Leipzig
2. Fußball-Bundesliga

Fürth nach Punktgewinn bei RB Leipzig zufrieden

Mit einem Punktgewinn in Leipzig hat Greuther Fürth zumindest ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Unter dem neuen Trainer Ruthenbeck ist ein guter Start gelungen. Kapitän Röcker "zieht den Hut".
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Der Fürther Veton Berisha (M) und Jurgen Gjasula jubeln nach dem Treffer zum 1:2. Alle Fotos: Jan Woitas/dpa
Der Fürther Veton Berisha (M) und Jurgen Gjasula jubeln nach dem Treffer zum 1:2. Alle Fotos: Jan Woitas/dpa
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Als Misserfolg wollten die Fürther das Remis beim Topfavoriten RasenBallsport Leipzig dann doch nicht werten. "Ich weigere mich dagegen, mit diesem Resultat unzufrieden zu sein", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck. Mit vier Punkten aus zwei Spielen sieht der Saisonstart des Fußball-Zweitligisten aus Franken ordentlich aus - beim 2:2 (2:1) in Leipzig wäre aber für die SpVgg Greuther Fürth doch mehr drin gewesen. "Wir können uns ein bisschen ärgern, weil wir das dritte Tor nicht gemacht haben", sagte Kapitän Benedikt Röcker nach der Partie am Montagabend.

Vor der Partie hatte Trainer Ruthenbeck noch auf die, vor allem finanziell, deutliche Übermacht der Leipziger hingewiesen. "Für die Ablöse, die Fürth für mich bezahlt hat, holt man in Leipzig morgens Brötchen", scherzte der 43 Jahre alte Coach. In der Partie zeigten sich die Gäste dann aber forsch und auf Augenhöhe. So stand nach der Partie nicht mehr der Leipziger Gigantismus, sondern die eigene Leistung im Vordergrund. "Wir haben gegen das Top-Team der Liga sehr beeindruckend gespielt. Uns ist es gelungen, bei den Leipzigern  Schwächen aufzuzeigen", erklärte Ruthenbeck.

Handschrift von Ruthenbeck schon klar erkennbar

Mit vier Punkten ist die Spielvereinigung gut in die neue Spielzeit gestartet. Gegen Relegationsverlierer Karlsruhe und Top-Aspirant Leipzig zeigte die Elf zudem zwei starke Auftritte, die Handschrift vom neu verpflichteten Ruthenbeck ist bereits klar erkenntlich. "Unsere Taktik ist gut aufgegangen. Die Qualität des Leipziger Teams zu verteidigen, ist alles andere als einfach", erklärte der Trainer.

Kapitän Röcker zeigte sich beeindruckt, "dass man gerade in Leipzig so viele Chancen erspielt hatte. Ich ziehe den Hut vor der Leistung unserer Mannschaft." Nach den Toren von Sebastian Freis (12.) und Veton Berisha (40.) hatte insbesonders jener Berisha in der zweiten Halbzeit mehrere Chancen, um das dritte und wohl entscheidende Tor zu erzielen. Millionen-Neuzugang Davie Selke (14.) und Emil Forsberg (74.) hatten mit ihren Treffern für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick ausgeglichen.

Um den guten Saisonstart zu bestätigen, wollen die Fürther nun am Samstag (15.30 Uhr) im Pokal nachlegen. Dort trifft man pikanterweise auf Erzgebirge Aue, für die das Abstiegsfinale im Mai nicht so glücklich endete wie für die Fürther. Die Sachsen spielen nun in der 3. Liga und genießen daher Heimrecht. Doch mit der Rolle als Gast scheinen die Fürther keine Probleme zu haben, wie sie am Montag in Leipzig eindrucksvoll untermauerten.
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