Kirchehrenbach
Sozialpolitik

Ziel ist Tagespflegeeinrichtung in der VG Kirchehrenbach

In Kirchehrenbach fand eine erweiterte CSU-Fraktionssitzung zum Caritas-Projekt Tagespflege im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft statt. Der Vorsitzende des Caritasverbandes verweist auf eine erforderliche Sozialraumanalyse.
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Die Tür rechts ist der Eingang zum künftigen Büro der Caritas-Sozialraumanalyse für die VG Kirchehrenbach. Foto: Waldemar Hofmann
Die Tür rechts ist der Eingang zum künftigen Büro der Caritas-Sozialraumanalyse für die VG Kirchehrenbach. Foto: Waldemar Hofmann

Das Projekt Sozialraumanalyse im Vorfeld und in Vorbereitung für die Schaffung einer Tagespflegeeinrichtung im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchehrenbach kann in naher Zukunft anlaufen. Diese Nachricht überbrachte der Vorsitzende des Caritasverbandes der Stadt Bamberg und des Landkreises Forchheim, Alfons Galster, auf Einladung den Mitgliedern der erweiterten CSU-Fraktion des Gemeinderates Kirchehrenbach.

Diese Informationsveranstaltung aus erster Hand zu dem angestrebten Projekt stieß laut Pressemitteilung der CSU im Brieftaubenheim auf großes Interesse. Galster eröffnete den Lokalpolitikern, dass der Caritasverband mittlerweile eine geeignete Person gefunden habe und der Einstieg erfolgen könne.

Die Vorgeschichte

Er erinnerte an die Vorgeschichte durch eine Anfrage der Seniorengemeinschaft und verschiedene Gespräche unter anderem mit dem Landratsamt über die Möglichkeiten der Schaffung einer Seniorentagesstätte - dies im Hinblick auf eventuell frei werdende Räumlichkeiten an der Grundschule Kirchehrenbach oder auf dem Schulsportgelände.

In den Fokus der Gespräche, sagte Alfons Galster, sei im Caritasverband die Schaffung einer Tagespflegeeinrichtung gerückt. Er habe bei den folgenden Begegnungen immer wieder darauf hingewiesen, in diesem Zusammenhang nicht alleine die Gemeinde Kirchehrenbach zu sehen, sondern die VG in ihrer Gesamtheit. Es gehe darum, die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zu sehen und die Entscheidungen danach auszurichten.

Die drei Bürgermeister der VG seien frühzeitig mit einbezogen gewesen. Übereinstimmung habe darüber geherrscht, einer Entscheidung über Tagespflege erst eine Sozialraumanalyse mit Quartiersmanagement voranzustellen, um Bedarf, Größenordnung, Örtlichkeit etc. festlegen zu können.

Die Verantwortungsträger vor Ort, die Vereine, Einrichtungen und die betroffenen Menschen selbst sollen in diesen Prozess der Bedarfsfindung einbezogen werden. Auch die Bereitschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen, müsse in diesem Zusammenhang abgefragt werden, führte Galster aus. Wie und in welchem Umfang die Umsetzung erfolgen soll, könne erst am Ende einer Sozialraumanalyse zur Diskussion stehen und nicht eher.

Noch nicht festlegen

Die CSU-Mitglieder erachteten es in der Diskussion als falsch, sich schon vorher auf Immobilien, Räumlichkeiten oder Orte festzulegen. Damit schaffe man Tatsachen, die spätere Entscheidungen erschweren könnten. Es sei in jedem Falle klug, die Ergebnisse der Analyse abzuwarten.

Eindringlich warnte Alfons Galster davor, diesen Themenbereich zum Stoff des bevorstehenden Kommunalwahlkampfes werden zu lassen. Dies wäre in hohem Maße unfair, denn es gehe um die Sache der Bürger im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft.

Die CSU-Gemeinderätin Ulrike Götz berichtete aus einem Gespräch, in dem sich die drei Bürgermeister darauf geeinigt hatten, die Untersuchung abzuwarten und im Vorfeld keinen Einfluss auszuüben. Des Weiteren verwies sie darauf, darauf zu achten, dass man jetzt von der Schaffung einer Tagespflegeeinrichtung rede, die grundsätzlich anders sei als die von der Seniorengemeinschaft ursprünglich angestrebte Seniorentagesstätte ("Senta"). Werner Löblein äußerte Befürchtungen dahingehend, dass jedwede Aktivität der Mitgliedsgemeinden am Immobilienmarkt bereits unter dem Aspekt künftiger Standort Tagespflege gesehen werde.

Dies verneinte der Caritas-Chef, denn da gebe es klare Absprachen, an die sich die Gemeinden auch zu halten hätten. Würde eine Gemeinde hier vorpreschen, könnte dies dazu führen, dass das Projekt Sozialraumanalyse ad absurdum geführt und beendet werden könnte.

Mitarbeiterin schon gefunden

Da man mittlerweile eine geeignete Mitarbeiterin für Analyse und Quartiersmanagement gefunden habe, könne diese nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages zeitnah in den Gemeinden vorgestellt werden. Als Arbeitsplatz stehe ihr ein Büroraum im ehemaligen alten Rathaus der Gemeinde zur Verfügung.

Begrüßt wurde, dass die Caritas die alleinige Trägerschaft für diese Maßnahme hat und sich die Gemeinden finanziell beteiligen. Alfons Galster sieht durchaus die Möglichkeit, dass dieses Projekt der VG-Gemeinden Kirchehrenbach, Leutenbach und Weilersbach die Gemeinschaft fördern und positiv beeinflussen kann.

Die Caritas ihrerseits versuche, größtmögliche Transparenz nach allen Seiten zu gewährleisten, hoffe auf Unterstützung und rege Beteiligung durch die Bevölkerung und ein gutes Ergebnis am Ende der Maßnahme, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken werde.

Zweiter Bürgermeister und CSU-Vorsitzender Michael Knörlein dankte dem Vorsitzenden des Caritasverbandes für diese "erfreulichen Informationen aus erster Hand". Als örtliche Kommunalpolitiker würden sicherlich alle die Chance nutzen und motivierend auf die Bevölkerung einwirken, sich an der Analyse zu beteiligen.

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