Fürth
2. Bundesliga

SpVgg Greuther Fürth schlägt 1.FC Nürnberg im Frankenderby

Die SpVgg Greuther Fürth konnte das 262. Frankenderby zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg für sich entscheiden.
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Fußball: 2. Bundesliga, SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg, 23. Spieltag am 05.03.2017 in Stadion am Laubenweg, Fürth (Bayern). "Derby Sieger" ist auf einem Banner der Fürther Fans zu lesen. Foto: Daniel Karmann/dpa
Fußball: 2. Bundesliga, SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg, 23. Spieltag am 05.03.2017 in Stadion am Laubenweg, Fürth (Bayern). "Derby Sieger" ist auf einem Banner der Fürther Fans zu lesen. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die SpVgg Greuther Fürth ließ sich nach dem Sieg im 262. Franken-Derby von ihren Fans feiern, der 1. FC Nürnberg musste sich sogar Pfiffe vom eigenen Anhang gefallen lassen. "Das tut weh, das tut richtig weh", meinte der konsternierte "Club"-Trainer Alois Schwartz nach dem 0:1 (0:0) am Sonntag. "Das Derby muss man gewinnen. Das ist einfach Scheiße", schimpfte Mittelfeldmann Kevin Möhwald nach dem nächsten Tiefschlag in der 2. Fußball-Bundesliga.

In einem zerfahrenen und hitzigen Nachbarschaftsduell bescherte Robert Zulj (77. Minute) den Hausherren mit einem abgefälschten Treffer den zweiten Derby-Erfolg in dieser Saison. "Das ist ein sehr, sehr schönes Erlebnis. Wir waren die bessere Mannschaft", resümierte der Fürther Trainer Janos Radoki zufrieden. Die nun seit fünf Partien ungeschlagenen Fürther zogen mit 32 Punkten in der Tabelle am "Club" vorbei und fügten dem Lokalrivalen vor 13 015 Zuschauern die dritte Zweitliga-Niederlage nacheinander zu. "Das tut brutal weh", sagte Innenverteidiger Georg Margreitter.

Schwartz musste aus Verletzungsgründen auf Lucas Hufnagel, Shawn Parker, Cedric Teuchert und Abdelhamid Sabiri verzichten. Seine Startelf stellte der frühere Sandhäuser Coach fünfmal um: So kam im Sturm der im Winter von Randers FC aus Dänemark verpflichtete Mikael Ishak zum Debüt in der Anfangsformation. Damit aber nicht genug. Schwartz stellte zudem in der Verteidigung auf die Dreierkette Lukas Mühl, Margreitter und Dave Bulthuis um.


Club-Offensive blieb aus

Das Aufbauspiel der Nürnberger profitierte von dieser Maßnahme gar nicht. Offensive Impulse blieben Mangelware. Stattdessen machten die Fürther, bei denen Coach Janos Radoki dreimal die Startelf umstellte, von Beginn an Druck. Der verspielte Angreifer Sercan Sararer war über links im ältesten Derby Deutschlands ein Aktivposten. Nach der frühen Einwechslung von Tim Matavz (22.) für den wohl an den Adduktoren angeschlagenen Offensivmann Rurik Gislason berappelte sich der FCN ein bisschen im Vorwärtsgang. Kreativität und Torgefahr konnten die Nürnberger dennoch kaum ausstrahlen. Die Fürther brachten es durch Khaled Narey (43.), dem im Strafraum ein verunglückter Kopfball von Bulthuis vor die Füße fiel, auch nur auf eine Torchance im Anfangsdurchgang.

Das von der Polizei als "Spiel mit hohem Risiko" eingestufte Duell wurde nach der Pause hitziger. Zulj (51.) sorgte mit einem Fernschuss für etwas Gefahr, ehe nach einer Rudelbildung Margreitter und Mathis Bolly Gelb sahen. Spielerisch bot das Franken-Derby aber weiter nur Schonkost. Fürth blieb das aktivere Team.

Aber auch mit der Hereinnahme von Stoßstürmer Serdar Dursun (69.) für Bolly gewannen die Hausherren vorerst nicht an Durchschlagskraft. Erst Zulj mit einem von Margreitter abgefälschten Schuss aus rund 22 Metern sorgte für Torjubel. Ishak (86.) verpasste kurz vor Schluss den möglichen Ausgleich, ehe Zulj (90.) fast noch erhöhte.


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