Weißenohe
Gemeinderat

Weißenohe hat einen neuen Feldgeschworenen

Große Projekte geht die Gemeinde Weißenohe an - das ist im Haushalt dokumentiert. Aber ein neues Baugebiet gibt es nicht.
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Johann Elitzer (l.) wird von Bürgermeister Rudolf Braun zum Feldgeschworenen vereidigt. Foto: Petra Malbrich
Johann Elitzer (l.) wird von Bürgermeister Rudolf Braun zum Feldgeschworenen vereidigt. Foto: Petra Malbrich

"Man sieht, dass viele Projekte am Laufen sind. Wir müssen nun fleißig sein, um alles umsetzen zu können", sagte Carmen Stumpf (FWG) am Ende der Haushaltsberatungen im Gemeinderat Weißenohe, wobei nicht mehr beraten werden musste. Die großen Projekte stehen längst fest. Dazu gehört die barrierefreie Neu- und Umgestaltung des Weißenoher "Plärrers", der Kreuzung mit dem Brunnen Richtung Rathaus. Die Tiefbauarbeiten dort sind die größte Einzelmaßnahme. Ein anderer großer Posten ist das Baugebiet "Weber". "Sechs von sieben Grundstücken wurden inzwischen zugewiesen", erklärte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). Vermutlich wird erst im Herbst begonnen, das Baugebiet auch umzusetzen. Teils mit Trenn- und teils mit Mischwassersystem würde gearbeitet werden. Dazu müsse die Dorfhauser Straße wohl drei- oder viermal gequert werden. Die Straße sei dann wohl in einem schlechten Zustand, so dass sie repariert werden müsse.

Wanderparkplatz mit Festzeltplatz

Neu gestaltet wird auch der Wanderparkplatz mit Festzeltplatz. 250.000 Euro sind vorgesehen, 60.000 Euro werden gefördert. Die Kosten für den Abwasserzweckverband steigen. Höheren Ausgaben ist das zum einen geschuldet. Bei dem Regenüberlaufbecken in Eckental sind noch etliche Arbeiten zu erledigen. Zum anderen muss Weißenohe künftig durch die gestiegenen Einwohnerzahl der Gemeinde einen höheren Anteil an der Verbandsumlage leisten. "Das sind fast 30.000 Euro mehr", sagte der Gemeindechef. Auch der Beitrag für den Tourismusverein Südliche Fränkische Schweiz steht mit einem höheren Betrag im Haushalt, was daran liegt, dass die Beiträge in den zurückliegenden Jahren nicht eingezogen wurden und nun auf einmal abgebucht werden. Die Wünsche der Jugend wurden berücksichtigt und Geld dafür in den Haushalt eingestellt. 10.000 Euro wurden fürs Vereinszimmer berücksichtigt, um den Boden zu erneuern, einen neuen Anstrich vorzunehmen und - wenn das Geld noch reicht - auch im Dachgeschoss zu isolieren. Für dieses und nächstes Jahr jedenfalls muss die Gemeinde keine Schulden aufnehmen.

Anrufe wegen Bauland

Schon mehrere Anrufe gingen wegen eines Antrags auf Aufstellung eines Bebauungsplans zur Ausweisung von Wohnbauflächen in der Gemeinde ein. Hier handelt es sich um die als Pferdewiese bekannte Fläche. Die Anrufer wollten wissen, ob die gesamte Wiese bebaut werden soll. "Nein, das ist nicht Sinn und Zweck", erläuterte Bürgermeister Rudolf Braun. Auf dem 1780 Quadratmeter großen Grundstück sei bereits Baurecht vorhanden, erläuterte Braun. Wasser, Kanal und Straße wurden somit von den Eigentümern bereits bezahlt. Im Zuge einer Erbauseinandersetzung solle nun das Baurecht geteilt werden, so dass es auf dem vorderen und dem hinteren Teil des Grundstücks besteht. Die vorhandene Baulandfläche wird demnach in zwei gleich große Teile halbiert, die eine westlich, die andere östlich. Baulandmehrung erfolgt dadurch nicht. Die Kosten übernimmt der Antragsteller.

Der kommunale Prüfungsverband hat den Jahresabschluss für die gemeindliche Wasserversorgung erstellt. 309.597 Euro lautete die Bilanzsumme, der Bilanzverlust belief sich auf 27.053 Euro.

Feldgeschworener

"Johann Elitzer ist einer der wenigen, der sich gut auskennt", sagte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). Das sei die wichtigste Voraussetzung für das Amt eines Feldgeschworenen mit dem "Siebenergeheimnis". Der Gemeindechef freute sich, Johann Elitzer zum Feldgeschworenen zu ernennen und zu vereidigen, und dankte ihm im Namen der Gemeinde.



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