Nürnberg
Orkanböen

Die Folgen von Sturmtief "Eberhard": die Schadensbilanz für Franken

Sturmtief "Eberhard" wütete am Sonntag über Bayern und der Region. Schäden verursachten Behinderungen im Zug- und Straßenverkehr. Die Rettungskräfte in Franken waren im Dauereinsatz. Jetzt gibt es eine Zwischenbilanz der Schäden.
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In Franken gibt es erste Sturmschäden - wie hier in Nürnberg.Foto: News5/Friedrich
In Franken gibt es erste Sturmschäden - wie hier in Nürnberg.Foto: News5/Friedrich
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Der Deutsche Wetterdienst warnte bereits das ganze Wochenende vor Sturmtief "Eberhard". Am Sonntag (10.3.2019) erreichten die Orkanböen ihren Höhepunkt. Auch am Montag sorgt der Sturm für Probleme: Alle News zu den Unwettern finden Sie in unserem Sturmticker.

Update 11.03.2019, 15.44 Uhr: Zahlreiche Einsätze im Raum Schweinfurt

Die Polizei Schweinfurt berichtete über zahlreiche Einsätze wegen Sturm "Eberhard". Wegen umfallenden Mülltonne, herabstürzenden ziegeln und abgerissenen Ästen entstanden im Stadtgebiet Schäden von mehreren tausend Euro. Auch im Landkreis gab es einige Schäden: So riss der Sturm einen Pkw-Anhänger aus der Halterung - und das während der Fahrt. Der Schaden war erheblich, der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

Update vom 11.03.2019, 13:32 Uhr: Schäden in ganz Franken

Sturmschäden in Mittelfranken: Am Sonntagabend gegen 19.00 Uhr befuhr eine 34-Jährige mit ihrem Pkw die Kreisstraße von Heppstädt in Richtung Hemhofen in Mittelfranken. Aufgrund des Sturmes war dort ein Baum entwurzelt worden und lag quer über der Fahrbahn auf Frontscheibenhöhe.

Der Baum war kaum zu erkennen, weshalb die Fahrerin ihren Pkw nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte und gegen das Hindernis stieß. An ihrem VW Golf entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 7.500 Euro. Die Fahrerin wurde nicht verletzt.

Wind weht Bauzäune, Schilder und Dixi-Toiletten auf die Straße

Am alten Bahnhof in Adelsdorf wehte der Wind ein Baustellenverkehrszeichen auf ein geparktes Auto. Dadurch entstand ein Schaden von circa 600 Euro.

In Höchstadt wurden Bauzäune und eine Dixi-Toilette auf die Straße geweht, so dass diese wieder aufgerichtet werden mussten. In der Görlitzer Straße in Höchstadt lösten die Sturmböen große Styroporplatten von einer Hauswand ab und wehten sie auf die Straße. Polizisten räumten die Platten beiseite.

In Dinkelsbühl rückte die Polizei mehr als zehnmal aus. Bei einem Einsatz riss der Wind einem Auto-Fahrer beim Einsteigen die Fahrertüre aus der Hand. Sie prallte gegen ein anderes Auto. Eine ähnliche Situation passierte einem Autofahrer im Schopflocher Ortsteil Lehengütingen.

Häufigster Einsatzgrund waren jedoch entwurzelte oder gebrochene Bäume, die quer über der Straße lagen. Der letzte Einsatz dieser Art war am Montagmorgen gegen 00:18 Uhr, als erneut ein Baum zwischen den Dürrwanger Ortsteilen Flinsberg und Sulzach die Straße blockierte.

Gefeit vor dem Sturm waren nicht einmal die Rettungskräfte: Die Freiwillige Feuerwehr Dechsendorf war selbst durch einen Sturmschaden betroffen.

