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Altershausen
Jubiläum

1865 im Gasthaus des Johannes Zieg in Altershausen

Der Männergesangverein Altershausen/Sechsthal gab zum 150-jährigen Bestehens ein Konzert in der Moritzkirche in Altershausen. Zur Unterstützung spielte der Posaunenchor einige Lieder aus seinem abwechslungsreichen Repertoire. Der Chor kann junge Männer begeistern.
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Der Posaunenchor Altershausen/Sechsthal unterstützte den Männerchor musikalisch. Foto: Gerold Snater
Der Posaunenchor Altershausen/Sechsthal unterstützte den Männerchor musikalisch. Foto: Gerold Snater
150 Jahre alt ist der Männergesangverein Altershausen/Sechsthal und ist damit die zweitälteste Institution nach der Kirchengemeinde in dem Königsberger Stadtteil Altershausen. Solch ein besonderes Jubiläum muss gebührend gefeiert werden. Das tat der Chor am Sonntag mit einem Konzert in der Moritzkirche des Ortes.

Kulturelle Zusammenarbeit

Mit dabei war der Posaunenchor Altershausen/Sechsthal und symbolisierte damit den musikkulturellen Zusammenhalt der beiden Dörfer. Diesen Zusammenhalt stellte Vorsitzender Detlef Brands heraus. Der Männergesangverein, in dem erfreulich viele junge Sänger mitwirken, agierte unter der Leitung von Pfarrer im Ruhestand (i.R.). Hans Schreiber.
Der Posaunenchor spielte unter seinem Dirigenten Udo Lutsch.
Vom Hymnus "Jauchzet, jauchzet dem Herrn!" von Friedrich Silcher über das "Heilig" aus der Deutschen Messe von Franz Schubert bis hin zum Lied "Mein Heimattal" von Hermann Sonnet reichte das Repertoire der Sänger. Zum ersten Mal traten sie mit ihren neuen blauen Jacken auf und waren somit auch optisch ein Hingucker.
Der Posaunenchor stand den Sängern in nichts nach und zeigte mit Musikstücken wie einem "Anbetungspotpourri" von Robert Batdorf, dem "Cochabamba" von Enrique Crespo, dem "La montanara" von Toni Ortelli und dem "O happy day" von Richard Roblee die Vielfalt der Posaunenchormusik auf.
Im Konzert informierte Pfarrer Hans Schreiber über wichtige Stationen in der Entwicklung des Chors: Er entstand am 28. Januar 1865 im Gasthaus des Johann Zieg in Altershausen. 32 Bürger aus Altershausen und Sechsthal fanden sich zu dieser ersten Zusammenkunft zusammen und gründeten die Gesellschaft "Concordia".

Zur geselligen Unterhaltung

Im Punkt drei der Niederschrift wurde der Zweck des Vereins damals so niedergeschrieben: "Dass die Zusammenkünfte gewidmet sein sollen, belehrenden und unterhaltsamen Vorlesungen, Gesang und geselliger Unterhaltung".Kurz nach der Gründung fand am 17. April 1865 im Rathaus von Altershausen die erste Singstunde unter "Chordirektor" Lehrer Simon aus Sechsthal statt. Einige Monate später, im August des gleichen Jahres, trat der Chor zum ersten Mal in Hellingen und damit außerhalb der Heimatgemeinde auf.
Eines der ersten Vortragsstücke, das seinerzeit im Chor gesungen wurde, war sicher das Bundeslied "Brüder, reicht die Hand zum Bunde" von Wolfgang Amadeus Mozart, welches der Chor natürlich auch am Sonntag zu Gehör brachte.
Bevor das Konzert mit dem Lied "Herr, wir bitten, komm und segne uns", seinen würdigen Abschluss fand, bedankte sich Pfarrerin Claudia Winterstein beim Männergesangverein Altershausen/Sechsthal für das Mitwirken bei vielen Veranstaltungen und betonte dabei: "Euer Verein stärkt die Gemeinschaft nicht nur untereinander und im Dorf, sondern auch darüber hinaus. Das Singen verbindet, das ist gerade in dieser Zeit besonders wichtig."
Die nächsten Veranstaltungen des Männergesangvereins sind ein Kommersabend am Samstag, 27. Juni, mit fünf Männerchören und ein Sängerfest am Sonntag, 28. Juni, mit zehn Gastchören.

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