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Fürth
Epidemie

Coronavirus in Fürth: Vier Tote in Stadt und Landkreis

Die Stadt Fürth muss ihren ersten Corona-Toten vermelden. Bei ihm handelt es sich um einen Bewohner eines Pflegeheims. Alle Informationen im Coronavirus-Liveticker von inFranken.de.
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So wie in ganz Deutschland steigt auch in der Region Fürth die Zahl der Infizierten mit dem gefährlichen Lungenvirus. Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle erfahren Sie in unserer Karte - inklusive Stand der Aktualisierung.

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 31.03.2020, 11.24 Uhr: Coronavirus fordert erstes Todesopfer in Stadt Fürth

In der Stadt Fürth gibt es den ersten Coronavirus-Toten, bestätigt Sprecher Willi Ebersberger inFranken.de. Der Senior (Jahrgang: 1938) hatte im Fritz-Rupprecht-Heim der Arbeiterwohlfahrt in Fürth-Burgfarrnbach gelebt und starb am Samstag im Fürther Klinikum. Mit rund 200 Plätzen sei das Fritz-Rupprecht-Heim das größte Seniorenheim der Stadt Fürth, so Ebersberger.

Bis Montag wurden 18 weitere Bewohner sowie ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. Sie wurden isoliert. Nach aktuellen Informationen des Sprechers gehe es ihnen gesundheitlich gut.

Im Städtischen Altenpflegeheim in der Stiftungsstraße gibt es einen weiteren Corona-Fall. Auch hier wurde ein Bewohner infiziert, er befindet sich in Quarantäne.

Im Raum Fürth gibt es bis Dienstag (31.03.2020) insgesamt vier Corona-Tote. Im Landkreis Fürth starben bisher drei Menschen an den Folgen einer Infektionion, in Pflegeheimen im Kreis sind ebenfalls Bewohner an Covid-19 erkrankt (siehe unten).

Update vom 30.03.2020, 16.29 Uhr: Coronavirus-Test in Fürth - Station geht heute in Betrieb

Drive-in-Station startet am Montag (30.03.2020): Die Stadt Fürth und der Landkreis Fürth haben gemeinsam für die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) eine Drive-in-Teststation für potenziell Covid-19-Infizierte eingerichtet. Sie befindet sich auf dem ehemaligen Höffner-Gelände. Am Montag, 30. März, um 14 Uhr geht sie in Betrieb.

Die Drive-in-Teststation ist ausschließlich für Personen aus der Stadt und dem Landkreis vorgesehen. Vorher müssen Patienten vom Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB (Telefon 116 117) eine Bestätigung zur Abstrich-Entnahme bekommen haben.

Update vom 30.03.2020, 13.51 Uhr: Klinikum Fürth sorgt für Corona-Ernstfall vor

Die Mitarbeiter des Fürther Klinikums geben regelmäßig Informationen zur aktuellen Covid-19-Lage im Krankenhaus auf Facebook bekannt. Auch die getroffenen Maßnahmen werden dort vorgestellt – unter anderem soll die intensivmedizinische Kapazität verdoppelt werden.

Manfred Wagner, medizinischer Direktor am Klinikum Fürth und Leiter des Krisenstabs, stellt in kurzen Videobotschaften verschiedene Maßnahmen vor, die im Krankenhaus aufgrund des Coronavirus geschaffen wurden und werden. So wurde zum Beispiel ein Notfalleingang eingerichtet. Außerdem wurden mehrere Container angeliefert, um die Versorgungsstrukturen zu gewährleisten. Geplant sind zwei Zentren: Ein Sichtungszentrum, um die Entscheidung zu treffen, ob Patienten stationär oder ambulant behandelt werden müssen und ein Ambulantes Behandlungszentrum, in das letztere dann geschickt werden sollen. Die Versorgungsleitungen dafür hat das Technische Hilfswerk gelegt.

Doch nicht nur an materiellen Strukturen wird gearbeitet, auch die Mitarbeiter werden geschult. Mithilfe von Dummies lernen die Pflegekräfte den Umgang mit Covid-19-Patienten. Neben mehr Beatmungsgeräten ist gut ausgebildetes Personal für gesteigerte Kapazitäten notwendig. Insgesamt sollen die Intensivplätze für Infizierte von 32 auf über 60 Betten erweitert werden. „Wir bereiten uns derzeit auf eine Verdoppelung der Intensivkapazitäten vor und geben alles dafür, um Sie im Ernstfall bestmöglich zu versorgen“, schreibt das Klinikum auf Facebook. Dass die Fallzahlen auch in Fürth spürbar ansteigen, merke das Klinikum schon jetzt, so Manfred Wagner. Deswegen werde weiter an Strukturen gearbeitet, viele seien bereits jetzt geschaffen.

Der erst kürzlich wieder ins Amt gewählt OB Dr. Thomas Jung wandte sich indes per Videobotschaft an die Pflegekräfte und Ärzte im Klinikum Fürth. Er meldete im Namen der Stadträte und bedankte sich für die „großartige, aufopferungsvolle Arbeit“.

