Franken
Tropische Temperaturen

Tief Klaus bringt Hitze und Blitze: Blutregen und Sommergewitter drängen nach Franken - Meteorologen warnen

Tief "Klaus" bringt mächtig Schwung in die Wetterlage Süddeutschlands. Neben möglichen Sommergewittern, kann auch "Blutregen" auftreten: Die Prognosen der Meteorologen im Überblick.
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Wetterexperten rechnen mit Saharastaub, der nach Deutschland weht: Das Wetterphänomen wird von Meteorologen auch als "Blutregen" bezeichnet. Symbolfoto: Sabine Weinbeer
Wetterexperten rechnen mit Saharastaub, der nach Deutschland weht: Das Wetterphänomen wird von Meteorologen auch als "Blutregen" bezeichnet. Symbolfoto: Sabine Weinbeer

  • Der Sommer ist in Franken angekommen: Temperaturen um die 30 Grad Celsius beschäftigen die Region am Wochenende und der bevorstehenden Woche.
  • Wetterexperten warnen vor "Blutregen".
  • Die Wetterlage kann Unwetter mit sich bringen.

Wetter am Freitag: Ein heißes und stürmisches Wochenende steht bevor

Verschiedene Meteorologen sind sich einig: Deutschland steht ein heißes als auch ein stürmisches Wochenende (14. bis 16. Juni 2019) bevor. Der "Deutsche Wetterdienst" geht beispielsweise davon aus, dass sich bereits am Freitagabend kräftige Gewitter inklusive Starkregen über dem Süden Deutschlands entladen. Stefan Ochs, Wetterexperte aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach schließt ebenfalls nicht aus, dass Unwetter Ober-, Mittel- und Unterfranken heimsuchen. Ochs spricht in diesem Kontext sogar von potenziellen Orkanböen in der Region. inFranken.dehält Sie im Unwetter-Ticker auf dem Laufenden, wo in Franken vor Gewittern gewarnt wird.

Tipp: Wenn ein Gewitter naht und Sie den Donner hören, können Sie ganz einfach die Entfernung berechnen. So finden Sie auch heraus, ob sich das Gewitter tatsächlich nähert oder von Ihnen entfernt. Wir verraten Ihnen in unserem Ratgeber-Artikel, wie das geht.

Zudem tritt ein Wetterphänomen auf, dass Experten als "Blutregen" bezeichnen: wetter.com spricht dabei von "mit gelblichem, bräunlichem oder rötlichem Staub angereichertem Niederschlag." Dieser Saharastaub kann durch aufeinanderprallende Luftmassen große Strecken hinter sich lassen. So ist es möglich, dass das Phänomen am Wochenende im Süden Deutschlands auftritt. Der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs prognostiziert dabei Zustände wie in der Sahara. In 1500 Metern Höhe steigen die Temperaturen vorübergehend auf 23 Grad Celsius - ein Zustand, wie in der Trockenwüste Nordafrikas.

Die Temperaturen bewegen sich zwischen 30 und 32 Grad Celsius. Laut Stefan Ochs sind die tropischen Temperaturen von "lockeren, mittelhohen Wolkenfeldern" und Wind aus Südosten begleitet.

Wetter am Samstag: Heißester Tag 2019 steht bevor

Die Unwettergefahr nimmt in der Nacht auf Samstag (15. Juni 2019) nochmals zu. Im Laufe des Samstags können, mehreren Wettermodellen zufolge, Hagel, Sturmböen und starker Regen die Unwetter begleiten. Die Sonne zeigt sich ab und zu am fränkischen Himmel. wetter.com sagt zum Beispiel für das oberfränkische Bamberg sechs Sonnenstunden voraus - das trügt allerdings. Trotz Temperaturen rund um 27 Grad Celsius, besteht den ganzen Samstag über die Gefahr von Unwettern in Bayern.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur unter Berufung auf den "Deutschen Wetterdienst" berichtet, sind im Osten Deutschlands 36 Grad Celsius angekündigt: Damit wäre am Samstag der bisher heißeste Tag im Jahr 2019. In Franken hingegen, erreicht das Thermometer maximal 30 Grad. Die Wetterdienste prognostizieren rund 26 Grad Celsius.

Der fränkische Meteorologe Stefan Ochs kündigt für die Nacht auf Sonntag (16. Juni 2019) einen "Höhentrog" an: In höheren Luftschichten kühlt es ab, es bilden sich neue Schauer und Gewitter, erklärt er.

Wetter am Sonntag: Was kommt nach dem Sturm?

Am Sonntag kühlt es deutlich ab: Für das mittelfränkische Nürnberg kündigt wetter.de lediglich 20 Grad Celsius an. Zudem besteht ein Regenrisiko von 92 Prozent. Auch im unterfränkischen Würzburg werden es höchstens 19 Grad Celsius. Auch dort besteht ein 76 prozentiges Regenrisiko.

Blutregen erst kommende Woche? Wetterdienst mit zweitem Szenario

Auch in der kommenden Woche bleibt das Phänomen "Blutregen" ein Thema. Zudem können erneut Unwetter in Deutschland auftreten. Tropische Sommernächte wie von Freitag auf Samstag (15. Juni 2019) sind nicht ausgeschlossen.

Wetter im Video: Blutregen, Hitzegewitter und Schweiß - so werden die nächsten Tage

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