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Ebermannstadt
Medizintechnik

Vom tiefen Blick ins Innere

Zum Auftakt der Forchheimer Kinder-Uni wurde die Funktionsweise eines Computertomographen erörtert.
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Zum Auftakt der 2. Forchheimer Kinder-Uni war die Aula des Gymnasiums in Ebermannstadt sehr gut gefüllt. Fotos: Sonja Hoffmann
Zum Auftakt der 2. Forchheimer Kinder-Uni war die Aula des Gymnasiums in Ebermannstadt sehr gut gefüllt. Fotos: Sonja Hoffmann
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Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Winter geht die Forchheimer Kinder-Uni nun in die zweite Runde. Am Samstag fand die erste von insgesamt fünf Vorlesungen statt. Zur Eröffnungsrunde kamen gut 80 lernwillige, kleine Studierende zwischen neun und zwölf Jahren in die Aula des Gymnasiums Fränkische Schweiz nach Ebermannstadt.

Dort gab Joachim Hornegger in einer einstündigen Vorlesung kindgerechte, spannende Einblicke in die Entstehung und Funktion eines Computertomographen. Er erklärte den Kindern, wie wenig die Medizintechnik früher ausgereift war und was heute alles möglich gemacht werden kann. Er befragte die Mädchen und Jungen zu verschiedenen Themen, zum Beispiel ob sie selbst schon einmal geröntgt wurden. Auch holte er sich ein paar Freiwillige auf die Bühne, um die Röntgentechnik anschaulich darzustellen. Er zog die jungen Zuhörer in seinen Bann und weckte Interesse.

Zehn Sekunden pro Bild

Die Kinder brachten selbst auch Fragen mit ein und erzählten von eigenen Erfahrungen. Neugierig hörten sie zu, als sie erfuhren, wie im Jahre 1895 der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen die X-Strahlen entdeckte. Besonders begeistert waren sie, als sie sahen, wie reell heute eine CT-Aufnahme des Körpers aussehen kann und hörten, dass sogar schon einmal ein Ferrari am Fraunhofer Institut durchleuchtet wurde. In nur zehn Sekunden werde ein CT Bild erstellt.

Für Professor Hornegger war es etwas Besonderes, nach Ebermannstadt zu kommen an diese Schule zu kommen. Er ist im Landkreis Forchheim aufgewachsen und hat selbst sein Abitur am Gymnasium in "Ebs" absolviert. Nach einem Studium der Informatik und Mathematik war er Entwicklungsingenieur bei Siemens Medical Solutions und anschließend Professor an der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU).

Als Individuum ernstgenommen

Die Forchheimer Kinder-Uni ist ein gemeinsames Projekt der Institutionen des Bildungsbüros Forchheim - vertreten durch Ramona Gebhardt und Martin Haendl. Außerdem involviert ist der Verein "FOrsprung - Gemeinsame Verantwortung für Bildung" mit seinem Leiter Wolfgang Blos, das staatliche Schulamt und der Bildungsbeirat der Stadt Forchheim.

Die Vorlesungen dauern jeweils rund 60 Minuten, die Kinder nehmen ohne ihre Eltern daran teil. Sie sollen sich als eigenständige Personen ernst genommen fühlen und bekommen auch ein Namensschild sowie einen Schreibblock samt Stift. So können sich die Studierenden Notizen machen und das Gelernte ihren Eltern präsentieren.

Die nächste Vorlesung findet am Donnerstag, 19. Oktober in der Aula des Herder Gymnasiums Forchheim zum Thema "Familie früher - Familie heute" statt. Hierfür sind noch Plätze verfügbar. Die Teilnahme ist für die Kinder übrigens kostenfrei. Alle Infos zu den weiteren Veranstaltungen der Kinder-Uni sowie die Möglichkeit sich noch anzumelden gibt es unter www.bildungsregion-forchheim.de im Internet.