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Fabrikschleichach
Theater

Balthasar Neumann auf Bühne

70 Besucher erlebten einen außergewöhnlichen Abend in der Töpferei "Café Ton" in Fabrikschleichach. Markus Grimm, Buchautor, Schauspieler und promovierter Theologe brachte das Projekt "Balthasar Neumann, Architekt der Ewigkeit", das er zusammen mit dem Produzenten Herbert Löw entwickelte hatte, auf die kaum zwanzig Quadratmeter große Bühne des "Café Ton".
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Mehr als einen Stuhl als Requisite benötigte der Darsteller nicht, um das Leben von Balthasar Neumann vor den Augen der Zuschauer entstehen zu lassen. Nach den Begrüßungsworten von Anne Böhm (Volkshochschule), die darauf hinwies, dass der Ort, an dem diese Aufführung stattfand, historisch sei und dass Balthasar Neumann mit Sicherheit auch schon hier gestanden ist, betrat Markus Grimm die Bühne und machte deutlich, dass die Beschäftigung mit der Geschichte notwendig ist, um die Gegenwart zu verstehen.

Sämtliche Figuren


Dann begann das ungewöhnliche Stück, in dem der Schauspieler, ganz in Schwarz gekleidet, sämtliche Figuren entstehen lässt, indem er die Tonlage der Stimme, den Dialekt und die Körperhaltung verändert.

"In einem Würzburger Gasthaus fragt im August 1753 ein Reisender, der Sohn des Rastatter Baumeisters Johann Michael Ludwig Rohrer, nach Balthasar Neumann, den er unbedingt treffen müsse. Der Wirt erklärte ihm, dass er Neumann zwar kenne, dass er aber zu spät komme, da Neumann letzte Nacht gestorben sei."

Leben im Dialog


Aus diesem Einstieg heraus entwickeln sich Dialoge, in denen das Leben des großen Baumeisters, der nicht nur die fränkische Landschaft mit seinen Bauwerken geprägt hat, dargestellt wird.
Balthasar Neumann, der 1687 in Eger geboren wurde, war stets an dem böhmischen Dialekt zu erkennen, den ihm der Künstler in den Mund legte.
Das Hauptaugenmerk des Abends war auf die Entstehung der Würzburger Residenz gerichtet. Neumann, der in das Militär eingetreten war, um Ingenieur werden zu können, wurde 1720 vom Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn mit der Planung dieses Bauwerkes beauftragt. In vielen Reisen, die Balthasar Neumann über Mannheim, Bruchsal und Straßburg nach Nancy und Paris führten, lernte er dort die Architekten des französischen Königs kennen, bei denen die Ideen für die Konstruktion des Treppenhauses bekam, dass ihn später berühmt machen sollte. Dieses galt zu der damaligen Zeit als statisch nicht realisierbar.

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