Panama-Stadt
Mossack Fonseca

"Panama Papers": Kanzlei-Gründer Mossack wurde in Fürth geboren

Die im Zuge der "Panama Papers" ins Zentrum der Recherchen geratene Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama wurde 1977 von einem gebürtigen Fürther gegründet.
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Ein Ausschnitt der Homepage der Kanzlei Mossack Fonseca.  Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Ein Ausschnitt der Homepage der Kanzlei Mossack Fonseca. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Die Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama bietet die Gründung und Verwaltung von Offshorefirmen an. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen über 500 Mitarbeiter auf der ganzen Welt.

Die Kanzlei ist demnach in Belize, den Niederlanden, Costa Rica, Großbritannien, Malta, Hong Kong, Zypern, den Britischen Jungfern-Inseln, Bahamas, Panama, Anguilla, Seychellen, Samoa und den US-Bundesstaaten Nevada und Wyoming tätig.

Mossack Fonseca bietet zudem Rechtsberatung unter anderem in den Bereichen Finanzen, geistiges Eigentum und öffentliche Ausschreibungen an. Außerdem setzt die Kanzlei Treuhandfonds und private Stiftungen auf und verwaltet sie.


SZ: Mossack 1948 in Fürth geboren

Gegründet wurde die Kanzlei 1977 von dem deutschstämmigen Rechtsanwalt Jürgen Mossack. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wurde Mossack 1948 in Fürth geboren. Die Familie wanderte Anfang der 1960er Jahre nach Panama aus, hier ging Mossack auch zur Schule und studierte Jura.

1986 tat er sich mit dem Panamaer Ramón Fonseca Mora zusammen. Der Anwalt, Schriftsteller und Politiker war bis vor kurzem Berater von Staatschef Juan Carlos Varela. Wegen Ermittlungen gegen Mossack Fonseca in Brasilien lässt er seine Beratertätigkeit derzeit ruhen.


Was sind die "Panama Papers"?

Rund 400 Journalisten haben ein Jahr lang recherchiert und Steueroasen unter die Lupe genommen. Von einem Datenleck historischen Ausmaßes ist die Rede.

Es gebe Informationen über Finanzgeschäfte mithilfe von 215.000 Briefkastenfirmen, berichteten die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR sowie Medien aus rund 80 Staaten am Sonntagabend. Zu den Profiteuren der Offshore-Dienste zählen den Berichten zufolge zwölf frühere und amtierende Staats- und Regierungschefs und 128 weitere Politiker, aber auch internationale Finanzinstitute, darunter deutsche Banken oder ihre Töchter. dpa/ak
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