Sturm "Eberhard": Fichte auf dem Gerätehaus der Feuerwehr

Eine große Fichte war auf der Rückseite des Gerätehauses umgestürzt und auf dem Dach der Fahrzeughalle zum Liegen gekommen. Die Torausfahrten blieben unversehrt und es ging keine Gefahr von dem Baum aus, so dass die Dechsendorfer Feuerwehr weiter ausrücken konnte

Mehrere Verkehrsunfälle durch starken Wind

Zwischen Münchsteinach und Gutenstetten erfassten Windböen das Auto einer 24-Jährigen. Das Auto geriet infolgedessen ins Schleudern. Beim Gegenlenken kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und prallte in den Straßengraben. Von dort wurde es schließlich auf die Fahrbahn zurück geschleudert, wo es letztlich zum Stehen kam. Die 24-Jährige blieb unverletzt. An

ihrem Pkw entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Polizei beziffert den Zeitwert wird mit rund 2000 Euro.

Ähnliches widerfuhr einem 50-Jährigem Mann am Sonntagnachmittag gegen 14:15 Uhr. Er befuhr mit einem Auto und Anhänger die Strecke zwischen Wilhermsdorf und Neuhof an der Zenn, als ihn starker Seitenwind erfasste. Daraufhin geriet das Gespann ins Schleudern und schlingerte auf die Gegenfahrbahn.

Dort kollidierte es mit einem entgegen kommendem Auto, das ein 66-Jähriger steuerte. Dessen Fahrzeug kam daraufhin von der Fahrbahn ab und rutschte eine Böschung hinab. Der Anhänger des Unfallverursachers kippte durch den Zusammenprall um, und verlor die Ladung - bestehend aus Pflanzen und Blumenerde.

Wagen kam im Graben zum Stehen

Der Wagen kam im Straßengraben zum Stehen. Die insgesamt vier Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen dürfte sich nach

Einschätzung der Polizei auf insgesamt rund 21.500 Euro belaufen. Einsatzkräfte der Freiwilligen

Feuerwehr aus Neuhof an der Zenn, unterstützen die Ordnungshüter bei der Absicherung der Unfallstelle und den anschließend Aufräum- und Fahrbahnreinigungsarbeiten.

Einen weiteren Unfall gab es auf der A7 bei Rothenburg. Ein Auto mit Anhänger wurde am Sonntag von starken Windböen erfasst. Aufgrund des Windes geriet das Gespann ins Schlingern und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Der Aufprall beschädigte das Gespann. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 12.000 Euro.

Oberfranken

Eberhard machte auch vor Oberfranken nicht halt

Am Nachmittag und in den frühen Abendstunden des Sonntags sorgte das Sturmtief in Stadt und Landkreis Coburg für Verkehrsbehinderungen. Umgestürzte Bäume sowie ein teilweise abgedecktes Dach beschäftigten die Beamten. Auf der Kreisstraße CO 25 zwischen Seßlach und Watzendorf stürzten mehrere Bäume über die Straße. Diese musste für den Verkehr komplett gesperrt werden. Nachdem der Sturm abgezogen war, machten sich Forstmitarbeiter ans Beseitigen der Bäume.

Zwischen Weidach und Wiesenfeld sowie am Bausenberg zwischen Cortendorf und Rögen mussten ebenfalls umgefallene Bäume beseitigt werden, die die Durchfahrt behinderten. Nach Angaben der Polizei blieben die Stadt und Landkreis Coburg von schwerwiegenden Einflüssen des Sturmtiefs ansonsten verschont.

Das gestrige Sturmtief "Eberhard" hinterließ im Stadtbereich Kronach zum Teil erhebliche Schäden. In der Schwedenstraße wurde das mit Wellblech gedeckte Dach einer Gartenhütte heruntergerissen und flog über den anliegenden Parkplatz gegenüber vom Kino. Dabei könnten geparkte PKW beschädigt worden sein. Eventuell geschädigte Verkehrsteilnehmer werden gebeten sich mit der Polizei Kronach telefonisch unter 09261 5030 in Verbindung zu setzen

Auch auf der Autobahn wütete der Sturm. Der Fahrer eines mit fünf Personen besetzten Geländewagens geriet am Sonntagnachmittag auf der A 70 zwischen den Anschlussstellen Viereth/Trunstadt und Eltmann aufgrund starken Seitenwindes auf den Standstreifen. Beim Versuch des Fahrers, das Fahrzeug zurück auf den rechten Fahrstreifen zu lenken, stieß der Pkw gegen die Mittelschutzplanke und überschlug sich mehrere Male.