Update vom 28.03.2020, 07.45 Uhr: Erste Corona-Tote in der Region

Im Landkreis Fürth sind zwei am Coronavirus erkrankte Frauen gestorben. Laut Informationen des Landkreises handelt es sich um eine 79-Jährige und eine 86-Jährige. Beide litten an Vorerkrankungen, hieß es. Im Landkreis stieg die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 65. Mit den 44 Fällen aus der Stadt Fürth sind nun mehr als 100 Fälle in der Region bekannt. 

Update vom 25.03.2020, 14.53 Uhr: Pflegeheim im Landkreis Fürth - Bewohner und Mitarbeiter mit Coronavirus erkrankt

Erstmals wurden in zwei Pflegeheimen im Landkreis Fürth Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet, teilt das Landratsamt am Mittwoch (25.03.2020) mit. Betroffen sind Einrichtungen in Roßtal und Langenzenn.

In Roßtal sind mehrere Pfleger und Patienten erkrankt. Vier Bewohner aus der Roßtaler Einrichtung wurden mittlerweile ins Klinikum gebracht. In Langenzenn wurde ein Bewohner positiv getestet.

In den betroffenen Pflegeheimen werden aktuell Maßnahmen durchgeführt, um die Bewohner und Mitarbeiter zu schützen. Weitere Patienten wurden auf das Coronavirus getestet. Derzeit gibt es im Landkreis Fürth 22 bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25.03.2020). In Würzburg sind bereits zehn Bewohner aus einem Seniorenheim an Covid-19 verstorben.

Update vom 23.03.2020, 10.45 Uhr: Zahl der Fälle - Hinweis zu Aktualisierungen

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen aktualisieren wir die Fallzahlen nicht mehr mehrmals am Tag. Daher kann es vorkommen, dass die letzten Zahlen von Angaben an anderer Stelle abweichen. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier in unserer Frankenkarte.

In Stadt und Landkreis Fürth schwanken die Zahlen je nach Behörde: Während das Landesamt für Gesundheit weiterhin von 40 Infizierten spricht, sind laut Robert-Koch-Institut 43 Menschen infiziert.

Sollte es besondere Entwicklungen geben wie etwa Maßnahmen, die speziell den Landkreis betreffen oder andere Informationen, die über das Vermelden von Fallzahlen hinausgehen, aktualisieren wir den Artikel. 

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 18.03.2020, 14.00 Uhr: Coronavirus in Fürth

Über die Entwicklung in Deutschland und weltweit klären wir in unserem Live-Ticker zum Coronavirus auf. 

Die inFranken.de-Redaktion aktualisiert diesen Artikel nicht täglich. Sobald es Neuigkeiten zum Coronavirus gibt, erfahren Sie es hier oder im News-Ticker.

Update vom 15.03.2020, 17.42 Uhr: Überblick über die Lage in Fürth

Am Sonntag spricht das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit von insgesamt 11 Fällen von Covid-19 im Landkreis und der Stadt Fürth. Die Stadt Fürth hatte am Freitag noch von sieben Fällen gesprochen.

 

Wie auch in anderen Regionen in Bayern, kommt es in Fürth zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Schulen und Kindertagesstätten bleiben geschlossen.

Weitere Einschränkungen sind wahrscheinlich. Am Montag will die Landesregierung weitere Maßnahmen verkünden.

Update vom 13.03.2020, 15.30 Uhr: Sieben Fälle in Fürth - Änderungen im ÖPNV

Die Stadt Fürth spricht mittlerweile von sieben bestätigten Corona-Fällen in Fürth. Außerdem gäbe es einen weiteren Verdachtsfall. Darüber hinaus befinden sich 85 Personen vorsorglich in Quarantäne.

 

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen beziehungsweise einzudämmen, ergreift die infra - wie auch die Erlanger Stadtwerke, die VAG Nürnberg und viele Mitglieder im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) - Schutzmaßnahmen im Stadtverkehr.

Rund 30 000 Kunden sind täglich mit insgesamt rund 80 Bussen in Fürth unterwegs.

Um nun sowohl die Fahrgäste als auch die Beschäftigten zu schützen und den Bus-Betrieb weiterhin wie gewohnt zu gewährleisten, ist der Einstieg nur noch über die hinteren Türen möglich. Auch die erste Sitzplatzreihe direkt hinter dem Fahrer wird abgesperrt. In dieser Zone von etwa eineinhalb Metern darf niemand mehr stehen oder sitzen.

Weiterhin wird der Verkauf von Tickets durch das Fahrpersonal eingestellt. Um den Kontakt zum Fahrer zu vermeiden, werden die Fahrgäste auch gebeten, sich bei Bedarf vor Fahrtantritt über ihre Route zu informieren. Damit gilt auch in Fürth vorerst: Kein Ticketverkauf mehr direkt im Bus und Einstieg nur noch hinten.

