Forchheim
Sicherheit

Waldbrandgefahr auf dem Annafest: Stadt appelliert an Besucher

Wegen der massiven Waldbrandgefahr ist das Rauchen nur in bestimmten Teilen des Kellerwaldes erlaubt. In Oberfranken sind zudem Luftbeobachter unterwegs.
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Das Annafest 2019 steht vor der Tür: Rauchen wird nicht auf dem kompletten Gelände erlaubt sein. Foto: Barbara Herbst
Das Annafest 2019 steht vor der Tür: Rauchen wird nicht auf dem kompletten Gelände erlaubt sein. Foto: Barbara Herbst

Das städtische Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Forchheim haben einen dringenden Hinweis an alle Besucherinnen und Besucher des kommenden Annafestes: Aufgrund der massiven Waldbrandgefahr ist das Rauchen nur im Bereich der Kellergaststätten und auf den geteerten Wegen des Festgeländes gestattet.

Durch das trockene Wetter mit sommerlichen Temperaturen ist die Waldbrandgefahr in Bayern wieder angestiegen. "Auch in Forchheim stehen wir kurz vor der höchsten Warnstufe 5 des Waldbrandgefahrenindexes!", sagt der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Klaus Backer. Durch die anhaltend trockene Witterung in Kombination mit sommerlichen Temperaturen ist die Waldbrandgefahr in Bayern angestiegen und erreicht stellenweise die höchste Warnstufe 5 von 5.

Annafest Forchheim: Waldbrände befürchtet

Eine sehr hohe Waldbrandgefahr wird eben gerade zu Beginn des beliebten Annafestes befürchtet, wenn viele Menschen den Kellerwald aufsuchen. Das Ordnungsamt und die Feuerwehr appellieren an alle Bürger, im Wald Vorsichtsmaßnahmen gegen Waldbrände zu beachten und zum Beispiel keine brennenden Zigaretten in den Waldbereich zu werfen, das Hantieren mit offenem Feuer ist im Wald absolut tabu.

Außerdem sollten auf Wiesen und Waldwegen keine Fahrzeuge parken, weil die Hitze des Katalysators den Boden leicht entzünden könnte. Auch weggeworfene Glasflaschen, Feuerzeuge oder Folien können ein Feuer auslösen.

Luftbeobachtung in Oberfranken

Wegen des anhaltenden trockenen Wetters und der hohen Waldbrandgefahr für besonders gefährdete Waldgebiete hat die Regierung von Oberfranken im Einvernehmen mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Bayreuth seit gestern, 24., bis Samstag, 26. Juli, den Einsatz von Luftbeobachtern zur Durchführung von Beobachtungsflügen für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet.

Die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. stellt die Einsatzflugzeuge und die Piloten zur Verfügung. An Bord der eingesetzten Flugzeuge befinden sich neben den Piloten ausgebildete Luftbeobachter, die die Wälder aus der Luft auf mögliche Brandgefahren hin absuchen. Wird ein Brand festgestellt, werden die Feuerwehren über die Integrierte Leitstelle alarmiert und die Einsatzkräfte werden vom Luftbeobachter zur Einsatzstelle gelotst. Die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz trägt die Regierung von Oberfranken aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Die Regierung von Oberfranken appelliert an alle Besucher der oberfränkischen Wälder, äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe können Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. Zudem sollte wegen des Brandrisikos durch heiße Fahrzeugkatalysatoren keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund geparkt werden. Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt ohnehin ein Rauchverbot im Wald.

Die Waldbrandgefahr ist in Franken aktuell hoch: In diesen Bereichen der Region gilt die höchste Warnstufe.

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