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Schulausflug steht an: Schnee-Chaos bringt Gymnasium aus Oberfranken ins Grübeln

Das Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach steckt in einer Zwickmühle. Der Skikurs in der kommenden Woche im österreichischen Saalbach-Hinterglemm ist gefährdet.
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Das Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach hält die Eltern auf seiner Homepage vorbildlich auf dem Laufenden über die Situation in Saalbach-Hinterglemm und den Skiausflug, wie unser Screenshot zeigt. Screenshot: FT
Das Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach hält die Eltern auf seiner Homepage vorbildlich auf dem Laufenden über die Situation in Saalbach-Hinterglemm und den Skiausflug, wie unser Screenshot zeigt. Screenshot: FT

Eines ist für Renate Leive klar: "Die Sicherheit geht vor!" Die Leiterin des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums erinnert sich daran, dass ihre Schule vor einigen Jahren aus eben diesem Grund schon einmal eine Fahrt nach Brüssel abgesagt hat. Damals war der Terror ausschlaggebend. Das ist in der kommenden Woche glücklicherweise nicht der Fall. Doch da droht ausgerechnet der Schnee, die Planung für einen Schul-Skikurs zu durchkreuzen.

Von der weißen Pracht gibt es am Zielort Saalbach-Hinterglemm so viel, dass Bedenken an dem von den Schülern ersehnten Ausflug aufgekommen sind. Die Schule hat jedoch auf den massiven Wintereinbruch in Österreich vorbildlich reagiert. Auf der Homepage wird aktuell über die Situation vor Ort informiert, in einem kurzfristigen Elternbrief über die Vorgehensweise des Gymnasiums aufgeklärt.

Lawinengefahr auf ungesicherten Pisten

"Wir können nur so viele Infos wie möglich und so aktuell wie möglich einholen", erklärt Renate Leive, wie sich die Schule verhält. Am Freitagmittag hat die Schulleiterin einmal mehr Kontakt nach Saalbach-Hinterglemm aufgenommen. Auf nicht gesicherten Pisten herrscht die Lawinen-Warnstufe 4, die zweithöchste, wie sie erfuhr. Auf den gesicherten Pisten, wo sich die Schüler bewegen würden, soll die Lage hingegen sicher sein. Deshalb hielt die Schule gestern auch daran fest, keine generelle Absage zu treffen.

Sollte sich die Lawinengefahr allerdings kurzfristig weiter zuspitzen oder eine Gefahr für die Anfahrt auftauchen, würde die Schulleitung die Notbremse ziehen. Dann würde bis Samstag, 20 Uhr, eine Absage über die Homepage erfolgen. Allerdings hofft die Schulleiterin, dass dies nicht nötig wird.

Renate Leive hat aber Verständnis, wenn besorgte Eltern ihre Kinder trotzdem von der Fahrt abmelden möchten. Bis Samstagabend hat sie ihnen daher die Möglichkeit eingeräumt, dies per E-Mail zu tun. Anscheinend gehen die Betroffenen jedoch sehr besonnen mit dem Thema um. "Bis jetzt ist noch keine Mail eingegangen. Die Eltern werden wohl auch erst die weitere Entwicklung abwarten", vermutet sie.



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