Werderau
Ehrenamtliche Hilfe

Fränkische Helfer für das Schneechaos: Feuerwehr Nürnberg fährt nach Südbayern

Für Franken kaum vorstellbar, versinkt Südbayern aktuell in so viel Schnee, dass es vielerorts zu bedrohlichen Gefahren kommt. Dächer droht der Einsturz und Bäume halten dem Druck des Schnees nicht mehr Stand. Jetzt macht sich Hilfe aus Franken auf den Weg.
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Südbayern versinkt im Schnee: Dächer drohen unter dem großen Gewicht einzustürzen, Bäume halten dem Druck des Schnees nicht mehr Stand und ganze Dörfer sind von der Zivilisation abgeschnitten. In mehreren Landkreisen hat die Regierung den Notstand ausgerufen. Deswegen darf dort die Bundeswehr mit über 300 Soldaten helfen.

 

 

Da das in Anbetracht der angekündigten Schnee- und Regenfälle der nächsten Tage trotzdem nicht reichen kann, fordert die Regierung der bayerischen Bezirke Helfer, zur Unterstützung nach Südbayern aufzubrechen. Die Freiwillige Feuerwehr Nürnberg folgte am Sonntag (13. Januar 2019) diesem Aufruf.

 

Mit 114 Leuten zur Hilfe nach Bad Tölz

"Da ist nun unsere Aufgabe, dass wir im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen die dort vorhandenen Einheiten beim Schneeräumen von Dächern unterstützen", sagt Volker Skrog, der Leiter der Berufsfeuerwehr Nürnberg, im Interview mit News 5. Mit zirka 30 Fahrzeugen und 114 Kameraden setzte sich der Hilfskonvoi am Sonntag aus Mittelfranken in Bewegung.

Im Einsatzgebiet selbst, so Skrog weiter, werden die Helfer dann ihren genauen Einsatzauftrag bekommen. Vorerst auf 48 Stunden müssen die Feuerwehrmänner vor Ort sein, also eine Nacht dort verbringen. Skrog: "Entweder sie kommen morgen Abend zurück oder wir werden das Personal dort austauschen."

Es ist kein alltäglicher Einsatz, den die Kameraden verschiedener Feuerwehren aus Nürnberg die nächsten zwei Tage in Südbayern abhalten. "Eine Verlegung eines Marschverbandes von 114 Leuten ist natürlich eine logistische Herausforderung. Wir haben 450 Portionen an Essen mitgenommen, haben auch noch 100 Feldbetten dabei, so dass wenn wir ein Dach über dem Kopf haben, wir wirklich autark sind und uns verpflegen können", fügte Leiter Volker Skrog abschließend an.

 

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