Franken
Unwetter

Orkan, Starkregen und Hagel: Massive Schäden am Montag - am Dienstag wohl weitere Gewitter

Zum Wochenstart suchen schwere Gewitter die Region heim. Feuerwehr und Rettungskräfte waren am Montag im Dauereinsatz. Für den Dienstag sind bereits die nächsten schweren Gewitter gemeldet.
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Diese riesigen Hagelkörner fielen in Hirschaid (Landkreis Bamberg) vom Himmel und richteten enormen Schaden an. Foto: NEWS5 / Merzbach
Diese riesigen Hagelkörner fielen in Hirschaid (Landkreis Bamberg) vom Himmel und richteten enormen Schaden an. Foto: NEWS5 / Merzbach
Nach schweren Unwettern in Franken sind die nächsten Gewitter schon im Anmarsch: Am Montag wurde ganz Franken von schweren Gewittern heimgesucht. In der Nacht flauten die Gewitter vorübergehend ab. Doch die Verschnaufpause währt wohl nur kurz: Für Dienstag rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder mit Gewittern und Starkregen in Bayern. Vor allem an den Alpen seien Unwetter wahrscheinlich, teilte der DWD auf seiner Website mit.

Auch Franken kann es wieder treffen: Wetterexperte Stefan Ochs aus Herzogenaurach meldet vor allem für die Gegend südlich von Nürnberg einzelne Gewitter. Auch vom deutschen Wetterdienst gibt es eine Vorabwarnung vor schwerem Gewitter für die Landkreise Ansbach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. Es drohen heftiger Starkregen, stürmische Böen und Hagel mit mehreren Centimetern Korngröße. Bis 22 Uhr kann es aktuell (Stand: 15.26 Uhr) noch im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen und Roth Blitze geben.




Bilanz des Montags: Viele Einsätze vor allem in Oberfranken


Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume prägten in der Nacht zum Dienstag das Bild vieler fränkischer Orte. Besonders heftig erwischte es Hirschaid im Landkreis Bamberg. Dort überflutete eine Bahnunterführung.

Auch der Bahnverkehr wurde gestört, als in Prebitz (Raum Pegnitz) die Bahnstrecke unterspült wurde. Erst am Dienstag wird sich das volle Ausmaß der Schäden zeigen, wenn Polizei und Feuerwehr Bilanz ziehen.

Allein in Oberfranken vermeldet die Polizei bisher knapp 200 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienste.

Unwetter mit Starkregen und Gewitter haben die Einsatzkräfte vor allem auch in Nord- und Ostbayern gefordert.Das Polizeipräsidium Oberpfalz berichtete am Dienstagmorgen von umgestürzten Bäumen, überschwemmten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Besonders die Landkreise Regensburg, Amberg-Sulzbach und Neumarkt in der Oberpfalz waren am Montagabend betroffen. Menschen wurden nach Angaben der Polizeipräsidien nicht verletzt.

Im Raum Aschaffenburg in Unterfranken kam es zu einigen Unfällen wegen Starkregens. Bei Kleinostheim (Landkreis Aschaffenburg) kam ein 40-Jähriger mit seinem Auto auf der Autobahn 3 wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern. Er fuhr gegen die Mittelleitplanke und blieb auf dem linken Fahrstreifen liegen, wie die Verkehrspolizei am Dienstag mitteilte. Der Fahrer blieb unverletzt.


Große Aufregung in Würzburg

Große Aufregung herrschte in der Nacht zum Dienstag in Würzburg - wegen eines qualmenden Lastwagens: Der Lkw hatte das Industrieabfall-Produkt Salzschlacke geladen und war am Straßenrand geparkt. Bei Starkregen begann die Ladung zu dampfen - ein laut Polizei völlig normaler und harmloser Vorgang. Die von Anwohnern gerufene Feuerwehr konnte wieder abziehen. Salzschlacke sei kein Gefahrgut, betonte der Sprecher.


Blitz schlägt in Wohnhaus ein

In Regensburg schlug am Montagabend ein Blitz in ein Wohnhaus ein, der Dachstuhl geriet in Brand. Im Landkreis Amberg-Sulzbach schlug ein Blitz in ein Trafohäuschen ein.

