Hiltpoltstein
Verkehr

Was tun gegen die Raserei in Hiltpoltstein?

Autos und Lastwagen fahren zu schnell durch Hiltpoltstein. Jetzt sollen die Gehwege verbreitert werden. Wird die Ortsdurchfahrt dann noch gefährlicher?
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Die Gehwege in Hiltpoltstein sind nicht überall breit genug. Petra Malbrich
Die Gehwege in Hiltpoltstein sind nicht überall breit genug. Petra Malbrich
Nicht wenige Autos und Lastwagen fahren mit viel zu hoher Geschwindigkeit in den Ort Hiltpoltstein. Mit der Verwaltung war Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer (BfH) deshalb entlang der Bundesstraße 2 - vor allem im oberen Dorf Richtung Almos - unterwegs und hat sich die Gehwegsituation angeschaut.

Der Gehsteig, an vielen Stellen zu eng für Kinderwagen oder Rollator, soll nun verbreitert werden. "Wir stellen einen Antrag auf Bezuschussung für die Gehwegerweiterung", teilte Schulze-Bauer dem Gemeinderat als Fazit der Begehung mit.


"Das ist ein Witz"


Dass die Gehwege an etlichen Stellen viel zu eng sind, stellte niemand in Abrede. Doch: Woher kommt der Platz für einen breiteren Gehsteig? "Dann muss die Straße verschmälert werden. Das ist ein Witz", meinte Gerhard Prütting (FW).

Am Beispiel anderer Gemeinden, die ähnlich enge Straßen haben, machte Stefan Windisch (CSU) die Problematik deutlich. Dort würde die Straße nach einer Gehsteigerweiterung so eng sein, dass Lastwagen Schwierigkeiten haben. "Im Winter wird es dann richtig eng. Je enger, desto gefährlicher", meinte Windisch skeptisch.

Gisela Schulze-Bauer erklärte, dass durchaus auch das Bauamt Interesse habe, dass die Straße passt, sprich breit genug ist, um sicher darauf zu fahren. Michael Knauer (BfH) stimmte einer Gehwegverbreiterung zu, wenn es möglich sei. So könnte laut Bürgermeisterin durchaus von der vorgeschriebenen Norm abgewichen werden.

Zweiter Bürgermeister Georg Potzner (CSU) hingegen glaubte, dass es genügend Bürger gibt, die eine engere Straße als Verkehrsberuhigung betrachten und das befürworten würden. Dem stimmte die Bürgermeisterin zu. "Ich habe viele Anträge vorliegen, wo das Geschwindigkeitsmessgerät als nächstes aufgestellt werden soll. Ich bin dafür, dass wir vier Messgeräte anschaffen und diese an den Ortseingängen aufstellen", plädierte Bauer.


Tempo 30 am Berg


Jedenfalls sollte oben am Berg mit einem Tempo-30-Schild angefangen werden, um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen. "Es ist höchste Eisenbahn, dass die Autos langsamer durch Hiltpoltstein fahren", sagte die Bürgermeisterin.

Der Antrag auf Förderung wird gestellt. Ob und wie betroffene Gehwege dann verbreitert werden können, wird den Rat sicher wieder beschäftigen.

Kommunen erhalten eine Förderung für den Breitbandausbau an Schulen. Der Fördersatz beträgt normalerweise 80 Prozent, Gemeinden mit besonderem Handlungsbedarf werden mit zu 90 Prozent gefördert. "Das wollen wir in Anspruch nehmen", meinte Bürgermeisterin Gisela Bauer-Schulze in der jüngsten Sitzung unter zustimmenden Kopfnicken ihrer Räte.


Wie geht es weiter mit dem Breitbandausbau?


Daneben gibt es auch noch andere Bereiche im Marktgebiet, die noch nicht erschlossen sind und nun in einem weiteren Verfahren für den Breitbandausbau vorgesehen sind. Das wären ein Anwesen im Möchser Weg, die Bereiche Wasserwerk und Info-Point, zwei Häuser in der Alten Leithe und das neue Baugebiet "Hofmannsgarten". Alleine dafür sind 100 668 Euro vorgesehen.

"Ich kann mir nicht erklären, was dort noch so viel kosten soll, wenn man von der B 2 aus Glasfaser verlegt wird", sagte die Bürgermeisterin verwundert. Die Gemeinde habe schon beim Straßenbau im Baugebiet wurden alle Vorbereitungen getroffen. Einig war sich das Gremium, die beiden Wochenendhäuschen in Almos jenseits der B 2 nicht in das Förderprogramm aufzunehmen. Der Ausbau der angedachten Gebiete würde 460 422 Euro betragen. Abzüglich der Förderung bliebe ein Eigenanteil von rund 100 000 Euro.


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