Update vom 12.03.2020, 15.00 Uhr: Frühlingsmarkt und verkaufsoffener Sonntag wegen Corona abgesagt

Die Stadt Fürth hat alle Veranstaltungen generell eingeschränkt. Das teilte die Stadt am Donnerstagnachmittag (12.03.2020) mit. Davon betroffen sind auch der Frühlingsmarkt und der verkaufsoffene Sonntag.

In Fürth finden ab Freitag (13.03.2020) keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern statt. Ab 12 Uhr tritt die Verfügung in Kraft. Nur Freiluftveranstaltungen können theoretisch eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Bei Ansammlungen unter 500 Personen rät die Stadt dazu, der Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts zu folgen.

Der Frühlingsmarkt findet am Donnerstag (12.03.2020) noch statt, ab Freitag (13.03.2020) wird er geschlossen. Auch der verkaufsoffene Sonntag, 15.03.2020 wurde abgesagt. Das Stadttheater Fürth kündigte indes an, vorerst keine Aufführungen mehr zu veranstalten.

Update vom 10.03.2020, 15.45 Uhr: Wegen Coronavirus - Geisterspiele im Ronhof

Nachdem der bayerische Landtag am Dienstag bekanntgegeben hat, dass alle Großveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern untersagt sind, findet das Heimspiel der SpVgg Greuther Fürth am Freitag (13. März 2020) gegen den Hamburger Sportverein unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Das gab der Verein auf seiner Homepage bekannt. Demnach sind auch die Heimspiele gegen den VfL Osnabrück und den SV Sandhausen betroffen. Damit soll das sich rasch verbreitende Coronavirus eingedämmt werden.

"Wir wissen, dass sich viele Fans schon auf die Partie gefreut haben", teilte Fürths Geschäftsführer Holger Schwiewagner mit. Tageskarten für die Partien können zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet. Die Geisterspiele treffen die SpVgg wirtschaftlich hart: "Fakt ist, diese Entscheidung trifft uns wirtschaftlich natürlich sehr und wir hoffen, dass unsere Fans und Partner uns in dieser außergewöhnlichen und schweren Phase auch weiterhin zur Seite stehen", erklärt der Geschäftsführer.

Update vom 09.03.2020, 17.00 Uhr: Vier Corona-Fälle in Fürth

Im Stadtgebiet Fürth sind erstmals vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtet die Stadt Fürth in einer Pressemitteilung vom Montagabend. Darüber hinaus seien weitere Verdachtsfälle bekannt geworden, hierzu liefen allerdings noch die Ermittlungen des Gesundheitsamtes Fürth.

"Bei den vier Betroffenen handelt es sich um zwei Schüler der Leopold-Ullstein-Realschule und deren Familienangehörige. Das Gesundheitsamt Fürth hat nun eine sofortige Schulschließung bis einschließlich Sonntag, 22. März, veranlasst. Die betroffenen Personen sind Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet. Zwar weisen die Infizierten bislang nur geringe Krankheitsanzeichen auf, doch befinden sie sich derzeit bereits in Quarantäne."

Das Gesundheitsamt ermittele nun mit Hochdruck die eventuellen Kontaktpersonen, um diese direkt zu kontaktieren und die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Aufgrund weiterer Verdachtsfälle wurden an einigen Schulen vorsorgliche Maßnahmen getroffen und einige Klassen geschlossen. Es gibt aber noch keine konkret bestätigten Fälle.

Ursprüngliche Meldung: So bereitet Fürth sich auf das Coronavirus vor

Auch wenn in Fürth bislang keine Verdachtsfälle beziehungsweise Erkrankungen an dem Coronavirus festgestellt worden sind, trifft die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Gesundheitsamt gleichwohl Vorbereitungen für einen eventuellen Ausbruch der Krankheit. Dies teilte die Stadt Fürth am Freitag (28. Februar 2020) auf ihrer Webseite mit.

Coronavirus in Fürth: Stadt trifft Vorbereitungen

Zu den Maßnahmen gehöre etwa "die Bildung einer Koordinierungsgruppe, die im engen Austausch mit den verschiedenen Behörden von Land und Bund steht und die Lage täglich neu bewertet", heißt es von offizieller Seite. Die Koordination der Maßnahmen und Pläne liege auch für das Gebiet der Kleeblattstadt beim Gesundheitsamt, das beim Landratsamt Fürth angesiedelt sei. Sollten Verdachts- oder Krankheitsfälle auftreten, seien bereits Vorbereitungen getroffen, so die Stadt.

Wer glaube, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, solle sich an die Kassenärztliche Vereinigung (KVB) unter der Telefonnummer 116 117 wenden.

Gesundheitsamt richtet Info-Telefon ein

Für weitere Fragen hat das Gesundheitsamt der Stadt und des Landkreises Fürth seit Montag (2. März 2020) unter der Rufnummer 0911/9773-3039 ein Informationstelefon eingerichtet. Sprechzeiten sind von Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 16 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 17 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12.30 Uhr.

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