Fürth
Spatenstich

Erweiterungsbau für Jüdisches Museum Franken in Fürth

Für den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken in Fürth ist am Freitag das Startsignal gefallen. Das Haus wird mit dem Anbau um eine Fläche von etwa 900 Quadratmetern vergrößert und die Gesamtfläche des Museums somit verdoppelt.
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Ein Modell der ehemaligen Fürther Hauptsynagoge ist am 06.05.2015 im Jüdischen Museum Franken in Nürnberg (Bayern) zu sehen. Das Haus machte Anfangs hohe Verluste, die Besucherzahlen waren niedrig. Nun stehen die Zeichen aber auf Expansion: Das Fürther Museum bekommt einen rund 900 Quadratmeter großen Anbau und eine neue Außenstelle. Foto: Daniel Karmann/dpa
Ein Modell der ehemaligen Fürther Hauptsynagoge ist am 06.05.2015 im Jüdischen Museum Franken in Nürnberg (Bayern) zu sehen. Das Haus machte Anfangs hohe Verluste, die Besucherzahlen waren niedrig. Nun stehen die Zeichen aber auf Expansion: Das Fürther Museum bekommt einen rund 900 Quadratmeter großen Anbau und eine neue Außenstelle. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Bau soll 5,6 Millionen Euro kosten; 3,4 Millionen davon kommen aus einem Städtebauförderprogramm des Freistaats. In dem Neubau entstehen unter anderem Räume für Sonderausstellungen über die Geschichte der Juden in Deutschland sowie eine Bibliothek.

"Das Jüdische Museum ist ein wichtiges Zentrum der Begegnung, der Kommunikation und des Lernens über die jüdische Kultur, ihre Vernichtung und ihren Neubeginn in den Nachkriegsjahren", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beim ersten Spatenstich. Das Wissen um die jüdische Religion, Kultur und Geschichte sei eine wesentliche Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben.

Neben Berlin, Frankfurt und München sei das Jüdische Museum Franken eines der wichtigsten Museen für jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland und mit seiner umfassenden Sammlung in Bayern einzigartig.
Die Standorte in Schnaittach und Fürth sind in einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus und einer früheren Synagoge untergebracht. Im Juni ist zudem die Eröffnung einer Außenstelle in Schwabach geplant. Der geplante kubistische Erweiterungsbau in Fürth werde einen großen Kontrast zu dem dreigeschossigen Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert bilden, lasse den historischen Altbau aber fast unangetastet. 10.000 Besucher zählt das Museum pro Jahr.
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