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Blitzermarathon: Die schnellsten Autofahrer in Franken

In der vergangenen Woche hat der diesjährige Blitzermarathon stattgefunden. inFranken.de hat für Sie die Auswertung der Polizei zum Blitzermarathon aus den drei fränkischen Regionen.
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Beim Blitzermarathon waren viele Autofahrer in Franken zu schnell unterwegs. Symbolbild:  David Ebener, dpa
Beim Blitzermarathon waren viele Autofahrer in Franken zu schnell unterwegs. Symbolbild: David Ebener, dpa

Vom 3. April bis zum 4. April hat der diesjährige bayerische Blitzermarathon stattgefunden. Die Stellen, an denen die Polizeibeamten ihre Blitzer aufgestellt hatten, veröffentlichte das Innenministerium wie üblich im voraus. Dennoch hielt das manchen Gasfuß in Franken nicht in Zaum. Die Polizei hat Bilanz gezogen.

Unterfranken - 420 Verkehrsteilnehmer waren zu schnell

An 90 Stellen haben Polizisten die Geschwindigkeit gemessen. Durch Kontrollaktionen, wie zum Beispiel dem Blitzmarathons, sollen Verkehrsunfälle vermieden und die Zahl von Verletzten und Getöteten minimiert werden. Allein in Unterfranken wurden 2018 bei Geschwindigkeitsunfällen 758 Personen verletzt. Insgesamt 19 und damit fast jeder dritte getötete Verkehrsteilnehmer in Unterfranken verlor durch die erhöhte Geschwindigkeit sein Leben.

2019 weniger Fahrzeuge unterwegs

Mit rund 18.000 Fahrzeugen fuhren knapp 5000 Fahrzeuge weniger an den Messfahrzeugen vorbei als im Vorjahr. Das vermeldet die Polizei. Dies führt sie auf die schlechten Wetterbedingungen zurück.

Beim diesjährigen Blitzmarathon mussten in Unterfranken 420 Verkehrsteilnehmer beanstandet werden. Verglichen mit dem Vorjahr sind das erheblich weniger. Die Polizei erklärt sich diesen Umstand durch die niedrigere Gesamtzahl der gemessenen Fahrzeuge.

Spitzenreiter über 70 kmh zu schnell

Spitzenreiter der Kontrollaktion 2019 war ein Seat-Fahrer aus dem Landkreis Bad Neustadt an der Saale, der an der B285 bei Mellrichstadt bei erlaubten "100" 74 kmh zu schnell fuhr. Neben einem Bußgeld von 880 € muss der Mann mit einem zweimonatigen Fahrverbot und zwei Punkten in der sogenannten "Verkehrssünderdatei" rechnen.

Oberfranken - 491 Verkehrsteilnehmer mit erhöhter Geschwindigkeit

Rund 180 Beamte waren in Oberfranken an knapp 80 Messstellen eingesetzt. Dabei erfassten sie die Geschwindigkeit von rund 21.000 Fahrzeugen. in Oberfranken 491 Fahrer zu schnell unterwegs. Während ein Teil der ertappten Temposünder eine kostenpflichte Verwarnung an Ort und Stelle beglich, waren einige Verkehrsteilnehmer so schnell unterwegs, dass sie demnächst einen Bußgeldbescheid erhalten und auch ein Fahrverbot antreten müssen.

53 kmh zu schnell bei Tempo 100

So auch ein Autofahrer, der im Landkreis Hof bei erlaubten 100 Stundenkilometern mit 153 Stundenkilometern durch die Messstelle fuhr. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Mittelfranken - Über 1000 Verkehrssünder geblitzt

Im Rahmen des Blitzmarathons kontrollierten in Mittelfranken Polizeibeamte an knapp 400 Messstellen das Tempo der Verkehrsteilnehmer. Insgesamt durchfuhren 47.465 Fahrzeuge die Messstellen. Davon überschritten 1135 Fahrzeugführer die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Bei den Kontrollen traten außerdem 588 verkehrsrechtliche Beanstandungen zu Tage. Darunter waren unter anderem Verstöße gegen die Gurtpflicht. Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung wurde kurz nach Mitternacht auf der B8 bei Fürth gemessen. Die Radarmessstelle erfasste dort einen Fahrzeugführer, welcher bei erlaubten 120 kmh mit 194 km/h unterwegs war. Den Fahrzeugführer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 440 Euro, zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot.

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