Laden...
Prölsdorf
Bürgerversammlung

Biber und Dorferneuerung nagen an Prölsdorf

40 Prölsdorfer kamen zur Bürgerversammlung am Dienstag im Sportheim. Bürgermeister Oskar Ebert (FW) beschrieb die allgemeine Situation der Steigerwald-Großgemeinde Rauhenebrach, die zwar schuldenfrei ist, jedoch mit ihrer Finanzkraft an drittletzter Stelle im Landkreis liegt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das war einmal ein schöner alter Obstbaum. Bis der Biber kam. Die Rauhe Ebrach ist mittlerweile gut besiedelt. Bei Prölsdorf musste die Gemeinde einen Biberdamm zerlegen, weil sonst die Gefahr von Überschwemmungen zu groß ist, erfuhren die Besucher der Bürgerversammlung. Fotos: Helmut Kistner
Das war einmal ein schöner alter Obstbaum. Bis der Biber kam. Die Rauhe Ebrach ist mittlerweile gut besiedelt. Bei Prölsdorf musste die Gemeinde einen Biberdamm zerlegen, weil sonst die Gefahr von Überschwemmungen zu groß ist, erfuhren die Besucher der Bürgerversammlung. Fotos: Helmut Kistner
+3 Bilder
Nicht nur deswegen hat die bessere Versorgung mit DSL, dem "schnellen Internet", Priorität. Wie Oskar Ebert informierte, gebe es dafür ein neues Förderprogramm, und auch Rauhenebrach winken 500 000 Euro für den Ausbau der DSL-Verbindung. Bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Theinheim wurde bereits ein Glasfaserkabel eingebaut.

Die Firma Vodafone wolle gern einen Sendemast mit Verstärker am Wasserbunker bei Prölsdorf setzen, erfuhren die Besucher der Bürgerversammlung. Ebert würde dies als entscheidende Verbesserung für den Mobilfunk werden, wie er sagte. Die Unternehmen Telekom und Vodafone wollen die Bevölkerung über die geplanten Maßnahmen informieren.


Gleich LTE!

Rainer Schunder machte den Vorschlag, bei den Baumaßnahmen in Prölsdorf das neue LTE- System zu berücksichtigen und gleich eine Leitung oder ein Leerrohr mit hinein zu legen. Ebert befürwortete diesem Vorschlag.

Wie sieht es mit der Nutzung der Windkraft in Rauhenebrach aus? Die Gemeinde habe bereits Untersuchungen angestellt, erkläuterte der Bürgermeister, wo im Gemeindebereich die Windkraft nutzbar sei. Der Theinheimer Wald soll als Vorrangfläche für Windkrafträder eingetragen werden. Zwei Windräder könnten hier aufgestellt werden, meinte Ebert. Erich Volk sprach sich entschieden dagegen aus; Windräder würden zu oft nicht genutzt und stünden zu lange still, meinte er.

Biberdamm ist so eine Sache

Thema Biber: In der Rauhen Ebrach haben die Tiere einen Damm gebaut. Den haben die Gemeindearbeiter entfernt, weil sonst bei Hochwasser größere Überschwemmungen drohten, wie Ebert beschrieb.

Im Fluss bleibt auch der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Prölsdorf. Die Ausschreibung für den Ausbau der Marktstraße erfolge im Februar, sagte Ebert, Baubeginn sei im April nach dem Ostermarkt. Bis Ende September sollen alles ferig sein. Die neue Straße komme auf 997 000 Euro plus Nebenkosten für Architekt und Straßenbeleuchtung. Der Staat fördert das Vorhaben in der Dorferneuerung durch die Teilnehmergemeinschaft mit 55 Prozent.

Der ganze Ort ist wohl ausgebremst

Ausgebaut werden soll die Marktstraße ab der Brücke bis zum Ortsende in Richtung Schindelsee sowie die Halbers dorfer Straße und der Platz an der Kirche "am Landgericht". Für die Neugestaltung der Gehsteige stehen mehrere Pflaster zur Auswahl.

Die Gemeinde, erklärte Ebert, will die Pflasterarten "Primera Selektion", "Rocca" und Ulmer Kopfsteinpflaster in den nächsten Wochen am Feuerwehrhaus als Muster zur Begutachtung legen lassen, versprach Ebert. Josef Müller fragte, ob man in Prölsdorf nicht das gleiche Pflaster verwenden könnte, wie in Fürnbach. Ihm seien kleine Fugen lieber als ein großfugiges Pflaster, weil sich das besser kehren lasse. Wo das Pflaster herkomme, wollte eine Bürgerin wissen. Es gebe verschiedene Anbieter, antwortete Ebert, die Ausschreibung sei abzuwarten, bevor man sich für ein Pflaster entscheiden könne.

Nach der eventuellen Umleitung während des Umbaus der Dorfstraße fragte ein Prölsdorfer nach. Eine offizielle Umleitung werde es nicht geben, erläuterte Ebert - aus Haftungsgründen. Ob die jetzige Fahrbahnbreite erhalten bleibe, interessierte Josef Müller. Sie bleibe mit einigen Abweichungen bei 6,50 Meter, antwortete Ebert.

Fritz Stahl fragte nach, ob am Wasserhäuschen wieder ein Zaun angebracht werde. Der Platz war schon immer eingezäunt, ergänzte Robert Achtziger. Ebert erklärte sich bereit, den Platz einzäunen zu lassen, wenn es nötig sei.

LED spart Geld

Neue Straße, neue Dorflampen: Wie der Bürgermeister den Prölsdorfern erläuterte, besteht die Wahl zwischen NAV- und LED-Lampen. LED sei zwar in der Anschaffung teuerer, dafür aber im Verbrauch billiger. Wenn die Kosten für die Anlieger umgelegt werden, soll das in einer Mischkalkulation erfolgen, damit die Prölsdorfer mit den anderen Dörfern gleich gestellt werden, kündigte Ebert auch an.

Warum man keine "Bogenlampen" einbaue, wollte ein anderer Bürger wissen. Ebert erläuterte, diese seien nicht rentabel.

Und Ein Thema ist auch immer dabei: Als mangelhaft kritisierten Robert Dürr und einige andere das Schneeräumen im Winter. Ebert unterstrich, die Gemeinde tue hier immer ihr Möglichstes.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren