Gößweinstein
Treffen

Wallfahrtsführer sorgen sich um Sicherheit in Gößweinstein

Wallfahrtsführer wünschen sich eine Sperrung der Ortsdurchfahrt während der Wallfahrten in Gößweinstein.
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Eine Wallfahrt vom September 2017 aus Herzogenaurach nach Gößweinstein Foto: Manfred Welker
Eine Wallfahrt vom September 2017 aus Herzogenaurach nach Gößweinstein Foto: Manfred Welker
"Kann denn die Durchgangsstraße von Gößweinstein nicht für die Zeit des Einzugs von Wallfahrten für den Autoverkehr gesperrt werden?" Dies war eine Frage aus den Reihen der Wallfahrtsführer, die sich wie jedes Jahr auf Einladung der Pfarrei in Gößweinstein einfanden. Besonders an den großen Wallfahrtstagen, wenn viele Wallfahrten innerhalb kurzer Zeit ein- und ausziehen, wäre dies wünschenswert.

Hierzu konnte der Dritte Bürgermeister Manfred Eckert (CSU) keine Zusage machen. Die Südumgehung von Gößweinstein sei hierfür die Voraussetzung. Diese werde baldmöglichst vom Markt Gößweinstein angestrebt. Neben dem geplanten Umzug des Rathauses ins Pfarrhaus solle auch der Marktplatz umgestaltet werden.


Pater schlägt Alarm

Während seiner Predigt in der Basilika ging Pater Aurelian Ziaja auf das Evangelium des Tages ein, in dem Jesus die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel treibt. Der Missbrauch von Religion für Geschäftemacherei ärgere auch heute echte Pilger. "Wenn die äußeren Dinge sich verselbstständigen, dann wird es gefährlich", ist der Franziskanerpater überzeugt. "Wenn Ostern zum Frühlingsfest degradiert wird, dann müssen wir Alarm schlag, denn dann wird Christi Auferstehung zur Nebensache. Dann ist der religiöse Sinn verraten und verkauft," mahnte er.

Sehr harmonisch verlief das Treffen im Pfarrheim. Pater Aurelian bedankte sich für den reibungslosen Ablauf des vergangenen Wallfahrtsjahres. Mit ein paar Gedanken zum Pilgern wollte er auch etwas "geistliche Nahrung" anbieten, die durch Pfarrsekretär Peter Sebald mit alten Fotos garniert wurden.

"Pilgern schenkt Verbundenheit mit allen, die mit der gleichen Sehnsucht im Herzen mit Freud und Leid auf dem Weg sind," so beschrieb der Geistliche das Empfinden von Wallfahrern. Pilgern schenke daher auch Gotteserfahrung.

Die Wallfahrtsführer fragten nach einem Ersatz für die geschlossene Klosterkirche . Bei schlechtem Wetter kann die Basilika zum Kreuzweg-Beten genutzt werden, soweit sie frei ist, oder auch das Pfarrheim. "Dies kann aber nur individuell kurzfristig entschieden werden", erklärte Ziaja.


Sanierung der Klosterkirche

Kirchenpfleger Bernhard Schrüfer erläuterte hierzu den aktuellen Stand zur Sanierung der Klosterkirche. In diesem Jahr werden die wichtigen statischen Arbeiten wie der Einbau von Zugankern durchgeführt. Zu den Gesamtkosten müssen von der Kirchenstiftung Gößweinstein 200.000 Euro beigetragen werden. Außerdem trug er auch die bisherigen Überlegungen zur Sanierung des Pfarrhauses mit der künftigen Nutzung als Rathaus und Tourist-Info vor. Endgültige Entscheidungen seien aber noch offen.

Die Frage nach der Abstimmung der Mitgestaltung der Wallfahrtsgottesdienste durch deren Chöre oder Musikgruppen konnte Pfarrsekretärin Elke Hübner klären.


Besuch im Wallfahrtsmuseum

Abschließend warb der stellvertretende Vorsitzende des Wallfahrtsmuseums Gößweinstein, Georg Lang, für dessen Besuch: "Gerade die vielen Votivgaben zeigen, dass in Gößweinstein Gebete erhört werden. Auch heute noch." Dies zeige eine kleine Wachsfigur aus dem Jahr 2012. Daher könne ein Besuch des Wallfahrtsmuseums die Glaubenserfahrung der Wallfahrt noch vertiefen. Bernhard Schrüfer brachte es auf den Punkt: "Ohne die Wallfahrer fehlt was in Gößweinstein."


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