Forchheim
Stadtentwicklung

Wohnen auf dem Slosorz-Gelände

In der Schönbornstraße entsteht eine Wohnanlage, die einigen Stadträten zu klotzig vorkommt.
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Auf dem Gelände der  Firma Slosorz  in  der Schönbornstraße 17 werden  21     neue Wohnungen entstehen.    Die Ostseite  der L-förmigen   Wohnanlage grenzt    an die  Dreikirchenstraße 10. Das  grauen Dach links im Bild  gehört zum Gebäude Dreikirchenstraße 12. Ekkehard Roepert
Auf dem Gelände der Firma Slosorz in der Schönbornstraße 17 werden 21 neue Wohnungen entstehen. Die Ostseite der L-förmigen Wohnanlage grenzt an die Dreikirchenstraße 10. Das grauen Dach links im Bild gehört zum Gebäude Dreikirchenstraße 12. Ekkehard Roepert
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Wo Gewerbe war, wird Wohnraum entstehen. Auf dem Gelände der Firma Slosorz in der Schönbornstraße 17 ist Platz für 21 neue Wohnungen. Die Spezialfirma für starkwandige Rohre wird ihre Produkte ab Herbst in Buttenheim produzieren. Bauherr der Wohnanlage in der Forchheimer Schönbornstraße ist die Müller Wohnbau GmbH aus Schwabach.
Stefan Schelter, der Chef des Forchheimer Bauordnungsamtes, ist vollkommen zufrieden mit dem Vorhaben; im Bauausschuss am Montag sahen einige Stadträte die neue Wohnanlage allerdings nicht ganz so unproblematisch.
Während Schelter meinte, dass sich die Wohnanlage "nach Art und Maß der Nutzung und der Bauweise", in die Umgebung "einfügt", zeigte sich beispielsweise Manfred Mauser skeptisch: "Groß und massiv" kam dem FBF-Rat die geplante Bauweise in der Schönbornstraße vor: "Außerdem gefällt mir das Flachdach nicht. Es passt nicht zu den Villengebäuden der Umgebung."


L-förmige Anlage

Wie Manfred Mauser begrüßte auch Heike Schade (FGL) grundsätzlich das Vorhaben, Wohnungen in der Gegend zu bauen; doch auch sie vermisste die Stimmigkeit der Gestaltung: "Wir sollten ein Konzept für das ganze Viertel finden, um das Projekt gefälliger zu gestalten."
Geplant ist eine L-förmige Wohnanlage, deren Nord-Westseite 38 Meter und deren Ostseite 28 Meter lang sein soll. Die kürzere Seite der dreigeschossigen Anlage wird an die Gebäude der Dreikirchenstraße 10 angrenzen.
Markus Schmidt (CSU) empfand jegliche Kritik an dem Bauprojekt als deplatziert. Der CSU-Rat berief sich auf die Einschätzung Schelters, dass sich das Gebäude in die Umgebung einfügen werde. Und eine Debatte über "Flachdach oder nicht" sei irrelevant, weil das eine Geschmackssache sei.
Philipp Blümlein (JB) und Sebastian Körber (FDP) waren ebenfalls davon überzeugt, dass die Wohnanlage das städtebauliche Bild in der Schönbornstraße nicht stören wird. "Weil sich das Gebäude der restlichen Bebauung "unterordnet", wie Körber sagte. Zudem sei das Projekt "ein schönes Beispiel für Revitalisierung, weil ein Teil der Versiegelung aufgehoben wird", freute sich der FDP-Stadtrat.
Zwar wünschte sich auch Edith Fießer (FGL) eine "aufgelockerte Gestaltung" der Wohnanlage. Doch Stefan Schelter konnte dererlei Einwände mit einem Hinweis auf den Bauplan abschwächen: Beim genaueren Hinsehen werde deutlich, dass die Planung "keine homogene Fläche vorsieht". Die Bauweise sei durch Vor- und Rücksprünge geprägt. "Die Gliederung ist da", so Stefan Schelter.


Besser als vorher

Die Mehrheit ließ sich schließlich zuversichtlich stimmen, was die Auswirkung auf das Forchheimer Stadtbild betrifft. Karl-Heinz Fleckenstein (CSU) drückte es so aus: "Das Bild wird besser werden als das, welches vorhanden ist."
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