LKR Haßberge
Sicherheit

Auf der Suche nach Waldbränden

Über 'Unterfranken sind Luftbeobachter unterwegs, die nach Feuer Ausschau halten. Die Gefahr ist derzeit sehr hoch. Auch von Haßfurt aus starten Flugzeuge.
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Luftbeobachter Winfried Götz (links) und Pilot Andreas Elsner halten Ausschau nach Waldbränden. Sie fliegen über das östliche Unterfranken.
Luftbeobachter Winfried Götz (links) und Pilot Andreas Elsner halten Ausschau nach Waldbränden. Sie fliegen über das östliche Unterfranken.
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Gnadenlos brennt die Sonne vom Himmel, die Temperaturen liegen weit über 30 Grad, seit vielen Tagen hat es nicht mehr geregnet. In den Wäldern Frankens herrscht aktuell Alarmstufe. Immer wieder ist es in den vergangenen Tagen schon zu kleineren Busch- und Wiesenbränden gekommen. Ein Funke oder eine Glasscherbe können ausreichen, um ein Inferno auszulösen. Daher hat die Regierung für Unterfranken in Würzburg nun Beobachtungsflüge angeordnet. Damit soll der Schutz vor Waldbränden deutlich erhöht werden. Die Brandgefahr ist derzeit sehr hoch.


Kilometerweite Sicht

Täglich fliegen die Experten nun über die Haßberge, die Rhön und den Steigerwald, um sicherzugehen, dass ein mögliches Feuer schnell entdeckt wird. Ab dem späten Dienstagnachmittag ging es vom Luftrettungsstützpunkt in Haßfurt wieder in die Luft. "Wir können Rauchsäulen von hier oben kilometerweit erkennen und die Einsatzkräfte verständigen", erklärt Pilot Andreas Elsner von der Luftrettungsstaffel Haßfurt seine Arbeit. An seiner Seite im Flugzeug sitzt Winfried Götz.

Der Luftbeobachter hat ein geschultes Auge und weiß genau, worauf er achten muss. "Vor zwei Jahren hatten wir einen Waldbrand auf dem Truppenübungsplatz in Wildflecken und auch in Hammelburg konnten wir ein Feuer entdecken", erinnert sich Götz. Täglich geht es nun für rund drei Stunden in die Luft: "Wir fliegen so ab 17 Uhr unter der Woche, weil die Leute dann spazieren gehen und aus Unachtsamkeit ein Feuer verursachen könnten."


Funkenflug an einem Zug

Dass es nicht nur am Tage brennen kann, sondern auch in der Dunkelheit Buschbrände entstehen, zeigt ein Beispiel von Dienstag. Hier hatte ein Zug durch Funkenflug beim Bremsen den Bahndamm auf mehreren Kilometern Länge in Brand gesetzt. Großeinsatz für die Feuerwehren entlang der Bahnstrecke. Die Feuerwehr konnte im letzten Moment einen Brand verhindern. Im Bahnhof Haßfurt wurde dann das Feuer an der Lokomotive gelöscht.


Beispiel Portugal

Gerade die aktuellen Bilder aus dem Katastrophengebiet in Portugal zeigen eindrucksvoll, wie gefährlich die Hitze sein kann. "Wir haben es da auch gesehen. Das Land ist dort trocken wie bei uns," mahnt Elsner und blickt sorgenvoll aufs Wochenende, wenn Johannisfeuer entfacht werden: "Man sollte das Ganze nicht unterschätzen. Auf keinen Fall dürfen Grillfeuer im Wald angemacht oder Zigaretten weggeworfen werden. Das kann verheerende Folgen haben", erklärt der Pilot. News5/Merzbach
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