Franken

Lauter Knall in der Region: Was passierte am fränkischen Abendhimmel?

Am Dienstagabend ist es zu einem Knall gekommen, der in der ganzen Region zu vernehmen war. Was dahinter steckt und warum das nichts Neues ist.
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Grund für den unerklärlichen Knall: Eurofighter! Symbolbild: pixabay.com/Netloop
Grund für den unerklärlichen Knall: Eurofighter! Symbolbild: pixabay.com/Netloop

Ein lauter Knall über Nordbayern. Eine Art Explosion ohne erkennbaren Grund. Erneut wurde Franken von so einem Ereignis verunsichert. Bereits im Herbst 2017 knallte es im Himmel über der Region. Die Ursache war weit und breit nicht in Sicht.

Damals wie heute, am frühen Abend des 8. Januar 2019, war es der selbe Grund: Es war der Überschallknall eines Düsenjets. Genauer eines Eurofighters der Alarmrotte für den süddeutschen Luftraum, Stationiert im oberbayerischen Neuburg an der Donau. Dieser hat am Dienstagabend über Bayreuth die Schallmauer durchbrochen.

Knall in Franken: Was war der Grund für den Einsatz?

Die Überschallflugzeuge kommen zum Einsatz, wenn es eine Bedrohung für den deutschen Luftraum geben könnte. Dann zum Beispiel, wenn der Funkkontakt zu einem Flugzeug unerwartet abreißt oder ein unbekannter Teilnehmer in den Luftraum eindringt. Dann steigen die Düsenjets der Deutschen Bundeswehr auf und fangen das Flugzeug ab. Die Unterbrechung des Funkkontakts zu einem Passagierflugzeug war auch am Dienstagabend um etwa 17.50 Uhr die Ursache für den Einsatz - und somit für den Überschallknall - über Franken. Das erklärte ein Sprecher der Deutschen Luftwaffe der Deutschen-Presse-Agentur. Kurz nach dem Knall war der Einsatz für die Alarmrotte auch schon wieder beendet.

Polizei Oberfranken gibt Entwarnung

Gegen 18.30 Uhr kann die Polizei Oberfranken über die sozialen Kanäle die Bevölkerung beruhigen. Die Deutsche Flugsicherung hat ihr den Einsatz eines Düsenjets bestätigt. Gefahr bestand zu keiner Zeit. Bereits kurz nach 18 Uhr war der Einsatz wieder beendet. Das Passagierflugzeug sei im aktuellen Fall in den polnischen Luftraum weitergeflogen und dort von einer polnischen Alarmrotte übernommen worden, schreibt die dpa.

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