Wiesenthau
Gemeinderat

Wiesenthau kommt ohne Kredite aus

Die Kommune kann die geplanten Investitionen bewältigen, ohne sich neu verschulden zu müssen. Der Haushalt für 2018 wurde einstimmig verabschiedet.
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Finanziell steht die Gemeinde Wiesenthau gut da,. Die Kommune ist seit vergangenen Jahr schuldenfrei und die in den nächsten Jahren geplanten Investitionen können ohne   Neuverschuldung gemeistert werden.Jens Wolf, dpa
Finanziell steht die Gemeinde Wiesenthau gut da,. Die Kommune ist seit vergangenen Jahr schuldenfrei und die in den nächsten Jahren geplanten Investitionen können ohne Neuverschuldung gemeistert werden.Jens Wolf, dpa
"Wir haben große Rücklagen, sind also handlungsfähig", so lautete die zufriedene Botschaft von Bürgermeister Bernd Drummer zur Eröffnung der Gemeinderatssitzung an seine Gemeinderäte. Die Haushaltsberatung stand im Mittelpunkt der Besprechung. Die Kommune mit ihren 1615 Einwohnern ist nicht nur seit 2017 schuldenfrei, sie verfügt außerdem über 1,870 Millionen Euro an Rücklagen. Allerdings stehen auch zahlreiche große Projekte an, so dass die Mittel bis 2021 aufgebraucht sein könnten.


Schlüsselzuweisungen steigen

An Kämmerin Manuela Holm lag es, die Zahlen im Einzelnen zu präsentieren. Demnach beträgt der Verwaltungshaushalt 2,523 Millionen Euro gegenüber 2,350 im Jahr zuvor. Darin verbergen sich mit 457 000 Euro um 124 000 Euro höhere Schlüsselzuweisungen und ein um 26 000 Euro höherer Einkommenssteueranteil. Vom Freistaat ist eine Investitionspauschale in Höhe von von 133 000 Euro zu erwarten.

Bei den Ausgaben bilden die Personalkosten mit 748 000 Euro den größten Posten, gefolgt von der Kreisumlage, die mit 619 000 Euro um 63 000 Euro geringer ausfällt. Auch die VG-Umlage fällt mit 151 758 Euro niedriger aus und beträgt 93,97 Euro pro Einwohner gegenüber 99,86 Euro im letzten Jahr.

Schwieriger zu kalkulieren sind jedes Jahr die Betriebskosten Abwasser, die im Wesentlichen von der zu erwartenden Abrechnung der Stadtwerke Forchheim beeinflusst wird. Nach einer geringer ausfallenden neuen Belastung und einer Überzahlung in der Vergangenheit sind Kosten von 78 110 Euro für 2018 angesetzt.


100 000 Euro für die Kita

Der Vermögenshaushalt umfasst 2,522 Euro. Die ersten Schritte der Erweiterung der Kindertagesstätte erfordern 100 000 Euro. Die Renovierungen der Kirchen in Schlaifhausen und auf dem Walberla fördert die Gemeinde mit 45 000 Euro. Die gleiche Summe ist für den Rad- und Wirtschaftsweg nach Kirchehrenbach vorgesehen. Ernst nimmt es die Gemeinde auch mit barrierefreien Bushaltestellen, wie es der Landkreis fordert. Eine Haltestelle ist dafür mit 50 000 Euro als erster Schritt vorgesehen.

Für die Erschließung des Baugebiets Binzig in Wiesenthau sind 200 000 Euro eingeplant, für Grundstückerwerb 800 000 Euro. Vorwärts gehen soll es auch mit dem Gewerbegebiet Dorfäcker, für dessen Erschließung 300 000 Euro eingeplant sind. Dem Vermögenshaushalt können 413 000 Euro zugeführt werden, die freie Finanzspanne beträgt ebenfalls 413 000 Euro. Die Beschlussfassung zur Haushaltssatzung erfolgt einstimmig.


Schule wird saniert

Ehrgeizig sieht das Investitionsprogramm zwischen 2018 und 2020 aus. So sollen für die Sanierung der Schule 400 000 Euro ausgegeben werden. Die Erweiterung des Kindergartens wird mit insgesamt 1,5 Millionen Euro geplant bei einer erwarteten Förderung von 700 000 Euro. Für den Bauhof ist ein Fahrzeug für 150 000 Euro vorgesehen. Das Baugebiet Binzig wird mit 620 000 Euro veranschlagt, die Kanalsanierung Abwasser im Gemeindebereich mit 325 000 Euro. Hoffnung machen können sich die Schlaifhausener Bürger: Für die Sanierung des Bürgerhauses werden Kosten in Höhe von 450 000 Euro erwartet bei einer Förderung von 164 000 Euro. Für drei weitere barrierefreie Bushaltestellen sind nochmals 150 000 Euro eingeplant. Noch nicht konkret ist die Schaffung eines Bürgersaals, für den pauschal eine Million Euro vorgesehen sind. Die Neuinvestitionen können aus jetziger Sicht ohne Neukredite geschultert werden.

Vergeben wurden in der Sitzung im Anschluss an den Haushalt das Honorar für die Erschließung Dorfäcker, die vom Planungsbüro Weyrauther für 18 600 Euro übernommen wird.
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