In der Nacht flauten die Gewitter vorübergehend ab. Für den Mittwoch rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut mit kräftigem Regen vom Allgäu bis zum Bayerischen Wald. In der Nacht zum Donnerstag soll der Regen auch Richtung Alpen wieder abklingen.

Bereits am Montagnachmittag hatten die Menschen vielerorts in Bayern mit den Folgen schwerer Gewitter zu kämpfen. Besonders betroffen: Furth im Wald im Landkreis Cham. Nach Angaben eines Sprechers der örtlichen Polizei war faustgroßer Hagel auf die Stadt niedergegangen. Zahlreiche Dächer und Fahrzeuge seien teils schwer beschädigt worden. Die Stadt und Einsatzkräfte richteten einen Krisenstab ein. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.


Update 21 Uhr: Starkregen in weiten Teilen Frankens

Bis weit in die Nacht hinein drohen in allen teilen Frankens weiter Gewitter und Starkregen. Besonders heftig wird es laut DWD in den mittelfränkischen Landkreisen Ansbach, Roth, Nürnberg und Fürth. Es ist mit Verkehrsbehinderungen und Überflutungen zu rechnen.


Update 19.30 Uhr


Neben den Warnungen von 19.15 Uhr sind noch Gewitter-Warnungen für die Landkreise Neustadt an der Aisch, Kitzingen, Schweinfurt, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld aktiv. Die Gewitter können sich bis in die späten Abendstunden hinziehen.


Update 19.15 Uhr


Das Wetter kommt nicht zur Ruhe. Besonders in Mittelfranken gewittert es weiter heftig: Für die Landkreise Nürnberg, Fürth, Erlangen-Höchstadt, Schwabach, Roth und Ansbach warnt der DWD vor extremen Gewittern. Weniger heftige Gewitter drohen auch in den Landkreisen Würzburg, Miltenberg, Main-Spessart, Aschaffenburg und Weißenburg-Gunzenhausen. Die Lage in Oberfranken hat sich derzeit beruhigt.


Update 18 Uhr

Vor schweren Gewittern warnt der DWD für die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen, Roth, Ansbach, Schwabach, Nürnberg und Fürth. Bis 19 Uhr ist hier mit Unwettern zu rechnen.


Update 17.15 Uhr: Weitere Unwetter ziehen heran


Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer weiteren Gewitter-Front. Betroffen sind die Landkreise Forchheim, Erlangen-Höchstadt, Weißenburg-Gunzenhausen, Ansbach, Fürth, Roth, Nürnberg, Neustadt an der Aisch und Bamberg.


Update 16.20 Uhr: Schäden und weitere Warnungen


Neben den bereits aktiven Warnungen, kann es auch in den Landkreisen Aschaffenburg, Rhön-Grabfeld, Miltenberg, Kitzingen, Haßberge, Nürnberg, Schwabach, Main-Spessart, Schweinfurt und Würzburg zu Unwettern kommen.


Update 15.50 Uhr: Weitere amtliche Warnungen


Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Landkreise Forchheim und Erlangen-Höchstadt vor extremen Gewittern. Bis 17 Uhr gilt hier die amtliche Warnung.

Starke Gewitter gibt es in Bamberg, schwerer Gewitter drohen in den unterfränkischen Landkreisen Main-Spessart, Bad Kissingen und Schweinfurt - sowie in Nürnberg und Schwabach. Alle Warnungen gelten bis 17 Uhr.


Update 15.10 Uhr: Weitere Landkreise von Warnungen betroffen

Die Unwetterlage in Franken bleibt angespannt. Wie der Deutsche Wetterdienst soeben mitteilte, besteht die Gefahr des Auftretens von extremen Gewittern (Stufe 4 von 4) aktuell in
  • Stadt und Landkreis Bamberg
  • Stadt und Landkreis Ansbach
  • Stadt und Landkreis Fürth
  • Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim
  • Landkreis Erlangen-Höchstadt
  • Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  • Landkreis Roth

    Schwere Gewitter (Stufe 3 von 4) sind im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen möglich.

    Und auch in vielen anderen Städten und Landkreisen warnt der DWD zumindest vor markantem Wetter (Stufe 2 von 4). Auch hier sind starke Gewitter im Bereich des Möglichen.
  • Stadt und Landkreis Aschaffenburg
  • Stadt und Landkreis Würzburg
  • Stadt und Landkreis Schweinfurt
  • Landkreis Miltenberg
  • Landkreis Rhön-Grabfeld
  • Stadt und Landkreis Coburg


    Update 14.57 Uhr: Heftiger Hagel über dem Kreis Bamberg

    Eine Gewitterfront mit heftigem Hagel im Gepäck ist über den Landkreis Bamberg gezogen. Besonders schlimm war es offenbar in Hirschaid, wo bis zu vier Zentimeter große Hagelkörner niedergingen, meldet News5.

    Bei Facebook sind erste Ausmaße des Unwetters und der Schäden zu sehen.


    Update 14.45 Uhr: Extreme Gewitter und eingeschränkter Bahnverkehr

    In den mittelfränkischen Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim warnt der Deutsche Wetterdienst für den Zeitraum bis 16 Uhr vor extremen Gewittern mit Starkregen und Hagel. Auch im unterfränkischen Landkreisen Würzburg und Kitzingen sei bis 16 Uhr mit extremen Unwettern zu rechnen.

    Starke Gewitter kann es in den Landkreisen Haßberge, Bad Kissingen und Main-Spessart geben.

    Auf der Strecke Marktredwitz - Nürnberg ist der Bahnverkehr zur Zeit wegen der Witterung nur eingeschränkt möglich: Zwischen Schnabelwaid und Kirchenlaibach ist die Strecke gesperrt. Die Züge aus Richtung Nürnberg verkehren bis Pegnitz und enden dort vorzeitig. Die Züge aus Richtung Marktredwitz verkehren bis Kirchenlaibach und enden vorzeitig.

    Ein Schienenersatzverkehr mit Bus zwischen Pegnitz und Kirchenlaibach wird laut DB in circa 10 Minuten, beginnend in Kirchenlaibach und in circa 20 Minuten, beginnend in Pegnitz eingerichtet.


    Wolken ziehen auf - Gewitter über Franken

    Die Unwettervorwarnungen gelten laut "DWD" ab 12 Uhr mittags: Ab der Mittagspause ziehen Gewitter mit Starkregen (40 Liter pro Quadratmeter), Hagel (Körner bis zu 4 cm groß) und Sturmböen (bis zu 100 km/h) über Franken. Zusätzlich sind extreme Regenmengen möglich: Bis zu 70 Liter kommen auf den Quadratmeter runter. Die Unwetter sollen bis Dienstagnacht (12. Juni 2018) anhalten.

  • Landkreis Miltenberg
  • Landkreis Main-Spessart
  • Landkreis Roth
  • Landkreis Haßberge
  • Stadt und Landkreis Ansbach
  • Landkreis Bad Kissingen
  • Landkreis Forchheim
  • Landkreis Lichtenfels
  • Stadt und Landkreis Schweinfurt
  • Landkreis Kronach
  • Landkreis Kulmbach
  • Stadt Schwabach
  • Landkreis Nürnberger Land
  • Stadt und Landkreis Bamberg
  • Stadt und Landkreis Fürth
  • Stadt Erlangen
  • Landkreis Erlangen-Höchstadt
  • Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
  • Landkreis Kitzingen
  • Stadt Nürnberg
  • Stadt und Landkreis Coburg
  • Stadt und Landkreis Aschaffenburg
  • Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Stadt und Landkreis Aschaffenburg
  • Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
  • Stadt und Landkreis Würzburg
  • Landkreis Rhön-Grabfeld
  • Stadt und Landkreis Hof

    Der Wetterdienst warnt die fränkische Bevölkerung und bittet um geeignete Maßnahmen im Vorfeld. So sollten Gegenstände, die umher fliegen könnten, umgehend gesichert werden, da diese eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen könnten.
    red/tu
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