Fürth
2. Bundesliga

"Mehr als bitter": Fürther 2:3 auf St. Pauli ärgert Ruthenbeck

Eine Woche nach dem Pokal-Aus verliert Fürth auch erstmals ein Punktspiel unter dem neuen Trainer Ruthenbeck. Beim packenden 2:3 auf St. Pauli zeigen die Franken aber eine ansprechende Leistung.
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Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck. Foto: dpa
Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck. Foto: dpa
Trotz großer Moral hat die SpVgg Greuther Fürth in einem rassigen Fußballspiel die erste Saisonniederlage in der 2. Bundesliga hinnehmen müssen. Die Franken verloren am 3. Spieltag beim ungeschlagenen FC St. Pauli mit 2:3 (1:2). Eine Woche nach dem überaus ärgerlichen Pokal-Aus beim Drittligisten Erzgebirge Aue (0:1) war die Niederlage am Sonntag ein weiterer Ergebnis-Rückschlag beim Neubeginn unter Trainer Stefan Ruthenbeck. "Ich bin heute kein guter Verlierer", kommentierte Ruthenback nach aufregenden 90 Minuten.

Der Fürther Coach nannte die Niederlage "mehr als bitter". Er bescheinigte seiner Mannschaft ein "sehr gutes Spiel". Allerdings konnten die Angreifer Sebastian Freis (42. Minute) und Robert Zulj (79.) mit ihren Treffern lediglich zweimal für die Gäste verkürzen. Für St. Pauli waren unter dem Jubel der Fans Mittelfeldantreiber Marc Rzatkowski (19./74.) sowie Marcel Halstenberg (34.) erfolgreich.


Die 28 424 Zuschauer am Millerntor sahen eine Partie, die neben den fünf Toren über 90 Minuten hohes Tempo und viele packende Aktionen bot. Schon nach 18 Sekunden hätten die Fürther beinahe geführt. Eine scharfe Rückgabe von Teamkollege Philipp Ziereis musste Pauli-Torwart Robin Himmelmann von der Linie schlagen. Die Gäste waren gut im Spiel, aber in die Spitze agierten sie nicht zwingend. St. Pauli war besonders gefährlich nach Balleroberungen. Dann spielten sie flott nach vorne wie beim 1:0 von Rzatkowski, der eine feine Aktion über die linke Seite im Strafraum erfolgreich abschließen konnte.

Auch das zweite Tor fiel über Fürths rechte Abwehrseite. Halstenberg schlenzte den Ball nach einem Haken mit dem rechten Fuß ins lange Eck. Freis brachte mit einem Kopfball nach Flanke von Stefan Thesker, der für den verletzten Niko Gießelmann eingewechselt worden war, kurz vor der Pause zurück ins Spiel.

Die Partie blieb rassig - und wurde in der 74. Minute entschieden. Zulj traf für Fürth per Kopf, stand aber knapp abseits. Im direkten Gegenzug erhöhte Rzatkowski auf 3:1. Zulj sorgte mit seinem Flachshuss noch einmal für Spannung, aber auch der eingewechselte Domi Kumbela konnte bei seiner Punktspiel-Premiere für Fürth mit einem Kopfball in der 89. Minute nicht mehr das 3:3 erzwingen.
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