Eltmann
Atmosphäre

Adventliches rund um den Eltmanner Turm

Die achte Eltmanner Wallburg-Weihnacht zog viele Besucher an. Das Christkind Josefa Pflaum schlug nachdenkliche Töne an, und Autor Werner Singer stellte sein Büchlein "Nach Bethlehem? Nä zu, immä gradaus" vor.
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Das Christkind Josefa Pflaum und seine Engelchen eröffneten offiziell die achte Eltmanner Wallburg-Weihnacht.  Fotos: Sabine Weinbeer
Das Christkind Josefa Pflaum und seine Engelchen eröffneten offiziell die achte Eltmanner Wallburg-Weihnacht. Fotos: Sabine Weinbeer
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"Denn bedenkt, wer schon alles hat, der braucht nichts geschenkt." Mit eindringlichen Worten, die auch auf die Situation der Asylsuchenden aufmerksam machten, eröffnete Josefa Pflaum als Eltmanner Christkind die Wallburg-Weihnacht. Zum achten Mal lockte der besondere Adventsmarkt die Menschen in Scharen auf den Schlossberg.

Schon einige Male wurde die Wallburg-Weihnacht als einer der schönsten Adventsmärkte der Region bezeichnet. Dass das viele Besucher so sehen, dazu tragen viele Faktoren bei. Da ist das unvergleichliche Gelände rund um den Wallburgturm, die vielen Lichtakzente, vor allem aber das Sortiment mit Originellem, weil Selbstgemachtem. Handgestrickte Schals, Mützen, Socken und sogar Babyschuhe, Genähtes und Gefilztes, Nützliches und Dekoratives, aber auch Nahrhaftes.


Mit den Engelchen

Pünktlich um 14.30 Uhr am Samstag eröffneten das Christkind und seine Engelchen den Markt mit Bürgermeister Michael Ziegler, der vom Engelstanz ganz hingerissen war. Josefa lobte er für ihre engagierte und kluge Ansprache und stellte fest: "Wir haben das schönste Christkind in ganz Bayern".

Reiner Reitz sorgte als Moderator dafür, dass niemand einen Programmpunkt verpasste. In Scharen strömten die Kinder zum Nikolaus und zum Kasperletheater, die musikalischen Einlagen wurden viel beklatscht, ebenso wie Werner Singer.

Der pensionierte Lehrer stellte sein Büchlein "Nach Bethlehem? Nä zu, immä gradaus" vor, das aus seiner Feder stammt. Eigentlich wollte der frühere Chef der "Sängerlust" nur die Moderation des Weihnachtskonzerts vorbereiten. Dazu nahm er sich das Lukas-Evangelium hervor. Das gibt es zwar schon in Fränkisch, "aber im Nürnberger Dialekt, und ich kann halt bloß Bambergisch", erzählte er beim Treffen an der Wallburg. Also übersetzte er neu; einige vorweihnachtliche sowie adventliche Geschichten kamen dazu über Sitten und Bräuche, Erfahrungen mit dem Nikolaus und dem Geschenke-Einkauf. "Ein paar Texte, die ich für die ,Singerei' geschrieben habe, lagen auch noch in der Schublade", und schließlich runden einige nachdenkliche Geschichten zu aktuellen Themen das Büchlein ab. Es ist ab sofort im Ritz neben dem Rathaus, in den beiden Friseursalons Schömig und bei Blumen-Ehehalt erhältlich.

Wer von der kurzen Lesung an der Wallburg angetan war, kann sich am Mittwoch, 3. Dezember, im Ritz einfinden. Dort liest Werner Singer ab 19 Uhr aus seinem Buch. Anstelle von Eintritt bittet er um eine Spende, mit der er die Jugendarbeit in der Stadt unterstützen möchte, ebenso mit dem Verkaufserlös dieses Abends.
Seine Fassung des Lukasevangeliums mit dem Titel "Damals im Heilichn Land" gibt es dann auch beim Weihnachtskonzert der "Sängerlust" am vierten Adventssonntag in der Eltmanner Stadtpfarrkirche zu hören.
So wie Werner Singer wollten mit der Wallburg-Weihnacht auch andere ein gutes Werk tun. So gab es an vielen Ständen die Wallburg-Weihnacht-Tasse, deren Verkaufserlös bedürftigen Bewohnern des Seniorenheims Eltmann zugute kommen soll. Bei Thorsten Tröster und Veronique Partosch, die ideenreiche Holzprodukte verkauften, bekamen Interessenten an kleinen Pilz-Anhängern den Wunsch: "Bitte eine Spende in die Box für die Station Regenbogen". Der Geist, den Christkind Josefa beschworen hatte, war also durchaus gegenwärtig.

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