Zirndorf
Fluchtversuch

Verfolgungsjagd in Mittelfranken: Motorradfahrer flüchtet mit über 200 km/h vor der Polizei

Im Landkreis Fürth lieferte sich ein Motorradfahrer eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei. Teilweise raste der Mann mit über 200 km/h vor der Polizei davon, ehe er einen Unfall baute.
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Ein Motorradfahrer wollte sich einer Verkehrskontrolle entziehen und raste deshalb vor der Polizei davon. Symbolbild: Ronald Rinklef
Ein Motorradfahrer wollte sich einer Verkehrskontrolle entziehen und raste deshalb vor der Polizei davon. Symbolbild: Ronald Rinklef

Ein 41-jähriger Motorradfahrer versuchte am Montag in den frühen Morgenstunden einer Verkehrskontrolle durch die Zirndorfer Polizei durch eine waghalsige Flucht zu entkommen. Am Ende stand die Festnahme des Mannes.

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Innerorts mit 160 Stundenkilometer unterwegs

Kurz nach 2:15 Uhr sollte das Motorrad im Bereich von Seukendorf einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Trotz deutlicher Anhaltesignale gab der Fahrer Gas und fuhr auf die Südwesttangente ein. Dort beschleunigte er seine Suzuki auf über 200 km/h. An der Ausfahrt "Fürth-Hafen" bog er nach links Richtung Burgfarrnbach ab und beschleunigte innerorts erneut auf ca. 160 km/h.

Auf der Gegenfahrbahn unterwegs

In Burgfarrnbach wählte er den Weg weiter über die Staatsstraße zurück nach Seukendorf, um im Weiteren auf der Gegenfahrbahn Richtung Cadolzburg zu fahren. Er kam dabei von der Fahrbahn ab, touchierte den Bordstein, blieb mit dem Vorderrad seiner Maschine hängen und stürzte im Anschluss. Nun konnte er festgenommen werden.

Der Grund der halsbrecherischen Flucht war schnell klar. Der Mann besaß keine gültige Fahrerlaubnis, im Motorradfach fanden sich Drogen und in einer Zigarettenschachtel ein angerauchter "Joint".

Drogentest war positiv

Der Beschuldigte, der leicht verletzt in einem Krankenhaus behandelt werden musste, räumte die Vorwürfe ein. Sein Motorrad wurde sichergestellt. Ein durchgeführter Alkoholtest verlief zwar negativ, jedoch bescheinigte ein weiterer Test das Fahren seines Motorrades unter Drogeneinwirkung.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ordnete zum einen die Blutentnahme an und stellte zum anderen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Darüber entscheidet ein Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Fürth.

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Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und weiterer straf- und verkehrsrechtlicher Verstöße wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ebenso wird er wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz angezeigt.



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