Total beschädigt kam das Fahrzeug schließlich zum Stehen. Sämtliche Insassen zogen sich bei dem Unfall leichte bis mittelschwere Verletzungen zu und wurden in umliegende Krankenhäuser verbracht. Der entstandene Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf mindestens 30.000 Euro. Die A70 war teilweise komplett gesperrt.

Im Bamberger-Land kam es zu 4100 Euro Schaden, als am Sonntagabend zwischen Zapfendorf und Scheßlitz, ein Baum auf die Straße stürzte. Der Baum fiel auf den vorbeifahrenden Ford eines 20-Jährigen. Dabei splitterte die Windschutzscheibe des Wagens. Der Fahrer wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Opel Corsa wurde durch herabfallende Äste leicht beschädigt. Zur ambulanten Behandlung musste der 20-Jährige durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Unterfranken

Weniger Schäden in Unterfranken

Im Altlandkreis Bad Kissingen mussten insgesamt sechs Bäume entfernt werden. In einem Fall mussten Polizei und Feuerwehren die Ortsverbindungsstraße zwischen Poppenlauer und Wermerichshausen für zehn Stunden sperren. Nachdem die Bäume beseitigt waren, konnte die Ortsverbindungsstraße gemäß Auskunft der Gemeinde Maßbach seit Montagmorgen, 08.30 Uhr, wieder befahren werden.

In Würzburg deckten die Böen einzelne Dachpfannen ab. Verschiedene Bäume hielten der Windlast nicht stand und mussten von Straßen und Wegen geräumt werden. Ein Baum stürzte in eine 400 V Freileitung.

In Münnerstadt erfasste eine Windböe die Fahrzeugtür eines Autos, als der Fahrer einsteigen wollte. Diese prallte gegen ein anderes Fahrzeug. Der Einsteigende meldete den Vorfall vorsorglich. Im Landkreis Rhön-Grabfeld drückte eine Windböe einen leeren Anhänger in den Straßengraben. Beim Eintreffen der Polizei hatte der Fahrer des Sattelzugs diesen jedoch bereits wieder auf die Straße gezogen. Außerdem beschädigte ein umgestürzter Baum eine Leitplanke und ein Telefonkabel.

Update vom 11.03.2019, 7.26 Uhr: 373 Einsätze am Sonntagabend allein in Nürnberg

Im Gebiet der Integrierten Leitstelle Nürnberg wurden am gestrigen Sonntag im Zeitverlauf von 15 bis 23 Uhr 373 Einsätze disponiert und abgewickelt. Das berichtet die Feuerwehr Nürnberg.

Davon entfielen allein 150 Einsätze auf das Stadtgebiet Nürnberg. Die restlichen betrafen die Städte und Landkreise Fürth, Erlangen, Erlangen-Höchstadt und das Nürnberger Land.

Nach heftigen Sturmböen, die oftmals Orkanstärke erreichten, kam es zu zahlreichen Schäden. So stürzten zahlreiche Bäume um, fielen auf Dächer, blockierten Straßen und Trambahnen. Herabfallende Äste beschädigten Fahrzeuge. Hausdächer wurden abgedeckt. Brandmeldeanlagen produzierten immer wieder Fehlalarme. Strommasten knickten ab und zahlreiche Verkehrsampeln verbogen sich, Werbetafeln und Baustelleneinzäunungen wurden umgeworfen und beschädigt.

Hierbei waren im Stadtgebiet Nürnberg die beiden Feuerwehrkräne, sechs Drehleitern, mehrere Rüstwägen und zahlreiche andere Fahrzeuge der Feuerwehr im Einsatz. Alle verfügbaren Kräfte der Nürnberger Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Die Leitstelle musste das Personal auf die maximal mögliche Besetzung aufstocken.

Die Gesamtsumme der Sachschäden ist hoch, kann derzeit aber nicht beziffert werden, Menschen wurden nur leicht verletzt.

