalischen Auftakt der Feierstunde. Schulleiterin Gerlinde Megges wertete die Liedbeiträge der Kinder als Teil der Philosophie der Schule in Untermerzbach: "Die Kinder, die uns anvertraut sind, begleitet die Schule in Geborgenheit ein Stück des Weges in ihr zukünftiges Leben."
Die Schulleiterin blickte auf die letzten 50
Jahre der Grundschule zurück, ging auf den demografischen Wandel ein, auf sich wandelnde Erziehungsstile, Unterrichtsmodelle und Lehrpläne. "Diese Veränderungsprozesse boten immer Chancen für die Weiterentwicklung, stellten alle vor neue Herausforderungen, verlangten Mut zu Innovationen, lebendige, prozessorientierte Kooperation und wiesen neue Wege, die mit den Kindern gemeinsam gegangen wurden und werden", sagte Megges. "Die große Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren bedeutet für uns Wertschätzung und Anerkennung", schloss die Schulleiterin.


Stets die gleiche Aufgabe

Dankbarkeit an die Schule und Gemeinde sah Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) als Grund dafür, dass so viele Gäste gekommen waren. "Den Weg der Schüler behutsam zu begleiten und zu unterstützen, das ist eine große Aufgabe. Eine Aufgabe, der sich die Grundschule Untermerzbach jedes Jahr aufs Neue stellt und die sie jedes Jahr aufs Neue meistert", sagte er.
Wenn man die bunte Schar der quirligen Kinder in der Schule sehe, wisse man, dass das Schulklima stimmt." Die Gemeinde Untermerzbach danke der Grundschule, in der alle engagiert seien, um den Jüngsten etwas fürs Leben mitzugeben.
"50 Jahre Grundschule Untermerzbach, ein stolzes Jubiläum. Da möchte ich nicht im Kreise der Gratulanten fehlen und so freue ich mich sehr, dieses Ereignis mit Ihnen allen heute gemeinsam feiern zu können", sagte Landrat Wilhelm Schneider (CSU). Bei einem Schulgebäude komme es auf das Leben an, das darin stattfinde.
Seit dem Bau des Schulhauses im Jahr 1966 habe sich die Grundschule Untermerzbach kontinuierlich weiterentwickelt und einen festen Platz in der Bildungslandschaft des Landkreises erhalten. Generationen von Kindern hätten in den vergangenen fünf Jahrzehnten hier die Schulbank gedrückt und den Grundstein ihres schulischen und auch weiteren Lebens gelegt. Der Landrat: "Auch im 50. Jahr ihres Bestehens ist die Grundschule bestens aufgestellt und für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Sie hat einen guten Ruf, ist vielseitig, hat Kompetenz und Profil", so der Landrat.


Vorbereitung fürs Leben

Eine Turn-Show schob sich zwischen die Reden und lockerte das Ganze auf. Die kleinen Artisten erhielten für ihre Darbietungen reichlich Beifall, bevor Schulrätin Claudia Schmidt einen Blick auf die Schulzeit früher und heute warf. Ziel sei früher wie heute gewesen, dass die Schule die Kinder auf das Leben vorbereite.
Sie verriet ein Rezept für eine gutes "Schulmenü." "Dieses setzt sich zusammen aus einem kleinen aber feinen Lehrerkollegium mit dem Sachaufwandsträger Gemeinde Untermerzbach, garniert mit Eltern und Schülern, die engagiert sind. "Heraus kommt eine Schulfamilie, die Schüler fördert und für die Schüler ein gedeihliches Fundament für ihren künftigen Lebensweg bereitet", so die Schulrätin.
In einem Schulspiel gingen die Kinder als "kleine Teufel" mit den Lehrern ins Gericht. Hierbei waren durchaus Talente am Werk, die durch ihre Ausdrucksweise, Gestik und Aussprache überzeugten und dafür von den Gästen mit reichlich Beifall belohnt wurden. "Als Lehrer solltest du uns am besten kennen, dass wir uns Fehlerteufel nennen. Ist kein Zeichen hinter einem Satz, o je, da schreit die Lehrerin, o jemine." Viele solcher kleinen Pointen sorgten für Aufheiterung bei der Zuhörerschar.
Pfarrerin Sonja von Aschen sagte, dass es zur Schule gehöre, auch etwas auszuprobieren und in der Schulfamilie lerne man so manches, was Spaß mache aber mitunter auch Unfrieden bringen könne. Es gebe große und kleine Probleme. "Aber Schule lohnt sich auf jeden Fall, es geht darum, für das spätere Leben gerüstet zu sein." Ihren Worten folgte der Choral "Nun danket alle Gott", der vom Posaunenchor Untermerzbach gespielt wurde.
Die Vorsitzende des Elternbeirates, Carola Weiß-Schilling, erinnerte sich an ihre eigene Schulzeit an der Grundschule Untermerzbach und an ihren ersten Lehrer, Herrn Redwitz. "Der Elternbeirat ist glücklich und dankbar, dass es in unserer Gemeinde eine Schule gibt, wo noch Eigenständigkeit möglich ist und wo es für Kinder kurze Schulwege bedeutet", so die Vorsitzende.
Positiv hob sie hervor, dass der Elternbeirat in alle Entscheidungen eingebunden werde und dass ein überschaubares Miteinander mit vielen Anreizen vorhanden sei. Auch Dagmar Klee, Leiterin der Kindertagesstätte in Memmelsdorf, hob das gute und gedeihliche Miteinander hervor. Mit zwei weiteren Aufführungen der Kinder endete der Festakt.


Eindrucksvoller Festzug

Bombastisch war, trotz strömenden Regens, der Festzug am Nachmittag. Etwa 300 Personen aus 24 Gruppen und Vereinen mögen es gewesen sein, die mit vom Rathaus zur Schule marschierten. Dort versammelten sich alle im Schulhof, um das auf dem Boden gemalte "Symbol der Mitte." Eine euphorische Schulleiterin Gerlinde Megges und ein stolzer Bürgermeister Helmut Dietz dankten den vielen Menschen, die ihr Interesse an der Grundschule bekundeten, bevor sich diese in der Turnhalle, in den Schulräumen und im Schulgarten verteilten.
An allen Ecken und Enden fanden unter Mithilfe der Vereine Aktionen statt, die für Kurzweil sorgten. Eine beschwingte, stil- und stimmungsvolle "Geburtstagsparty", die am frühen Abend endete.






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