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Heiligenstadt
Odyssee

Zwei Heiligenstadter sind überglücklich aus Kambodscha zurück

Kathrin Hofmann und Patrick Hübschmann aus Heiligenstadt sind am Donnerstag wohlbehalten aus Kambodscha in Brüssel gelandet. Sie saßen wegen der Corona-Krise in Asien fest.
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Patrick Hübschmann und Kathrin Hofmann machen überglücklich ein Selfie am Gepäckband bei der Ankunft in Brüssel.
Patrick Hübschmann und Kathrin Hofmann machen überglücklich ein Selfie am Gepäckband bei der Ankunft in Brüssel.

Mit einem Leihwagen ging es von dort aus nach Frankfurt und von da mit dem eigenen Auto zurück in die Heimat. Am Dienstag hatten sie sich verzweifelt an den Vorstand des Faschingsvereins "Die heiligen Stadtschnecken" in Heiligenstadt gewandt und um Unterstützung gebeten. Denn die Urlauber saßen wegen der Corona-Krise in Asien fest.

"Wir waren jeden Tag am Schalter von Thai Airways, denn wir hatten ja einen neuen Rückflug für Samstag gebucht. Jetzt wissen wir, dass es den nicht geben wird, denn ab Freitag will Thai Airways den Flugbetrieb einstellen", erzählt Kathrin Hofmann. Sie waren am Mittwoch von der Deutschen Botschaft angeschrieben worden, dass sie doch keinen weiteren Labortest für den Rückflug benötigen. "Ich glaube, dass die Vorschriften entschärft wurden, weil aus Deutschland Druck gemacht wurde", meint Kathrin Hofmann. Deshalb gingen sie mit einem ärztlichen Attest und einem Versicherungsschein wieder zum Schalter der Fluggesellschaft und baten immer wieder, ob es denn keine Möglichkeit für einen Rückflug gebe. Die Aussage war jedoch, dass die Flugzeuge komplett ausgebucht seien.

"Wir haben die Angestellte drei Stunden lang bedrängt. Da bot sie uns endlich einen Flug nach Brüssel", berichtet Kathrin Hofmann. Sie und ihr Freund riefen erst beim Auswärtigen Amt an, ob es in Ordnung sei, wenn sie nach Brüssel fliegen würden.

Am Flughafen in Phnom Penh verabschiedeten sich die beiden von den restlichen Gestrandeten: "Wir waren froh, dass wir fliegen durften, waren aber auch traurig, dass andere zurückbleiben mussten." An diesem Tag konnten zehn von den 120 Gestrandeten aus der Gruppe von Kathrin Hofmann und Patrick Hübschmann einen Rückflug ergattern. Entsetzt waren die beiden, denn im Flugzeug gab es noch leere Plätze.

In Brüssel gelandet, hatten sie noch Sorge, ob sie in Deutschland einreisen dürften: "Doch das war kein Problem. Wir wurden an der Grenze einfach durch gewunken." Jetzt sind sie erst einmal glücklich, dass sie wieder zuhause sind. "Vielen ist gar nicht bewusst, wie gut wir es hier in Deutschland trotz der Einschränkungen haben", meint Patrick Hübschmann.