Laden...
Ebern
Wallfahrt

89 Pilger aus Ebern legen ein Zeugnis für den Glauben ab

"Gemeinsam unterwegs" nennt sich die katholische Pfarreiengemeinschaft mit dem Zentrum in Ebern. Von dort aus waren 89 Pilger im Alter zwischen elf und 77 Jahren gemeinsam unterwegs auf einer 89 Kilometer langen Wallfahrt zum Kreuzberg. Ein Teilnehmer ist bereits seit 25 Jahren dabei.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Außenaltar des Kloster Kreuzberg: Die Geehrten mit Wallfahrtsführer Rudi Kaspar und Assistentin Johanna Fuchs (rechts). Foto: privat
Am Außenaltar des Kloster Kreuzberg: Die Geehrten mit Wallfahrtsführer Rudi Kaspar und Assistentin Johanna Fuchs (rechts). Foto: privat
+1 Bild
89 Wallfahrer nahmen, ausgehend von der Pfarrei St. Laurentius in Ebern, einen 83 Kilometer langen Fußweg zum Kreuzberg in der Rhön auf sich. Bei optimalem Wetter erlebten sie drei intensive Tage in christlicher Gemeinschaft.

Zum 27. Mal startete die Wallfahrt von Ebern aus zu Fuß zum Kreuzberg in der Rhön. Die Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer im gut gemischten Alter von 11 bis 77 Jahren kamen, wie Wallfahrtsleiter Rudolf Kaspar berichtet, überwiegend aus der Pfarreiengemeinschaft/Stadt Ebern mit den Stadtteilen Bischwind, Bramberg, Eyrichshof, Frickendorf, Heubach, Unterpreppach und Vorbach sowie aus den Städten und Ortschaften Bad Kissingen, Bamberg, Baunach, Bischberg, Ermershausen, Gleusdorf, Gresselgrund, Hallstadt, Hofstetten, Junkersorf, Kraisdorf, Landsberg a. L., Mauschendorf, Pfarrweisach, Poppendorf/Rattelsdorf, Reckendorf, Reiterswiesen und Untermerzbach.


Lange Tradition

Beweggrund aller Wallfahrten zum Kreuzberg, die es seit über 350 Jahren gibt, ist seit jeher die Verehrung des Leidens und des Todes vom auferstandenen Jesus Christus sowie das Gedenken an die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, die vom Kreuzberg aus das Frankenland missioniert haben. Wie die Frankenapostel damals, so machten sich auch die teilnehmenden Pilger auf den Weg, um Zeugnis für ihren Glauben abzulegen, vom Alltag Abstand zu nehmen und bewusst drei Tage in Gemeinschaft, Gebet und Frohsinn zu erleben. Natürlich hatte jeder seine eigenen kleinen oder großen Anliegen, für die er oder sie während der Wallfahrt und in der Wallfahrtskirche "Zum Heiligen Kreuz" um Hilfe bat.

Die Wallfahrt begann in der Eberner Stadtpfarrkirche mit den beeindruckenden Aussendungsgebeten durch Stadtpfarrer Pater Rudolf Theiler, der den Teilnehmern den Pilgersegen erteilte. Mit dem Lied "Beim frühen Morgenlicht erwacht mein Herz ...", unterstützt durch die mit 13 Musikern besetzte "Kreuzbergkapelle" unter der Leitung von Michael Borzel, machte sich die Pilgerschar auf den Wallfahrtsweg. Die Übernachtung und der Begegnungsabend in Großwenkheim ist für de Eberner Pilger schon Tradition.

Alle Generationen vertreten

Der zweite Wallfahrtstag begann wie immer mit einer Wallfahrtsmesse, die vom ehemaligen Stadtpfarrer von Stadtlauringen Dr. Benno Bundschuh, jetzt Großwenkheim, zelebriert wurde. An der Wallfahrtskirche zum "Heiligen Kreuz" angekommen, begrüßte Pater Eberhard Sievers OFM die Pilger und zeigte sich erfreut darüber, dass die Eberner Wallfahrt eine von wenigen sei, bei der so viele Kinder bzw. Jugendliche aber auch Senioren dabei sind. In diesem Zusammenhang lobte er unter Beifall Karl-Linus Fuchs (elf Jahre) als den jüngsten und Gustav Borzel (77 Jahre) als den ältesten Wallfahrer. In der Wallfahrtskirche spendete Pater Eberhard den großen Kreuzsegen.

Ehrungen



Wallfahrtsleiter Rudi Kaspar und seine Assistentin Johanna Fuchs nahmen am Außenaltar Ehrungen verdienter Wallfahrer vor: Johannes Dürr, Vorbach, Marion Kirchner, Ebern, die Musiker Lukas Müller und Klaus Plott, Ebern, wurden für fünfmalige Teilnahme gewürdigt. Elfriede Gebhardt, Doris Geuß, die Eheleute Elke und Martin Hümmer, alle Ebern, Sanitäter Peter Kachelmaier, Untermerzbach, und Lautsprecherträger Thomas Müller, Ebern nahmen bereits zehn mal teil. Chefsanitäter Konrad Appel, Unterpreppach, Matthias Becht, und Musiker Markus Borzel, beide Vorbach , und Fahnenträger Anton Gerstenkorn wurden für 15-malige Teilnahme gewürdigt, Resi Huppmann, Bramberg, für 20-malige Teilnahme. Eine besondere Ehrung erhielt Alfred Appel anlässlich seiner 25. Teilnahme an der Eberner Kreuzbergwallfahrt, der sich, laut Kaspar, unter anderem als Mitbegründer und Träger der Kolpingfahne in all den Jahren verdient gemacht hat.
Den Gottesdienst am nächsten Morgen gestalteten die Eberner Wallfahrer mit, ehe es mit dem Omnibus zurück nach Ebern ging. Nach einem feierlichen Einzug in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius spendete Pater Richard Pfletschinger den eucharistischen Segen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren