Pretzfeld
Jugendarbeit

Wie der Musikverein Pretzfeld Kinder und Jugendliche fördert

Im Nachwuchsorchester des Musikvereins Pretzfeld werden nicht nur musikalische Fähigkeiten geschult.
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Das Jugendorchester lebt von disziplinierten Nachwuchstalenten. Foto: Musikverein Pretzfeld
Das Jugendorchester lebt von disziplinierten Nachwuchstalenten. Foto: Musikverein Pretzfeld

"Mir macht das Musizieren einfach Spaß", sagt der 14-jährige Benedikt Batz aus Pretzfeld. Er spielt im Jugendorchester des Musikvereins Pretzfeld Klarinette. "In der ersten Klasse habe ich mit Blockflöte angefangen und besuchte an der Schule die Bläserklasse", erzählt er weiter. Seine Schwester Lisa und Papa Stefan sind ebenfalls Mitglied im Verein. So probierte er das Spiel mit der Klarinette und fand Gefallen daran. "Im Musikverein treffe ich Leute und es ist einfach schön. Ich kann Kindern nur empfehlen ein Instrument zu lernen", meint Benedikt Batz.

Seine Mama Petra findet es ebenfalls richtig, dass Kinder in einem Musikverein ein Instrument spielen lernen. "Da werden viele soziale Kompetenzen gefördert. Es geht zum Beispiel um Verantwortung oder Disziplin", erklärt Petra Batz. Die Kinder übernehmen bei Veranstaltungen Verantwortung und müssen diszipliniert üben und regelmäßig die Proben besuchen. "Sie kommen raus und sitzen nicht nur vor dem Computer. Außerdem gibt es beim Musikverein auch Ausflüge und Geselligkeit. Es ist halt eine Gemeinschaft", sagt Petra Batz.

Dass der Musikverein Pretzfeld großen Wert auf Jugendarbeit legt, bestätigt auch der erste Vorsitzende Christian Hetz. Der Verein hat 46 Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren. Er betreut in Kooperation mit der Pretzfelder Grundschule die dortige Bläserklasse. Danach können die Kinder ins Jugendorchester wechseln. Und wenn sie weitermachen ins Schüler- und dann ins große Orchester. "Die Kinder starten in der Flötenklasse, wenn sie fünf oder sechs Jahre alt sind. Der Unterricht findet in der Grundschule statt, die Kosten übernimmt der Verein", erklärt Hetz und erzählt, dass sich die Kinder und Jugendlichen auf ihre Auftritte freuen. "Die sind vorher vielleicht ein wenig aufgeregt, aber dann ganz stolz, wenn sie gemeinsam etwas geschafft haben." Und Anna Hack, die sich im Verein um die kleinen Musiker kümmert, fügt hinzu: "Das ist das Besondere an einem Orchester: Jeder muss etwas dazu beitragen, damit es gut klingt."

Sie erklärt, dass die Kinder im Orchester Teamfähigkeit lernen, da sie auch aufeinander hören und Rücksicht nehmen müssen. Außerdem verlangt das Erlernen eines Instrumentes auch Ausdauer. Zudem wird zielstrebig auf ein Ziel, in diesem Fall auf einen Auftritt hingearbeitet. "Das sind alles Fähigkeiten, die man heutzutage im Leben, besonders im Berufsleben, benötigt", sagt Anna Hack und ist der Ansicht, dass die Kinder auch lernen mit Druck umzugehen.

Sie erzählt, dass es viel Freude bereitet mit Kindern Musik zu machen, da diese viel spielerischer an das Thema herangehen und viel mehr Begeisterung zeigen. "Sie lernen auch schneller als Erwachsene und nutzen das Musizieren als einen guten Ausgleich für die Schule", so Anna Hack. Viel Freude an der Musik haben auch die zehnjährige Bernadette Lipfert und ihre zwölf-jährige Schwester Emilia. Bernadette spielt Querflöte. "Bei einem Elternabend durften wir mal Instrumente ausprobieren und mit gefiel die Querflöte", erzählt sie. Ihre Schwester spielt Saxophon: "Ich wollte eigentlich Trompete spielen, aber da brachte ich wenig Töne raus." Die beiden haben ebenfalls großen Spaß und machen mit Begeisterung Musik. "Es ist einfach anders mit Kindern zu proben", sagt Anna Hack.

Christian Hetz ergänzt, dass zur Jugendarbeit nicht nur die Proben und Auftritte gehören, sondern dass auch gemeinsame Ausflüge stattfinden: "Wir haben zum Beispiel eine Nachtwanderung bei Schnee nach Hetzelsdorf gemacht. In der dortigen Gastwirtschaft haben wir dann Spiele gespielt und sind danach wieder nach Hause gewandert." Außerdem gab es Ausflüge in den Freizeitpark oder Volleyballturniere.

Fazit des Vereinsvorsitzenden: "Jugendarbeit bedeutet für den Musikverein Pretzfeld, dass Kinder ein Instrument erlernen, dass sie Freude an der Musik haben und spielerisch soziale Kompetenzen gefördert werden."

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