Weilersbach
Rekordverdächtig

Weilersdorfer Gemeinderat verabschiedet Haushalt in gut vier Minuten

In rekordverdächtiger Zeit hat der Gemeinderat Weilersbach seinen Haushalt verabschiedet. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen.
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Die Gemeinde Weilersdorf darf sich 2018 auf höhere Einnahmen freuen. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa
Die Gemeinde Weilersdorf darf sich 2018 auf höhere Einnahmen freuen. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa
Nach viereinhalb Minuten war dieser Tagesordnungspunkt abgehandelt und das Zahlenwerk einstimmig beschlossen. Der von der Kämmerei vorgelegte Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 3,634 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 2,438 Millionen Euro. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen.


Hebesatz unverändert


Die gemeindlichen Hebesätze liegen bei der Grundsteuer A bei 450, bei der Grundsteuer B bei 400 und bei der Gewerbesteuer liegt weiterhin bei 380 Punkten.

Die Gemeinde Weilersbach darf sich über ein sattes Plus an Steuern und Schlüsselzuweisungen freuen. Gegenüber dem Vorjahr ist diese Position auf der Einnahmenseite des Verwaltungshaushaltes um rund zehn Prozent oder 226 000 Euro auf 2,365 Millionen Euro gestiegen. 2013 lagen die Gesamteinnahmen aus diesen Bereichen noch bei 1,738 Millionen Euro.


Mehr Gewerbesteuer


Die Gewerbesteuereinnahme soll um 25 000 Euro auf rund 150 000 Euro steigen. Aber auch bei der Einkommens- und Umsatzsteuerbeteiligung legt die Gemeinde um rund 11,3 Prozent oder 141 000 Euro zu. Auch wenn die Steuerkraft gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, fiel man im Verhältnis zu anderen Gemeinden weiter zurück. 2017 wurde ein Wert von 80,6 Prozent des Landesdurchschnitts erreicht, jetzt sind es 78,8 Prozent.

Hieraus ergibt sich auch die veranschlagte Erhöhung der Schlüsselzuweisung um 61 000 Euro auf 655 500 Euro.

Auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts schlagen als größter Posten die Personalausgaben zu Buche, die um rund neun Prozent auf 980 000 Euro steigen. Auf der Ausgabenseite ist eine planmäßige Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt von 550 000 Euro vorgesehen. Die Kreisumlage ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegt nun bei 770 400 Euro. Die VG-Umlage ist um 21 000 Euro auf 197 600 Euro angestiegen.


Turnhalle wird saniert


Im Vermögenshaushalt schlagen die Kosten für die Teilsanierung der Turnhalle mit 1,05 Millionen Euro zu Buche. Darüber hinaus ist eine Sanierung der Grundschule geplant. Für Planungskosten wurden 25 000 Euro veranschlagt. Im Finanzplan sind 2019 und 2020 für dieses Projekt jeweils 750 000 Euro eingestellt. Der Gesamtbetrag an Verpflichtungsermächtigungen wurde auf rund 1,8 Millionen Euro festgesetzt. Hier soll die lange geplante Sanierung der Weißenbacher Straße bis zur Einmündung Reifenberger Weg angegangen werden.

Die Verschuldung der Gemeinde ist 2017 auf rund 971 000 Euro oder 477 Euro je Einwohner gesunken. 2018 soll eine weitere planmäßige Tilgung der Verbindlichkeiten in Höhe von 143 373 Euro erfolgen. Der Stand der Gesamtrücklagen liegt per 31. Dezember 2018 bei rund 716 100 Euro. Diese Rücklagen sollen 2019 und 2020 für die Sanierung der Schule und der Weißenbacher Straße weitgehend aufgebraucht werden.

Der von Kämmerer Bastian Holzschuh vorgelegte Haushaltsplan wurde nach umfassender Vorbesprechung im Finanzausschuss einstimmig verabschiedet.
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