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Eltmann
Zertifizierung

Bei Schaeffler wird Arbeitsschutz großgeschrieben

"Mit der Einführung des Arbeitsmanagementsystems Ohris hat Schaeffler am Standort Eltmann einen vorbildlichen Schritt zum Arbeitsschutz getan." Dies betonte Staatssekretär Johannes Hintersberger bei der Übergabe der Zertifizierung an Werkleiter Josef Scheller.
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Die Gäste zeigten sich bei ihrem Rundgang beeindruckt vom Arbeitsschutz, der Sicherheit, Qualität und Sauberkeit im Betrieb. Foto: Günther Geiling
Die Gäste zeigten sich bei ihrem Rundgang beeindruckt vom Arbeitsschutz, der Sicherheit, Qualität und Sauberkeit im Betrieb. Foto: Günther Geiling
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Dank Ohris könne man Gefahren für die Mitarbeiter frühzeitig erkennen und beseitigen, "bevor ein Unfall geschieht", so der CSU-Politiker. Der Firma Schaeffler bescheinigte Hintersberger, gut aufgestellt zu sein: "Hier passt die Zusammenarbeit." Ein Unternehmen habe langfristig nur dann Erfolg, "wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen".


Zahlreiche Ehrengäste


Zu dieser Feierstunde waren zahlreiche Ehrengäste im Schaeffler-Werk Eltmann erschienen, darunter auch Regierungspräsident r. Paul Beinhofer, Günther Gaag vom Gewerbeaufsichtsamt Würzburg, Michael Loibersbeck, Leiter der Tonnenrollenfertigung, sowie Ralf Hosse, Leiter des Competence Centers Umwelt, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit, und Bürgermeister Michael Ziegler mit Betriebsräten und Beschäftigten.

Werkleiter Josef Scheller gab seiner Freude Ausdruck, dass der Standort Eltmann
im Jahr seines 75-jährigen Bestehens das Ohris-Zertifikat erhält und damit als 500. Unternehmen in Bayern diesen hohen Sicherheitsmanagement-Standard erfülle. Der Schaeffler-Standort Eltmann werde nun nach Schweinfurt und Elfershausen als drittes Schaefflerwerk durch das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken zertifiziert.


Kernteam am Standort Eltmann


Bei Schaeffler werde ein großes Augenmerk auf die Qualifikation der Mitarbeiter gelegt. "Seit einigen Jahren haben wir dafür in Eltmann ein Kernteam etabliert, das die Themen Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Ergonomie, Brandschutz, Energiemanagement und Werksicherheit als zusammenhänge Aktivitäten ansieht und anstehende Aufgaben gemeinsam interdisziplinär bewältigt."

Ganz konkret nannte Scheller dabei Verbesserungen im Arbeitsumfeld und im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Bewegung werde aktiv gefördert. Ohris sei von der Bayerischen Gewerbeaufsicht gemeinsam mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden entwickelt worden. Die Gewerbeaufsicht begleite auch intensiv die Umsetzung in den Betrieben. Besonders die kompetente Beratung durch das Gewerbeaufsichtsamt Würzburg hat dabei laut Scheller zur Zertifizierung beigetragen.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz nimmt bei Schaeffler einen herausragenden Stellenwert ein, dessen Bedeutung sowohl im Unternehmenskodex als auch in der Umwelt- und Arbeitsschutzpolitik hervorgehoben wird. Mit der Anerkennung nach Ohris sei nun offiziell nachgewiesen, dass das Managementsystem für Arbeitsschutz und Risikominimierung die Forderungen der "International Labour Organization" und des nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme sowie die Anforderungen der Störfallverordnung an ein Sicherheitsmanagementsystem erfüllt.

Unfallhäufigkeit um über 60 Prozent reduziert


Ohris bildet Scheller zufolge das Rückgrat eines ganzheitlichen Betriebssicherheitsmanagements in Unternehmen. Der Schutz der Mitarbeiter vor Unfällen, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, Berufskrankheiten und Verschleißschäden wurde am Standort Eltmann in den vergangenen zehn Jahren hervorragend umgesetzt, so dass sich die Unfallhäufigkeit um über 60 Prozent reduziert hat. Diese positive Entwicklung liegt auch in dem Investitionsprogramm begründet, das am Standort in den vergangenen Jahren auf modernste Produktionstechnologie und Prozesssicherheit zielte und so auch den Arbeits- und Gesundheitsschutz nachhaltig gestärkt hat.

Johannes Hintersberger, Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, griff die drei Säulen des "Club of Rome" auf, die den Erfolg eines Unternehmens ausmachten: Kompetenz, Kommunikation und Kultur. Kompetenz und Hightech sei im Unternehmen absolut notwendig, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. Erfolge im Unternehmen wie im politischen Bereich seien aber nur darstellbar, wenn dies in enger Verzahnung mit allen Beteiligten erfolge. Der Arbeitsschutz sei eine fundamentale Bastion im Konzept eines Betriebs.

Mit der freiwilligen Einführung von Ohris wird laut Hintersberger auch die Eigenverantwortung des Unternehmens gestärkt. Auch das Gewerbeaufsichtsamt sehe dann nicht vorrangig seine Kontrollfunktion. Die Auszeichnung solle ein Impuls sein, auf diesem Weg nicht nachzulassen.


Gesundheit ist das höchste Gut


Auch Bürgermeister Michael Ziegler sprach Glückwünsche aus und meinte, dass sowohl die Stadt Eltmann als auch der Landkreis stolz auf diese Zertifizierung seien. Schließlich gehe es dabei in erster Linie um die Mitarbeiter, deren Gesundheit ja das höchste Gut sei. "Das ist eine klasse Auszeichnung. Ihr könnt alle stolz darauf sein."

Anschließend unternahmen die Werksverantwortlichen zusammen mit Staatssekretär Johannes Hintersberger einen Rundgang durch den Fertigungsprozess und besichtigten die Arbeitsplätze. Dabei zeigte sich der Arbeits- und Sozialpolitiker besonders beeindruckt von der vorbildlichen gesundheitlichen Vorsorge im Betrieb. Auch das Gespräch mit den Mitarbeitern in der Produktion kam dabei nicht zu kurz.


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