Ebern
Motorradgottesdienst

Biker legen in Ebern einen Boxenstopp bei Gott ein

Mit Gottes Segen auf den Weg in den Urlaub. Zum neunten Mal boten die beiden Kirchengemeinden in Ebern einen ökumenischen Motorrad-Gottesdienst an. Selbst die Geistlichen kamen mit dem Zweirad angebraust.
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Diakon Sven Steffan segnet zum Ende des Gottesdienstes die Biker und ihre Maschinen. Foto:: Johanna Eckert
Diakon Sven Steffan segnet zum Ende des Gottesdienstes die Biker und ihre Maschinen. Foto:: Johanna Eckert
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"Ich fahre das ganze Jahr Motorrad. Da kommt man schon öfters in brenzlige Situation", erzählt Alice Wansch, die sich von Losbergsgereuth aus auf den Weg nach Ebern zum christlichen Boxenstopp am Alten Sportplatz gemacht hat. "Außerdem ist es schon zur Tradition geworden. Man trifft nette Leute hier und kommt ins Gespräch."

Tradition ist vielleicht etwas viel gesagt und trotzdem: Mittlerweile findet diese Art von ökumenischem Gottesdienst bereits zum neunten Mal in Ebern statt. Motorradfahrer aus der Gegend treffen sich zum Gottesdienst in Ebern, um sich den Segen für die bevorstehende Reisezeit zu holen. Selbst die Geistlichen kommen auf dem Zweirad angedüst: Diakon Sven Steffan und Pfarrer Bernd Grosser. Im Rund stehen Zweiräder von Yamaha, BMW, Aprilla und wie sie alle heißen, Frauen und Männer, aber auch Wohnmobilisten. Alt und jung, bunt gemischt.

Mit der Band "Unterwegs" aus Ebern haben sie sich versammelt, um den Glauben zu erfahren, und den Sommerabend mit Gleichgesinnten und bei einer Bratwurst und alkoholfreien Getränken zu genießen.

Von Anfang an dabei

"Von Anfang an bin ich bei den Gottesdiensten dabei", sagt der 71-jährige Horst Keeß aus Ebern. Seit 50 Jahren ist der Eberner schon leidenschaftlicher Biker. Gut 700 000 Kilometer ist er bereits durch die ganze Welt getourt. Keeß kommt gerade erst wieder von einer Motorradtour aus Amerika zurück. Gibraltar und das Nordkap hat er schon abgefahren."Das Motorradfahren bedeutet mir sehr viel. Ich mache das aus Leidenschaft", sagt er.

Genau wie Alice Wantsch. Seit 14 Jahren ist die blonde Dame auf dem Zweirad unterwegs: "Beim Motorradfahren komme ich an meine Grenzen, ich kann mich austesten. Man fährt zwar meistens allein auf der Maschine, aber es ist immer eine Gemeinschaft da."

Für Alice Wansch soll es bald über die Alpen gehen. Beim Motorradgottesdienst in Ebern kann sie inne halten und sich den Segen für viele weitere unfallfreie Kilometer "erfahren". Unter dieses Motto stellen die Geistlichen ihre Ansprache und die Gebete und am Ende segnet Sven Steffan die Fahrzeuge und ihre Besatzung.

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