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Franken
Wetterprognose

Wintereinbruch: Heute starker Schneefall in Franken - Schneebruch droht in den Wäldern

Der "Deutsche Wetterdienst" warnt vor einem Wintereinbruch in Deutschland - auch in Franken. Wetterexperte Stefan Ochs prognostiziert starken Schneefall ab Donnerstagabend und Schneebruch in den Wäldern.
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Zum Ende des meteorologischen Winters könnte es nochmals ungemütlich in der Region werden: Der "Deutsche Wetterdienst" warnt. Auch in Franken kann es zu staken Schneefällen und Schneebruch in den Wäldern kommen. Symbolfoto: Adobe Stock
Zum Ende des meteorologischen Winters könnte es nochmals ungemütlich in der Region werden: Der "Deutsche Wetterdienst" warnt. Auch in Franken kann es zu staken Schneefällen und Schneebruch in den Wäldern kommen. Symbolfoto: Adobe Stock

Update am 27.02.2020, 6 Uhr: Wintereinbruch mit starkem Schneefall in Franken

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem Wintereinbruch in Deutschland, und auch Franken bleibt nicht verschont. Der Wetterexperte Stefan Ochs aus Herzogenaurach sagt für Donnerstagabend starken Schneefall voraus und warnt aufgrund der Nässe und Schwere des Schnees vor Schneebruch in den fränkischen Wäldern. "Am Donnerstagabend zieht ein Tief mit seinem Kern über Franken nach Osten", so der "Wetterochs". Gegen 23 Uhr erreiche das Tief Nürnberg. "Es bringt uns ab dem späteren Nachmittag Niederschläge, die von Regen in Schnee übergehen. Am Donnerstagabend schneit es stark, überall bildet sich eine Schneedecke." Die Temperaturen lägen tagsüber bei +5 Grad, abends um 0 Grad. Der schwache bis mäßige Wind drehe von Südost auf Südwest.

Der Wetterexperte warnt: "Durch das große Gewicht des nassen Schnees (10-20 Liter Wasseräquivalent pro Quadratmeter) ist am Donnerstagabend in den Wäldern mit Schneebruch zu rechnen."

In der Nacht zum Freitag klängen die Niederschläge ab, erklärt Stefan Ochs. Südlich von Nürnberg, am Südwestrand des Tiefs, seien Sturmböen Beaufort 9 möglich. Die Temperaturen stiegen auf +1 Grad. "Am Freitag ist es wechselnd bewölkt. Einzelne Schneeschauer treten vor allem in der Fränkischen Schweiz auf. Die Temperaturen liegen im Regnitztal bei +4 und auf den Höhen des Jura bei +2 Grad."

In der Nacht zum Samstag überquere eine Warmfront mit zeitweiligen Regenfällen Franken. "Nachfolgen ist es am Samstag und am Sonntag wechselnd bis stark bewölkt mit gelegentlichem Regen", so der Wetterexperte. "Die Temperaturen steigen auf 10 Grad. Der Südwestwind ist zeitweise mäßig und in Böen stark bis stürmisch. Das mal milde, mal nasskalte Westwetter hält auch in der nächsten Woche an."

Update am 26.02.2020: Kommt der Winter doch noch nach Deutschland?

Die letzten Tage des Winters sind angezählt: Am kommenden Sonntag (1. März 2020) ist offizieller Frühlingsanfang. Nach den bisherigen Temperaturen hätte niemand mehr damit gerechnet, dass es diesen Winter noch einmal schneien würde, doch die Natur belehrt uns eines besseren.

Via Twitter teilte der Wetterdienst des ehemaligen ARD-Wetterexperte Jörg Kachelmann mit, dass es in der Nacht zum Mittwoch (26. Februar 2020) in Deutschland zu starkem Schneefall gekommen ist.

Dem Wetterexperten zufolge stünde im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid der Schnee bis zu sieben Zentimeter hoch. In anderen Bereichen von NRW seine sogar neun Zentimeter Schnee gefallen.

Und es soll so weiter gehen: Meteorologe Dominik Jung erklärt auf dem Wetterportal wetter.net, dass man in großen Teilen Deutschlands mit einer "Schneewalze" rechnen müsse. Das heran ziehende Sturmtief "Bianca" sorge selbst in tieferen Lagen für heftige Schneefälle, Schneeregen und Stürme. Betroffen seien vor allem folgende Bundesländer:

  • Saarland
  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Rheinland-Pfalz
  • Bayern

Auch der "Deutsche Wetterdienst (DWD)" bestätigt diese Prognose und bestätigt Schneeschauer in der Nacht zum Donnerstag (27. Februar 2020). Bis in tiefe Lagen sei Glätte möglich. Oberhalb von 300 bis 400 Metern gibt es bis zu drei Zentimeter Neuschnee, im Bergland und am Alpenrand sind sogar bis zu zehn Zentimeter zu erwarten.

Erstmeldung, 25.02.2020

Kurz vor Ende des meteorologischen Winters zeigt sich das Wetter in der letzten Februarwoche von seiner rauen und kühlen Seite: Auch in den tiefen Lagen kann es nach Angaben des "Deutschen Wetterdienstes (DWD)" schon mal schneien.

Von einer weißen Pracht im Tiefland könne aber trotzdem keine Rede sein: "Ein richtig winterliches Feeling wird sich aber eher in den Mittelgebirgen und den Alpen einstellen", warnte die "DWD"-Meteorologin vor allzu hohen Schnee-Erwartungen.

DWD warnt vor Wintergewittern

Am Aschermittwoch herrscht nach "DWD"-Angaben fast überall in Deutschland windiges Schauerwetter. Vor allem in der Mitte und im Süden kommen die Niederschläge nicht als Regen, sondern in Form von Graupel, Schneeregen oder Schnee. Auch mit einzelnen Wintergewittern muss gerechnet werden. Dabei herrschen nasskalte ein bis sieben Grad.

Am Donnerstag zieht ein neues Sturmtief über Deutschland hinweg. Außer einem Sturm in Süddeutschland sind auch teils kräftige Schneefälle möglich - über den genauen Verlauf konnten aber am Dienstag noch keine Angaben gemacht werden. Trockener wird es erst wieder am Freitag, dann sind stellenweise sonnige Abschnitte möglich. Allerdings kündigt sich laut "DWD" bereits zum Wochenende wieder wechselhafteres und windiges bis stürmisches Wetter an. Alle aktuellen Unwetterwarnungen für Franken finden Sie im Unwetter-Ticker von inFranken.de.

"Horrorwinter" 2020: "Vorhersage des Grauens" bewahrheitet sich

Der Winter 2019/2020 ist eine Kopie des Winters 1988/1989: Auch damals war der Winter extrem mild. Zahlreiche Wetter-Experten bezeichneten den derzeitigen "Winter" teilweise aus "Horrorwinter" oder "Rekordwinter". Zu den aktuellen Warnungen des "DWD" passt eine Einschätzung des fränkischen Meteorologen Stefan Ochs: "Damals gab es dann Mitte Februar eine nasskalte Phase, in der sich lokal auch mal eine Schneedecke bilden konnte."

tu/dpa

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