Update vom 11.03.2019, 6.12 Uhr: Retter in Oberfranken im Dauereinsatz

Das Sturmtief "Eberhard" hielt die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Straßenmeisterei und die Oberfränkische Polizei am Sonntag in Atem. Das berichtet die Einsatzzentrale Oberfranken. Die Einsatzzentrale zählte seit den Nachmittagsstunden bis in den Abend hinein 289 witterungsbedingte Einsätze.

Der Sturm fegte am Sonntagnachmittag über ganz Oberfranken hinweg. Erst in den späten Abendstunden ließen die orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h nach. Zurück blieben entwurzelte Bäume und durch die Luft gewirbelte Gegenstände. Vor allem in den Hochlagen des Fichtelgebirges und Frankenwaldes knickten Bäume reihenweise um und blockierten teilweise die Fahrbahnen. Die Feuerwehren und Straßenmeistereien machten die Straßen wieder frei. In Guttenberg im Landkreis Kulmbach musste das vom Sturm stark beschädigte Blechdach einer Scheune von der Feuerwehr gesichert werden. In Hof drohte ein größeres Dach auf die Bahngleise zu fallen. Auch hier war die Feuerwehr gefordert und sicherte das Dach ab. In der Nähe des Bahnhofs Lichtenfels rissen orkanartige Böen große Blechteile eines Daches herunter.

Auf der A 73 bei Memmelsdorf stürzte am Abend ein Baum auf die Richtungsfahrbahn Nürnberg. In der Folge ereignete sich ein Auffahrunfall. Der entstandene Sachschaden betrug ca. 3.000 Euro.

Vereinzelt kam es auch zu Stromausfällen. Um die Wiederherstellung der Stromversorgung kümmerten sich die Energieversorger.

Mit Verkehrsbehinderungen auf zum Teil noch verunreinigten Straßen ist zu rechnen. Die Polizei Oberfranken bittet deshalb um umsichtige Fahrweise.

Die durch das Sturmtief entstandenen Schäden können noch nicht beziffert werden. Verletzte Personen gab es glücklicherweise nicht.

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst vor starken Gewittern in ganz Franken. Alle Informationen zur aktuellen Lage finden Sie in unserem Unwetter-Ticker.

Update vom 10.03.2019, 22:27 Uhr: Sturm Eberhard über Kulmbach

Auch im Landkreis Kulmbach zeigte Orkan Eberhard seine Stärke. So kam es im Laufe des Sonntagnachmittages bis in den Abendstunden zu etlichen Mitteilung von auf Straßen umgestürzten Bäumen, unter anderem in den Gemeinden Neudrossenfeld, Mainleus Thurnau und auch im Stadtgebiet. Das berichtet die Polizeiinspektion Kulmbach. Zu Unfällen oder gar verletzten Personen kam es im genannten Zeitraum nach polizeilichen Informationen nicht. Die Verkehrsbehinderungen wurden durch die Freiwilligen Wehren beseitigt.

Ebenso durch den Sturm lösten sich Dachziegel der Plassenburg. Auf Grund der Gefahr von herabfallenden Ziegeln wurde der Innenhof, sowie die Aussichtsplattform geräumt. Eine mögliche Schadenshöhe am Dach der Plassenburg kann derzeit nicht beziffert werden.

Auch kam es in einigen Ortschaften zu Stromausfällen. Die Ursache war der Polizei bis in die Nacht des Sonntages nicht bekannt, ein Zusammenhang mit dem Orkan ist jedoch anzunehmen.

Update 20.29 Uhr: In NRW ist ein Mann ums Leben gekommen

Ein Autofahrer ist im Hochsauerlandkreis durch Sturm "Eberhard" ums Leben gekommen. Ein entwurzelter Baum sei während der Fahrt auf das Auto des Mannes gestürzt - für den 47-Jährigen sei jede Hilfe zu spät gekommen, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Bäume im Orkan umgestürzt: Zugstrecken in Franken betroffen

Wegen eines Baumes in der Oberleitung ist derzeit die Strecke zwischen Nürnberg-Stein und Roßtal gesperrt. Die S-Bahnen der Linie S 4 aus Richtung Ansbach verkehren bis Wicklesgreuth und enden dort vorzeitig. Zwischen Wicklesgreuth und Nürnberg Hbf ist kein Zugverkehr möglich.

