Franken
Wettervorhersage

Wetter an den Eisheiligen 2019: Frost oder Frühling in Franken?

Die Eisheiligen sind da und das heißt normalerweise noch einmal Kälte mitten im Mai. In diesem Jahr war es schon vorher frostig in Franken. Hält die Kälte an? Die Wetterprognose.
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Das Wetter in Franken ist kühl regnerisch. Der Wetterochs sagt für Franken weiterhin graues Mai-Wetter voraus. Symbolfoto: unsplash.com/bolijojo
Das Wetter in Franken ist kühl regnerisch. Der Wetterochs sagt für Franken weiterhin graues Mai-Wetter voraus. Symbolfoto: unsplash.com/bolijojo

Das Wetter am Muttertags-Wochenende war nass und kalt. Polare Kaltluft machte Tage und Nächte kühl. Nach einem stürmischen und verregneten Samstag klarte es am Sonntag vielerorts wieder auf, warm war es aber nicht.

Mit den Eisheiligen, die am 11.5., also am Samstag, begonnen haben, erwartet man traditionellerweise Frost und Kälte im Mai. Doch in diesem Jahr kommt es nicht ganz so schlimm:

Der Herzogenauracher Wetterexperte Stefan Ochs teilt in seiner Prognose mit, dass am Montag kühle und trockene Luft auf uns zukommt. Maximal werden 14 Grad erreicht. Auch werden die Nächte auf Montag und Dienstag mit bis zu -2 Grad frostig und kalt.

Von Dienstag bis Donnerstag gleitet dann in höheren Luftschichten von Osten her feuchtwarme Schwarzmeerluft auf unsere Kaltluft. Dadurch entstehen Wolkenfelder, die auch Regenfälle bringen können. Die Höchsttemperaturen liegen bei 11 bis 15 Grad. Zunächst gibt es weiterhin starke Böen aus Nordost. Erst am Donnerstag lässt der Wind nach.

Am nächsten Wochenende soll dann die wärmere und feuchtere Schwarzmeerluft unser Wetter bestimmen. Es ist heiter bis wolkig mit nachmittäglichen Schauern und Gewittern. Die Höchsttemperaturen steigen auf 24 Grad. Der Wind ist nur noch schwach.

Wetteranomalie: Warum ist es gerade so kühl

Erstaunliches offenbart laut Ochs der Blick auf die Anomalien der Meerestemperaturen. Quer über den Nordatlantik und fast im gesamten Mittelmeer herrschen negative Temperaturanomalien. Und nicht nur über dem Meer, auch über Land herrscht ein ungewohntes Bild.

Über Nordamerika und Europa gibt es deutliche negative Temperaturabweichungen. Und die sonst häufig so kräftigen positiven Abweichungen treten nur blass in Erscheinung. Es ist nicht nur in Deutschland, sondern tatsächlich allgemein kälter geworden. Laut Ochs könnte dies mit Luftbewegungen über der Arktis zu tun haben: Während kalte Luft sich über der Nordhalbkugel verteilte, habe sich die warme Luft in Bodennähe abgekühlt: Letztlich sei die verschollene Wärme also in das Schmelzen des arktischen Eises gewandert.

rowa/ry/mit dpa



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