Rauhenebrach
Infrastruktur

1,7 Millionen-Projekt in Prölsdorf eingeweiht

Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Gemeinde Rauhenebrach am Samstag die Fertigstellung ihrer neuen Wasserreinigungsanlage in Prölsdorf.
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Pfarrer Kurt Wolf segnete bei einem Rundgang mit Bürgermeister Matthias Bäuerlein alle Bauteile der neuen Kläranlage.Sabine Weinbeer
Pfarrer Kurt Wolf segnete bei einem Rundgang mit Bürgermeister Matthias Bäuerlein alle Bauteile der neuen Kläranlage.Sabine Weinbeer
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Viele Bürger nahmen die Einladung von Bürgermeister Matthias Bäuerlein an, sich die Anlage und ihre moderne Technik aus der Nähe anzuschauen. Vom Landrat gab es für die neue Kläranlage ein großes Lob für Rauhenebrach, denn sie sei eine wichtige Investition in den Wasser- und Umweltschutz.

Bürgermeister Matthias Bäuerlein stellte den Dank in den Mittelpunkt: Die Bevölkerung, vor allem die direkten Anwohner in Prölsdorf und Halbersdorf hatten länger als geplant die Geruchsbelästigung durch die alte Teichkläranlage hinnehmen müssen.

Alles keine Selbstverständlichkeit

Die ausführenden Firmen lobte Bäuerlein ebenso wie den gemeindlichen Bauhof, der umfangreiche Arbeiten übernahm, sowie die Verwaltung, für die ein solches Projekt neben dem laufenden Geschäft eine große Herausforderung gewesen sei. Für das 1,7 Millionen-Projekt seien schließlich 1100 Bescheide erstellt worden.

90 Prozent der Kosten tragen die Rauhenebracher Hausbesitzer, zehn Prozent die Gemeinde selbst für ihre Einleitungen von öffentlichen Flächen. 1,6 Millionen Euro also werden umgelegt, nur zehn Prozent davon stehen noch als letzte Rate aus. Ob diese erneut als Beitrag oder über die laufende Gebühr finanziert wird, darüber werde der Gemeinderat noch entscheiden, wenn die Schlussrechnungen komplett vorliegen, erklärte Matthias Bäuerlein. Die Gemeinde habe sich bemüht, in Informationsveranstaltungen die Systematik der Finanzierung zu erläutern und so hätten sich die meisten Bürger auch gut eingebunden gefühlt.

Sehr bemüht habe man sich auch darum, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Das schien nach der ersten Ausschreibung nicht zu gelingen. Die Ausschreibungsergebnisse lagen enorm über den Kostenansätzen der Planer. So entschloss sich der Gemeinderat, die Ausschreibung aufzuheben und nochmals alle Sparpotenziale durch eine Optimierung der Anlage auszuschöpfen. Das bedeutete für die Kosten eine deutliche Entlastung - für Prölsdorf und Halbersdorf in der Nachbargemeinde Schönbrunn aber ein weiteres Jahr Geruchsbelästigung. "Die war an heißen Tagen wirklich eine Zumutung und ich entschuldige mich dafür hier nochmals", erklärte der Bürgermeister.

Im Sommer 2018 ging nun eine moderne SBR-Anlage in Betrieb, für die zwei riesige Stahlbetonbecken errichtet wurden. Modernste Technik steuert den Klärprozess und die Schlammpresse, über die die neue Anlage ebenfalls verfügt.

Gemeinde ist sehr gut aufgestellt

Damit sei die Gemeinde Rauhenebrach im Hinblick auf die künftige Klärschlammentsorgung sehr gut aufgestellt, erklärte Landrat Wilhelm Schneider. Sehr vorausschauend sei schon die erste Anlage gewesen, weil sich der Gemeinderat damals für eine zentrale Anlage entschied. "Das ist für eine Flächengemeinde nicht einfach, in meiner Heimatgemeinde Maroldsweisach ist das bisher nicht gelungen", stellte er fest.

Dass die Klärung des Wassers eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft sei, das unterstrich Landrat Schneider ebenso wie Pfarrer Kurt Wolf, der der Anlage den kirchlichen Segen spendete.

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