Fürth
Polizeibilanz

Fanmärsche, Rauchtöpfe und Tierblut-Anschlag: Das Frankenderby aus Sicht der Polizei

Nachdem es im Vorfeld des Frankenderbys zu bedrohlichen Szenen kam, zieht die Polizei im Nachgang eine insgesamt positive Bilanz. Ein mutmaßlicher Anschlag auf das Fanprojekt in Fürth sorgt im Nachgang für Kopfschütteln.
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Rauchtöpfe, Banner und schwarze Kleidung: Die Fans des 1.FCN zogen bedrohlich durch die Fürther Innenstadt zum Frankenderby. Die Polizei zieht nach dem Spiel ein beruhigendes Fazit. Fotos: NEWS5 / Oßwald
Rauchtöpfe, Banner und schwarze Kleidung: Die Fans des 1.FCN zogen bedrohlich durch die Fürther Innenstadt zum Frankenderby. Die Polizei zieht nach dem Spiel ein beruhigendes Fazit. Fotos: NEWS5 / Oßwald
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Vor dem 265. Frankenderby zogen die FCN-Fans gemeinsam zum Fürther Stadion. Trotz der bedrohlichen Szenen im Vorfeld zieht die Polizei eine positive Bilanz.

 

Polizei: Einsatz verlief weitgehend friedlich

"Wir mussten [...] zwar ein paar mal einschreiten - [...] in der Gesamtsicht verlief unser Einsatz beim #Frankenderby aber bisher friedlich", schreibt die Polizei Mittelfranken am Sonntagnachmittag (24.11.2019) auf Facebook. Lediglich einige Rauchpatronen, ein Bengalo und vier Maßnahmen wegen Vermummung und Beleidigung verzeichneten die Beamten.

Polizei gibt Entwarnung: Fanmärsche in Fürth verliefen ohne "polizeilich relevante Zwischenfälle"

"Die beiden Fanmärsche vor dem Spielstart verliefen ruhig", berichtet Michael Petzold, Pressesprecher der Polizei Mittelfranken. "Es gab keine polizeilich relevanten Zwischenfälle". Am Vormittag waren sowohl die Fans aus Fürth als auch die Nürnberger lautstark durch die Innenstadt gezogen. Begleitet wurden die Märsche von der Polizei. Auch Rauchtöpfe wurden gezündet. Eigentlich sind diese nicht erlaubt, die Polizei prüft, inwiefern das Vergehen verfolgt wird.

 

Strikte Fantrennung nach dem Spiel: FCN-Fans müssen länger im Block bleiben

Auch für nach dem Spiel hatte die Polizei eine klare Strategie: strikte Fantrennung. Die Nürnberger Fans mussten länger im Block bleiben. Außerdem stand für Clubfans ein anderer Ausgang zur Verfügung.

Polizei begrüßt Fans: "Wo wir keinen Spaß verstehen, ist wenn es zu Straftaten kommt"

Auf Facebook hatte der Einsatzleiter der Polizei Fürth die Fans mit einem Appell begrüßt:

 

 

Am Fanmarsch zum Ronhofstadion nahmen rund 900 FCN-Fans teil. Auf der Gegenseite waren es circa 400 Teilnehmer.

Fanprojekt mit roter Farbe besudelt - war es Tierblut?

Ein mutmaßlicher Tierblut-Anschlag auf das Fanprojekt Fürth im Verlauf des Sonntags sorgt indes für Kopfschütteln. Unbekannte schütteten mehrere Liter einer roten Flüssigkeit an die Fassade des Fürther Fanprojekts in der Theresienstraße und dessen Vorplatz, berichtet die Polizei. Zeugen werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Fürth unter der Telefonnummer 0911/759050 in Verbindung zu setzen.

Insgesamt könne festgestellt werden, dass das Konzept der strikten Fantrennung zur Verhinderung des Aufeinandertreffens rivalisierender Fan-Gruppen erneut erfolgreich war, erklärt die Polizei. Das Polizeipräsidium Mittelfranken war mit mehreren Hundert Beamten im Einsatz und wurde hierbei durch Einsatzhundertschaften der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt.

 

 

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