Fürth
Aktion

Tag gegen Lärm: Gegen diese Feste in der Region wurde schon geklagt

Lärm ist für viele Menschen ein extremer Störfaktor - darauf will der Tag gegen Lärm aufmerksam machen. Ob Kronacher Freischießen oder Canalissimo: In Franken gibt es immer wieder Klagen gegen einige Feste wegen Lärmbelästigung.
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Kronacher Freischießen und Canalissimo: Auch in Franken gibt es immer wieder Klagen gegen einige Feste wegen Lärmbelästigung. Archivfoto: Matthias Hoch
Kronacher Freischießen und Canalissimo: Auch in Franken gibt es immer wieder Klagen gegen einige Feste wegen Lärmbelästigung. Archivfoto: Matthias Hoch
Am Mittwoch, den 25. April 2018, ist der Tag gegen Lärm - der "International Noise Awareness Day". In Deutschland ist dieser Tag eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik und steht unter dem Motto "Laut war gestern". Laut den Veranstaltern geht es an diesem Aktionstag darum, die Aufmerksamkeit auf Ursachen und Wirkungen von Lärm zu lenken. Das Ziel: die Lebensqualität nachhaltig verbessern.

Lärm ist für viele Menschen ein extremer Störfaktor, der die Lebensqualität und Erholung einschränkt. Deshalb gibt es auch bei uns in Franken immer wieder Beschwerden gegen Veranstaltungen in der Region, die für Anwohner Lärmbelästigung bedeuten. Ein Überblick:


Anwohnerin klagt gegen Canalissimo in Bamberg

Schon im Jahr 2016 hatten sich 33 Anwohner zusammengeschlossen und sich an die Stadt Bamberg gewandt, um die Lärmbelästigung durch Canalissimoaufzuzeigen. Eine entschiedene Gegnerin des Kanal-Festivals ging noch weiter und unternahm juristische Schritte. Sie hatte geklagt, das rechte Kanalufer von der Veranstaltung freizuhalten. Noch hatte die Klage keinen Erfolg, doch die Beschwerden über Lärm werden wohl auch in diesem Jahr weitergehen.



Hausbesitzer kämpft gegen Kneipenlärm in Gustavstraße in Fürth

Seit vielen Jahren schon kämpft ein Hausbesitzer aus Fürth gegen den Kneipenlärm in der Gustavstraße, welche als beliebte Feiermeile gilt. Seitdem herrscht eine strenge Lärmschutzregel, bei der die Wirte nur bis 23 Uhr ausschenken dürfen.

Die Anwohner wollten in dem Eilverfahren erreichen, dass die Gaststätten schon um 22 Uhr schließen müssen. Ihrer Ansicht nach hat die Stadt nicht genug dafür getan, dass die Nachtruhe eingehalten wird. Auf Beschwerden werde nicht reagiert und die zulässigen Lärmgrenzwerte würden vor allem nachts erheblich überschritten. Die Stadt dagegen sagte, die Wirte würden den täglichen Sperrzeitbeginn sehr genau einhalten.



Anwohner klagen gegen Öffnungszeiten des Kronacher Freischießen s

Die Schützengesellschaft Kronach wurde wegen ihres Freischießens von Nachbarn schon mehrmals mit Klagen konfrontiert. Vor zwei Jahren war eine Klage, die wegen der Lärmbelästigung auf kürzere Zeiten für den Festbetrieb abzielte, in einen Vergleich gemündet.

Im vergangen Jahrsprang ein anderer Anwohner aus der Umgebung des Festplatzes auf das gleiche Pferd auf. Der Mann wohnt in der zum Festplatz benachbarten Alten Ludwigsstädter Straße und fühlt sich durch den Lärm zu später Stunde - ganz besonders in den XXL-Nächten - belästigt. Seine Klage vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth sollte für eine kürzere Öffnung des Volksfestes in der Nacht sorgen - und diese hatte Erfolg. Eine der geplanten XXL-Nächte vor Mariä Himmelfahrt ist dadurch entfallen.


Oberasbacher Kerwa durch lärmempfindliche Nachbarn bedroht

Die Musik leiser drehen soll die Oberasbacher Kerwa im Landkreis Fürth,um einen lärmempfindlichen Nachbarn zu besänftigen. Der Anwohner des Festplatzes beklagt fehlende Lärmschutzauflagen. Er habe deshalb laut Gemeinde entweder kürzere Veranstaltungszeiten, eine räumliche Verlegung der Kerwa oder sogar deren ersatzlose Streichung gefordert.

Nach dem Willen der Verwaltung soll die Kerwa in Unterasbach nun ein wenig leiser stattfinden. An den vier Kirchweihtagen soll der so genannte mittlere Schallschutzpegel von 90 auf 85 Dezibel reduziert werden.


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