Großhabersdorf

Fürther Bäcker umgeht mit Kassenbon-Krapfen die lästige Bonpflicht

Mit Kassenbon-Krapfen protestiert ein Fürther Bäcker gegen die neue Bonpflicht. In einem Gespräch mit inFranken.de verrät er, was er mit der Idee erreichen möchte.
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Die Kassenbon-Krapfen sind derzeit in der Fürther Bäckerei und Konditorei Streicher der totale Renner. Foto: Roland Streicher/Facebook
Die Kassenbon-Krapfen sind derzeit in der Fürther Bäckerei und Konditorei Streicher der totale Renner. Foto: Roland Streicher/Facebook

Fürther Bäcker protestiert mit Kassenbon-Krapfen gegen Bonpflicht: Seit Anfang des Jahres müssen unter anderem Bäckereien für jeden Einkauf - und sei es nur eine Semmel - einen Kassenbon aushändigen. Der Ärger über das neue Gesetz ist groß, auch bei Bäcker Roland Streicher, der Besitzer der Bäckerei und Konditorei Streicher in Großhabersdorf im Landkreis Fürth ist.

Doch der Bäcker fand eine Möglichkeit, seinem Ärger kreativ Luft zu machen: Seit vergangener Woche (25. Januar 2020) gibt es in seiner Bäckerei einen ganz besonderen Krapfen: den Kassenbon-Krapfen. "Essbar, und kein Sondermüll", erklärt Bäcker und Konditor Roland Streicher gegenüber inFranken.de. Die Kassenzettel macht Streicher mit Hilfe eines Lebensmitteldruckers selbst. Er sieht genauso aus wie ein Kassenzettel, den man nach einem Einkauf in der Bäckerei Streicher bekommt, nur "locker, lecker, umweltfreundlich", wie die essbare Quittung verspricht.

Fürther Bäckerei: kein Verständnis für Bonpflicht

"Für jede Semmel einen Kassenbon zu drucken, das hat mich geärgert. Unsere Kassen sind ohnehin nicht manipulierbar", erklärt Streicher. "Mit den Krapfen halte ich der Politik den Spiegel vor, um zu zeigen, was für Quatsch sie manchmal produziert".

Trotzdem hat Streicher einen Grund, sich zu freuen: Seine Kassenbon-Krapfen sind unter seinen Kunden der totale Hit. Wurden vergangene Woche noch 15 Kassenbon-Krapfen verkauft, so sind es am Donnerstag (30.01.2020) 150 Stück.

Der Arbeitsaufwand sei jedoch dreimal so hoch wie bei einem normalen Krapfen, "da freut es umso mehr, wenn die Kunden ihn gut aufnehmen", und das, obwohl die Leckerei 40 Cent teurer als andere Krapfen über die Ladentheke geht.

In Oberbayern gibt es mittlerweile auch Kassenbon-Krapfen. Sie erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.

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