Weilersbach
Gemeinderat

Weilersbacher Räte suchen vor Ort einen Platz für den Kindergartenanbau

Ein Ortstermin beim Weilersbacher Kindergarten brachte zunächst eine große Überraschung und Enttäuschung. Wo soll der notwendige Anbau anschließen?
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Der gesamte Gemeinderat umrundete das Kindergartenareal, um mögliche Anbaupunkte in der Wirklichkeit anzusehen und Bauprobleme zu erkennen.  Foto: Pauline Lindner
Der gesamte Gemeinderat umrundete das Kindergartenareal, um mögliche Anbaupunkte in der Wirklichkeit anzusehen und Bauprobleme zu erkennen. Foto: Pauline Lindner

Die Zeit drängt und Weilersbach braucht dringend eine weitere Krippengruppe. Bei einer regen Nachfrage von mindestens zwölf Plätzen muss die Kommune reagieren. Die Frist für die Förderung läuft aber am 31. August aus. Zwar sprach Bürgermeister Gerhard Amon (CSU) das Problem schon in früheren Sitzungen an, aber weiter geschah bislang nichts außer einem ersten Architektenentwurf. Den nahm nun der Rat vor Ort genau in Augenschein und - entschied sich für eine andere Lösung.

Der Kindergarten Weilersbach befindet sich in der ehemaligen Schule von Unterweilersbach. Das große Grundstück liegt mit der Schmalseite zur Straße und ragt in einen steilen Hang hinein, was Bauen schwierig und teuer macht.

Große Enttäuschung

Die größte Enttäuschung für etliche Ratsmitglieder war die Feststellung des Planers Thomas Kügel, dass der Anbau aus dem Jahr 2014 nicht aufgestockt werden könne. "Dass das Flachdach des Anbau einen weiteren Stock tragen kann, war für mich die Voraussetzung damals, dieser Bauvariante zuzustimmen", erinnerte sich stellvertretender Bürgermeister Marco Friepes (CSU/AB). Das bestätigten auch weitere Ratsmitglieder aus allen Fraktionen.

Der Architekt schlug als Alternative einen Standort an der Westecke des alten Schulhauses vor, der einen Zugang vom Parkplatz aus ermöglicht. Das Dach des eingeschossigen Baus wäre dabei eine Art Terrasse vor dem Anbau geworden. Auch er sah die baulichen Herausforderungen durch den steilen Hang.

Areal umrundet

Der gesamte Gemeinderat umrundete deshalb das ganze Areal, um mögliche Anbaupunkte in der Wirklichkeit anzusehen und Bauprobleme zu erkennen. So verwarf man eine Erweiterung des Anbaus nach Norden zum Wald hin, weil hier Grund dazugekauft werden müsse. Helmut Stein (BR), von Beruf Baumeister, brachte einen Anbau östlich der Küche ins Gespräch. Auch hier wäre es nicht einfach, müsste doch Lichtraum für die Toilettenfenster bleiben und das heutige Vordach großzügig erweitert werden.

Auf der Westseite

Letztlich wandte sich der Rat wieder der Westseite zu. Der Anbau soll in direkter Linie zum bestehenden Gebäude erfolgen. Um dem Gruppenraum kein Licht wegzunehmen, soll der neue Gebäudeteil etwas nach Norden versetzt werden und dann wieder auf die Kante vorspringen. Der Gemeinderat sah kein Problem darin, dass der Zugang, wenn Eltern ihre Sprösslinge bringen, zuerst durch das Haupthaus führt und dann unter dem offenen Vordach des Anbaus verläuft. Wenn die Krippenkinder in andere Räume der Kita müssen, soll eine Innenverbindung über den bestehenden Anbau unnötiges Ankleiden vermeiden helfen. Der Architekt soll alsbald einen dem einstimmigen Beschluss entsprechenden Plan fertigen.

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