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Haßfurt
Leseförderung

"Antolin" ist für die Biz-Leseratten ein Kinderspiel

Im Haßfurter Bibliotheks- und Informationszentrum wurden drei Schüler von Leiterin Annelie Ebert für ihre auserordentliche Lesewut ausgezeichnet. Über 200 Bücher haben sie im letzten Schuljahr zusammen gelesen.
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Drei "Antolin"-Spezialisten hat Biz-Leiterin Annelie Ebert (rechts) ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links) die Gewinner Eric Stevanovic, Emily Naumann und David Oberreuter. Foto: Ulrike Langer
Drei "Antolin"-Spezialisten hat Biz-Leiterin Annelie Ebert (rechts) ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links) die Gewinner Eric Stevanovic, Emily Naumann und David Oberreuter. Foto: Ulrike Langer
"Seit ich das Lesen gelernt habe, lese ich gerne Bücher", sagt Eric Stevanovic. Dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, zeigt die Tatsache, dass der Achtjährige aus Knetzgau im abgelaufenen Schuljahr immerhin 55 Bücher gelesen hat. Weil er auch noch viele Hintergrundfragen zu dem Gelesenen im Internet-Buchportal "Antolin" richtig beantwortet und 3526 Punkte gesammelt hat, wurde er nun im Bibliotheks- und Informationszentrum (Biz) in Haßfurt von dessen Leiterin Annelie Ebert als Bester ausgezeichnet.

Echte Schlauköpfe

Neben Eric Stevanovic wurden auch der zwölf Jahre alte David Oberreuter aus Knetzgau, der 96 Bücher gelesen und 2630 Punkte erworben hat, sowie die achtjährige Emily Naumann aus Haßfurt, die 93 Bücher verschlungen und 2460 Punkte bekommen hat, geehrt.
Alle drei Schüler erhielten neben der Urkunde einen Gutschein für ein Buch oder ein Spiel aus der Hand von Annelie Ebert.

Wie sie mitteilte, hatten im Schuljahr 2012/2013 immerhin 37 Kinder am Leseförderprogramm "Antolin" teilgenommen. "Die Zahl mag nicht hoch erscheinen", sagte sie. "Aber inzwischen haben viele Grundschullehrer den Sinn von ,Antolin‘ erkannt und melden ganze Klassen separat für das Programm an. Diese Schüler werden aber nicht von uns ausgezeichnet."

Zurzeit gibt es einige tausend Bücher im Biz, die für "Antolin" ausgesucht wurden. Es ist ein innovatives Online-Portal zur Leseförderung von der ersten bis zur zehnten Klasse, das im Internet Quizfragen zu den ausgewählten Kinder- und Jugendbüchern anbietet, die online beantworten werden können. "Das Programm fördert die Schüler auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen und in der Entwicklung der eigenen Leseidentität, es steigert die Lesemotivation, verbindet das Lernen in der Schule mit dem Lesen am Nachmittag und schult das Erfassen von Inhalten", so Annelie Ebert.

Was Eric Stevanovic am Lesen fasziniert, ist, das er selbst auswählen kann, was ihn interessiert. "Im Fernsehen kann man nur das sehen, was gerade im Programm kommt", teilte er mit, "aber beim Lesen ist das anders." Er liebt vor allem Krimis wie "Die drei ???" oder "Tatort Geschichte" und Wissensbücher. Besonders Bücher über Baustile haben es ihm angetan.

Ein pfiffiger Bursche

"Soll ich mal einige Baustile aufzählen?", fragte er, um sie gleich in der richtigen Reihenfolge zu nennen: "Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko." Außerdem wusste er, dass "die meisten Fenster der Stadtpfarrkirche im gotischen Stil" ausgeführt wurden. "Mein Opa, der Schreinermeister war, interessiert sich auch für Bauwerke und Baustile. Daher reise ich mit ihm gemeinsam von Schloss zu Schloss." Der Achtjährige liebt nicht nur Bücher - zurzeit ist er in das Buch "Zeitdetektive im Mittelalter" vertieft. Er spielt noch gerne mit Legosteinen, lernt im Musikbahnhof das Klavierspielen, trainiert beim Schwimmclub Haßberge und spielt Fußball beim TSV Knetzgau.

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