Hiltpoltstein
Straßenverkehr

Zufahrt zum Obstinformationszentrum Hiltpoltstein ist für Busse heikel

Die Obstbauversuchsanlage in Hiltpoltstein gehört dem Kreis Forchheim. Kompliziert ist es, das Obstzentrum mit Bussen zu erreichen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zufahrt und  Rangiermöglichkeiten am Obstinformationszentrum Hiltpoltstein sind sehr beengt. Der Möchser Weg, die Straße zur kreiseigenen Versuchsanlage, soll  ausgebaut werden, doch der Kreis will nur einen Teil der Kosten übernehmen. Foto: Petra Malbrich
Zufahrt und Rangiermöglichkeiten am Obstinformationszentrum Hiltpoltstein sind sehr beengt. Der Möchser Weg, die Straße zur kreiseigenen Versuchsanlage, soll ausgebaut werden, doch der Kreis will nur einen Teil der Kosten übernehmen. Foto: Petra Malbrich

Schön abseits gelegen ist die Obstbauversuchsanlage mit Informationszentrum des Landkreis Forchheim. Die Verkehrssituation in Hiltpoltstein ist jedoch nicht ganz unproblematisch. "Die Busse können nicht einbiegen, ohne auf Privatgrund zu fahren", erklärte Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH) die Situation in der Sitzung des Marktgemeinderates. Alternative Strecken wurden deshalb auch im Gemeinderat schon angedacht. Nun fand ein Treffen mit Vertretern des Landratsamts und eines Busfahrers samt Bus vor Ort statt, um die Alternativen zu erörtern. Die von der Gemeinde vorgeschlagene Strecke fand kein Interesse. Eine andere Alternative wurde vom Landratsamt befürwortet. Das ist die Strecke von der Schoßaritzer Straße ausgehend zur ehemaligen Versickerung hinauf und von dort zum Obstzentrum. Die Verwaltung würde derzeit mit dem Landkreis hinsichtlich der Kosten verhandeln. Die Kreisbehörde will sich zwar finanziell beteiligen, aber nur an einem Teil der Strecke. "Wenn der Landkreis nicht mehr entgegenkommt, tun wir nichts", betonte Zweiter Bürgermeister Georg Potzner (CSU). Auch die Aussage eines einzelnen Busfahrers, dass dann Hecken oder Äste zurückgeschnitten werden müssten, könne nicht Entscheidungsgrundlage sein, merkte Marktgemeinderat Werner Spörl (BfH) an. Bürgermeisterin Bauer erklärte, dass der Bauhof den Weg bereits saniert habe, so dass man darauf wieder sicher fahren könne. Die einzig für Hiltpoltstein akzeptable Variante sei, die Besucher des Obstbildungszentrums vorher aussteigen zu lassen, damit sie die restlichen 300 Meter zu Fuß weitergehen könnten, behauptete Dritte Bürgermeisterin Gisela Geldner (FW). "Das sind Leute, die sich mit der Natur befassen, sie können 300 Meter laufen", meinte Geldner. Zudem stellte sie infrage, ob ein Busverkehr vor der Anlage so wünschenswert sei. Welche Dimensionen ein Straßenausbau habe, sei noch ungewiss, wenn dann auch der Begegnungsverkehr bedacht werden müsse. "Wir haben die Möglichkeit nicht, und das Landratsamt sollte sich damit zufrieden geben", betonte Geldner. Ähnlich betrachtete Michael Knauer (BfH) die Situation: "Wenn jemand eine Firma aufmacht, muss er auch Stellplätze vorhalten. Das auf die Gemeinde abzuwälzen, ist nicht gut." Eine Entscheidung musste nicht getroffen werden.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren