München
Mieten

Mietpreisbremse in Bayern: 14 fränkische Städte und Gemeinden neu dabei

Mieten werden in vielen Städten und Gemeinden in Bayern teurer. Die Mietpreisbremse soll einen weiteren Anstieg verhindern. Ab 7. August gilt sie in noch mehr Städten und Kommunen - auch einige fränkische Gemeinden sind dabei.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit der Mietpreisbremse sollen hohen Mieten in Bayern Einhalt geboten werden. Ab 7. August gilt die Bremse in einigen weiteren Gemeinden. Foto: Frank Molter/dpa
Mit der Mietpreisbremse sollen hohen Mieten in Bayern Einhalt geboten werden. Ab 7. August gilt die Bremse in einigen weiteren Gemeinden. Foto: Frank Molter/dpa

Die Staatsregierung will dem Anstieg der Mieten in Bayern mit einer neuen, ausgeweiteten Mietpreisbremse Einhalt gebieten.

Mietpreisbremse wird ausgeweitet: Ab 7. August in 162 bayerischen Städte und Gemeinden

Ab dem 7. August soll die Mietpreisbremse in 162 bayerischen Städten und Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt gelten, wie Justizminister Georg Eisenreich (CSU) nach dem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Dienstag mitteilte. Bislang standen lediglich 137 Kommunen auf der Liste. "Wir stellen die Mietpreisbremse auf eine rechtssichere Grundlage und schaffen klare Verhältnisse", betonte Eisenreich. Zuletzt hatte es nach einer Einzelfallentscheidung des Landgerichts München I gewisse rechtliche Unsicherheiten gegeben.

Bundesländer bestimmen über Mietpreisbremse: So funktioniert die Bremse

Die Mietpreisbremse, für die zunächst einmal der Bund zuständig ist, gilt für Wohngegenden mit besonders hohen Mieten - wo genau, das müssen beziehungsweise dürfen die Bundesländer bestimmen. Dort dürfen Mieten bei neuen Verträgen in der Regel nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, wie sie im Mietspiegel festgelegt ist. Zudem gilt noch eine weitere Grenze: Innerhalb von drei Jahren darf der Vermieter die Miete nicht um mehr als 15 (statt 20) Prozent und nicht über die ortsübliche Vergleichsmiete erhöhen.

"Die Begrenzung des Mietpreisanstiegs in Ballungsräumen ist ein wichtiges Anliegen der bayerischen Staatsregierung", sagte Eisenreich. "Unser Ziel ist es, einen fairen Interessenausgleich zwischen Vermietern und Mietern wiederherzustellen." Der Neuerlass der Mieterschutzverordnung sei dabei ein wichtiger Schritt.

Mietpreisbremse läuft Ende Juli 2020 aus - wird sie verlängert?

Damit die Mietpreisbremse weiter gelten kann, muss der Bund die entsprechende Regelung verlängern - sonst läuft sie, auch in Bayern, zum 31. Juli 2020 aus. Es sei "sinnvoll und notwendig", dass der Bundesgesetzgeber die Mietpreisbremse verlängere, und zwar um fünf Jahre, betonte Eisenreich. Das SPD-geführte Bundesjustizministerium hat genau einen solchen Schritt aber auch schon in Aussicht gestellt.

In diesen fränkischen Kommunen gilt ab August die Mietpreisbremse:

Oberfranken

  • Bayreuth
  • Forchheim

Mittelfranken

  • Schwabach
  • Uttenreuth
  • Stein
  • Feucht
  • Schwaig bei Nürnberg Wendelstein
  • Nicht mehr dabei: Zirndorf

Unterfranken

  • Bergtheim
  • Kleinrinderfeld
  • Kürnach
  • Uettingen
  • Unterpleichfeld
  • Waldbrunn
  • Nicht mehr dabei: Goldbach und Gerbrunn

Immobilie in Franken gesucht? Wir haben das passende Angebot auf immo.inFranken.de

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren