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Fürth
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Freistaat hilft Fürth beim der Betreuung von Asylbewerbern

Ein Dach über dem Kopf haben die rund 300 Flüchtlinge im ehemaligen Höffner-Möbelhaus in Fürth inzwischen. Nun sollen die Menschen auch eine angemessene Sozialbetreuung bekommen.
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Symbolbild Asyl Foto: Matthias Hoch
Symbolbild Asyl Foto: Matthias Hoch
Ein Dach über dem Kopf haben die rund 300 Flüchtlinge im ehemaligen Höffner-Möbelhaus in Fürth inzwischen. Nun sollen die Menschen auch eine angemessene Sozialbetreuung bekommen. "Ich habe heute die mündliche Zusage aus München erhalten, dass der Freistaat die Kosten für drei Sozialpädagogen übernehmen wird, die sich um die neuen Flüchtlinge in dem ehemaligen Möbelhaus kümmern sollen", bestätigte die Sozialreferentin der Stadt Fürth, Elisabeth Reichert (SPD), am Montag auf Anfrage.

Der Freistaat Bayern fördert die Asylsozialberatung, die in Bayern von den Wohlfahrtsverbänden durchgeführt wird, seit deren Einführung in den 90er-Jahren als freiwillige Leistung. Angesichts des starken Anstiegs der Asylbewerberzahlen wurden die Fördersummen aus dem Sozialministerium in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht.
Betrug die Förderung im Jahr 2011 noch knapp 1,5 Millionen Euro, wurde sie 2012 auf fast 2,7 Millionen Euro pro Jahr nahezu verdoppelt. Ein Jahr später stiegen die Ausgaben für die Asylsozialberatung bereits auf deutlich über drei Millionen Euro. In diesem Jahr stehen für die Asylsozialberatung sogar über fünf Millionen Euro zur Verfügung. "Für die kommenden zwei Jahre ist jeweils eine Erhöhung um zwei Millionen Euro pro Jahr im Haushalt eingeplant", teilte eine Sprecherin von Sozialministerin Emilia Müller (CSU) kürzlich mit.

Stadt bittet um Spenden

Indes kritisiert die Fürther Sozialreferentin, dass der Freistaat nur die pauschalen und nicht die tatsächlichen Kosten der Asylsozialberatung übernimmt. Kommunen, die besonders viele Flüchtlinge aufgenommen hätten, müssten bereits den höheren Verwaltungsaufwand zum Beispiel bei der Abrechnung der Krankenscheine der Flüchtlinge finanzieren, erläutert die SPD-Politikerin. Um die Flüchtlingsarbeit bezahlen zu können, bittet die Stadt Fürth derzeit die Bevölkerung und Firmen vor Ort um Spenden.

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