Aufgrund eines Baumes im Gleis ist derzeit die Strecke zwischen Hersbruck (l.d.P.) und Hartmannshof gesperrt. Die S-Bahnen aus Richtung Nürnberg verkehren bis Hersbruck (l.d.P.) und enden dort vorzeitig.

Wegen eines Baumes im Gleis ist derzeit die Strecke zwischen Neuhaus (Pegnitz) und Pegnitz gesperrt. Die Züge aus Richtung Nürnberg verkehren bis Neuhaus (Pegnitz) und enden dort vorzeitig. Die Züge aus Richtung Bayreuth/Kirchenlaibach verkehren bis Pegnitz und enden vorzeitig.

Aufgrund eines Baumes im Gleis ist derzeit die Strecke zwischen Marktschorgast und Stammbach gesperrt. Es kommt zu Umleitungen über Kirchenlaibach und erheblichen Verzögerungen.

Aufgrund eines Baumes im Gleis ist derzeit die Strecke zwischen Coburg und Neustadt (bei Coburg) gesperrt. Die Züge aus Richtung Lichtenfels verkehren bis Coburg und enden dort vorzeitig.

Die Sperrung zwischen Ansbach und Leutershausen-Wiedersbach wurde aufgehoben und der Zugverkehr wird wieder aufgenommen.

Die Sperrung zwischen Lauf (l. P.) und Hersbruck (l. P.) wurde inzwischen aufgehoben und der Zugverkehr wurde wieder aufgenommen. Es kommt jedoch noch zu Folgeverzögerungen.

Die Strecke Nürnberg-Würzburg ist inzwischen wieder frei. Nach einer Sperrung zwischen Hagenbüchach und Siegelsdorf wegen eines Baumes im Gleis sind die Beeinträchtigungen beendet.

Umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer in Mittel-, Ober- und Unterfranken

In Oberasbach im Kreis Fürth lockerten sich in der Hochstraße Teile eines Daches einer Halle und stürzten zu Boden. Die Feuerwehr sicherte die Wellplatten.

In Nürnberg riss der Wind Teile eines Flachdaches ab. Großflächig löste sich die Verklebung und fiel zu Boden. Auch hier musste die Feuerwehr in der Pettenkofer Straße tätig werden und weitere Dachelemente sichern. Seit 14 Uhr mussten bisher allein die Nürnberger Feuerwehren zu ca. 50 Sturmeinsätzen ausrücken. Häufig waren abgestürzte Teile, Bäume und Äste die Ursache für die Schäden. Auch umgestürzte Baustellensicherungen mussten entfernt werden.

Glücklicherweise kamen laut Feuerwehr keine Menschen zu Schaden, so dass nur Sachschäden zu verzeichnen sind. Insgesamt waren es bis 16. 45 Uhr ca. 125 Einsätze im Leitstellengebiet (Nürnberg, Fürth, Erlangen, Nürnberger Land, Landkreis Fürth, Erlangen-Höchstadt).

Tanne fiel in Memmelsdorf auf Haus

In Memmelsdorf im Kreis Bamberg wurde eine Tanne durch den Sturm entwurzelt und stürzte auf das Vordach eines Hauses. Der mächtige Stamm verfehlte das geparkte Auto nur um wenige Zentimeter. Vorsichtig konnte der Wagen in Sicherheit gebracht werden

Einsätze in Unterfranken: Zwei Windunfälle bei Kitzingen

Der heftige Wind führte am Samstag zu einem Unfall in Seinsheim und zu einem kuriosen Zwischenfall in Reupelsdorf.

Spiel von Greuther Fürth wurde abgesagt

Schon am frühen Sonntagmorgen hatten die Wetterexperten die Menschen in den betroffenen Gebieten gemahnt, zu Hause zu bleiben. Am Mittag wurde das Fußballspiel der SpVgg Greuther Fürth abgesagt. Und kurze Zeit später stoppte die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen den kompletten Zugverkehr. Auch in Franken sind derzeit einige Zugverbindungen wegen umgestürzter Bäume unterbrochen.

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