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Betrug

Erpresserische Mails in Oberfranken: Betrüger erpressen mit intimen Video- und Tonaufnahmen

Derzeit gehen viele betrügerische Mails in Oberfranken umher. Die Täter erpressen ihre Opfer mit intimen Videos, die sie angeblich besitzen. Aber Vorsicht: Dabei handelt es sich um eine miese Masche, um an das Geld der Opfer zu kommen.
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Die Betrüger erpressen ihre Opfer mit privaten Video- und Tonaufnahmen, die es aber nicht gibt. Symbolbild, Foto: Eric_Lucatero
Die Betrüger erpressen ihre Opfer mit privaten Video- und Tonaufnahmen, die es aber nicht gibt. Symbolbild, Foto: Eric_Lucatero
Erpresserische Spam-Mails in Bezug auf die Nutzung von Internetseiten mit pornografischem Inhalt sind zurzeit vermehrt im Umlauf. Das Ziel: das Geld der Betroffenen. Die Oberfränkische Polizei warnt davor, auf die finanziellen Forderungen einzugehen und gibt Verhaltenstipps.

Der Verfasser dieser breit gesteuerten E-Mails behauptet, dass der Empfänger, ob zutreffend oder nicht, auf pornografischen Seiten gesurft und in diesem Zusammenhang auch sexuelle Handlungen an sich vorgenommen hätte. Weiterhin gibt der Absender an, den Computer "gehackt" zu haben und nun unter anderem Video- und Tonaufnahmen von den Handlungen zu besitzen.


Opfer sollen Geldsumme in der virtuellen Währung Bitcoin bezahlen



Da er angeblich auch Zugriff auf sämtliche Kontaktdaten des Besitzers hat, droht er, die kompromittierenden Aufnahmen an die Bekannten und Verwandten seines Opfers zu schicken. Um dies zu verhindern, soll der Besitzer des Computers eine größere Geldsumme, in der virtuellen Währung "Bitcoin", bezahlen.

Die Kriminalpolizeidienststellen in Oberfranken gehen davon aus, dass sich aus Scham nur ein Teil der Betroffenen bei der Polizei meldet und es den Betrügern daher immer wieder gelingt, Geld von ihren Opfern zu erpressen.


Erpressung mit intimen Videos und Tonaufnahmen: Ratschläge der Polizei



Bei den Spam-Mails mit obigem oder vergleichbarem Inhalt sind in den meisten Fällen Rechtschreib- und Grammatikfehler feststellbar oder der Text wird in deutscher und englischer Sprache zusammen verfasst. Es ist bislang kein Fall bekannt, bei dem der Computer des Betroffenen im Zusammenhang mit dieser E-Mail tatsächlich "gehackt" wurde.

Die Oberfränkische Polizei rät für diese Fälle und sowie grundsätzlich:
• Niemals auf die oben genannte E-Mail antworten und sofort löschen
• Keinesfalls auf Zahlungsaufforderung eingehen
• Niemals irgendwelche Links anklicken
• Regelmäßige Updates der Software und der Betriebssysteme sind wichtig
• Nutzung einer Anti-Viren-Software
• Regelmäßige Durchführung von Datenbackups der Daten vom Netzwerk auf getrennte Speichermedien (externe Festplatten)
• Bei Fragen an die Polizei wenden

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