München
Wildwarnsystem

Neues Warnsystem soll Wildunfälle verhindern - auf diesen fränkischen Straßen wird es installiert

Die Zahl der Wildunfälle in Bayern ist im Jahr 2018 noch einmal gestiegen. Abhilfe soll ein neues Warnsystem schaffen, das schon in Kürze auf vier Strecken getestet wird - drei davon befinden sich in Franken.
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Drei von vier Teststrecken für ein neues Wildwarnsystem sind in Franken. Dieses Fotos zeigt ein ausgestopftes Wildschwein  am Straßenrand. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Drei von vier Teststrecken für ein neues Wildwarnsystem sind in Franken. Dieses Fotos zeigt ein ausgestopftes Wildschwein am Straßenrand. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Um Wildunfälle zu verhindern, will Bayern auf vier Strecken im Freistaat ein neues Warnsystem testen. Das Wildwarnsystem des Start-Ups "AniMot" soll Rehe, Wildschweine oder andere Tiere am Straßenrand erkennen und Autofahrer durch Lichtsignale warnen, teilte Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Freitag in München mit.

Teststrecken in Franken: Hier wird das neue Wildwarnsystem installiert

Die Systeme sollen nach Ministeriumsangaben im Lauf des Februars auf vier Pilotstrecken installiert werden. In Franken werden folgende Straßen zu Teststrecken für das neue Wildwarnsystem:

  • B 303 zwischen der Anschlussstelle Schonungen und Waldsachsen (Landkreis Schweinfurt/Unterfranken),
  • St 2176 zwischen Marktleuthen und Höchstädt (Landkreis Wunsiedel/Oberfranken)
  • St 2177 zwischen Röslau und Neudes (ebenfalls Landkreis Wunsiedel)

Eine weitere Teststrecke ist die B 15 zwischen Hohenpolding (Landkreis Erding) und Kaltenbrunn (Landkreis Landshut). Der Test ist auf zunächst drei Jahre angesetzt. Eine Ankündigungstafel am Straßenrand werde Autofahrer auf das Projekt hinweisen, hieß es.

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Warnung für Autofahrer statt Abschreckung der Tiere

" AniMot" setzt laut Mitteilung des Verkehrsministeriums nicht auf eine Abschreckung der Tiere, sondern auf eine effiziente Warnung der Autofahrer. Ein kleines Gerät am Straßenleitpfosten überwacht das Gebiet rund um die Straße und aktiviert eine integrierte gelbe Warnlampe, sobald es Wildtiere am Straßenrand erkennt.

Gleichzeitig sendet AniMot eine Warnung an die Module der benachbarten Leitpfosten, die ebenfalls aufleuchten. Verkehrsteilnehmer werden so bereits in ausreichender Entfernung gewarnt und daran erinnert, langsam und vorausschauend zu fahren.

Die Zahl der Wildunfälle in Bayern ist dem Ministerium zufolge im vergangenen Jahr auf rund 76.000 gestiegen. Im Jahr 2017 gab es laut der Zentralstelle für Verkehrssicherheit im Straßenbau in Bayern gut 2000 Wildunfälle weniger.

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