Forchheim
Infrastruktur

Wie kommen die Schüler zum neuen S-Bahnhalt Forchheim Nord?

Die Pläne für den S-Bahnhalt im Forchheimer Norden schreiten voran. Ein Knackpunkt ist nach wie vor, wie die Schüler zum neuen Bahnsteig gelangen.
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Unmittelbar neben der Adalbert-Stifter- Grund- und Mittelschule und der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim soll der neue Bahnhalt entstehen. Foto: Ronald Heck
Unmittelbar neben der Adalbert-Stifter- Grund- und Mittelschule und der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim soll der neue Bahnhalt entstehen. Foto: Ronald Heck
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"Das ist die letzte Chance, etwas zu ändern", bekräftigt Otwin Schneider. Noch zweieinhalb Wochen lang können nun die Einwände gegen das geänderte Planfeststellungsverfahren der Deutschen Bahn erhoben werden.

Der Sprecher der Bürgerinitiative (BI) "Pro S-Bahn-Halt Forchheim Nord" hofft, dass sich die Stadt und der Landkreis Forchheim bis dahin doch noch gemeinsam für einen zweiten Zugang zum künftigen Bahnhalt stark machen, um den Schulweg für die Schüler im Forchheimer Norden zu verkürzen.

Nur ein Zugang geplant

Nördlich der Unterführung an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße soll der Mittelbahnsteig gebaut werden, den vor allem die Schüler der angrenzenden Schulen nutzen. Der Bahnhalt entsteht gegenüber der Adalbert-Stifter-Schule und der Georg-Hartmann-Realschule.

Bislang ist der einzige Zu- und Abgang an der Bonhoeffer-Unterführung geplant. Das bedeutet, die Schüler müssten nach dem Aussteigen den 140 Meter langen Bahnsteig entlang, dann die 80 Meter lange Rampe zur Unterführung hinaus und dann wieder nach Norden zu ihren Schulen laufen.

Neue Hoffnung

Hoffnung auf einen zusätzlichen, nördlichen Zugang zum Bahn-Haltepunkt haben nun Pläne des Landkreises geweckt: Für das Schulzentrum soll eine gemeinsame Mensa für fast 3000 Schüler gebaut werden. Im kommenden Kreis-Bauausschuss soll in diesem Zusammenhang auch noch einmal über einen direkten Zugang gesprochen werden soll. "Sowohl Stadt- und Kreisrat haben diesen sinnvollen Vorschlag mit dem Verweis auf die zu hohen Kosten bis dato abgelehnt", sagt Schneider.

Aus städtebaulicher Sicht sei ein zweiter Zugang nicht notwendig, erklärt auf Nachfrage der Forchheimer Bauamtsleiter Roland Eismann. Am kommenden Montag tagt der Forchheimer Stadtrat in einer Sondersitzung zum S-Bahnhalt Forchheim Nord.

Ein Punkt betrifft auch den künftigen Schulweg: Die Stadtverwaltung plant, dass von der Friedrich-Bonhoeffer-Straße ein Fußweg entlang der bestehenden Lärmschutzwand zu den Schulen neu errichtet werden soll. Im Bereich der Adalbert-Stifter-Schule ist zwischen Schulgebäude und Lärmschutzwand allerdings nur circa 1,50 Meter Platz. Deshalb dürfe laut Stadtverwaltung diese Engstelle im Rahmen der Errichtung aktiver Lärmschutzmaßnahmen nicht weiter verringert werden.

Einwände jetzt bringen

Noch bis zum 30. November können Einwände zum geänderten Planfeststellungsverfahren erhoben werden. Auch betroffene Anwohner ab der Piastenbrücke, die im Umkreis von rund 300 Metern an der Jean-Paul Straße, der Adalbert-Stifter Schule und Georg-Hartmann-Realschule wohnen, können bis dahin noch schriftlich ihre Bedenken äußern. Bislang wurden bei der Stadt drei Einwendungen vorgelegt. Schneider hofft, dass Stadt und Landkreis die zwei Wochen nutzen und "als Gebietskörperschaften in ihren Gremien die Debatte über diese Ergänzung der Ausbaupläne und deren Finanzierung nochmals aufnehmen."

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