Forchheim
Einzelhandel

Vier verkaufsoffene Sonntag in Forchheim im Jahr 2020

Im nächsten Jahr soll es in der Forchheimer Innenstadt wieder vier verkaufsoffene Sonntage und eine Lange Einkaufsnacht zu den Afrika-Kulturtagen geben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein verkaufsoffener Sonntag soll am ersten Advent sein. Foto: Jennifer Opel/Archiv
Ein verkaufsoffener Sonntag soll am ersten Advent sein. Foto: Jennifer Opel/Archiv

Shoppen auch am Sonntag: Vier verkaufsoffene Sonntage soll es 2020 in Forchheim geben: Am 1. März, 5. April, 4. Oktober und 29. November. Dazu kommt die Lange Einkaufsnacht am 3. Juli (bis 23 Uhr geöffnet) anlässlich der Afrika-Kulturtage. Eine Änderung werde es im Gegensatz zum vergangenen Jahr geben, sagt Citymanagerin Elena Büttner: Ein verkaufsoffener Sonntag zum Stadtfest sei "nicht unbedingt geeignet". So sei in diesem Jahr jedenfalls das Fazit des Einzelhandels ausgefallen.

Läden dürfen sonntags nur öffnen, wenn es einen speziellen Anlass gibt, in Forchheim sind das beispielsweise die Jahrmärkte. Um für verkaufsoffene Sonntage von den gesetzlich vorgeschriebenen Ladenschlusszeiten abweichen zu können, ist der Erlass einer Rechtsverordnung nach Ladenschlussgesetz nötig. Keine Einwendungen gab es vom Einzelhandelsverband, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer.

Ein "ok" gibt es auch vom Landratsamt, allerdings mit dem Hinweis auf räumliche Begrenzung: Denn es dürfen nur Läden in unmittelbarer Nähe der Veranstaltung öffnen. Die evangelische Kirche lehnte die verkaufsoffenen Sonntage wie in den Vorjahren ab. Keine Rückmeldung gibt es bisher von der katholischen Kirche und der Gewerkschaft verdi.

Aus den Reihen der Forchheimer Grünen Liste (FGL) gibt es Kritik an den verkaufsoffenen Sonntagen: Das Thema sei jedes Jahr umstritten, auch bei den Einzelhändlern sei die Meinung sehr geteilt, sagt Annette Prechtel (FGL). "Es hat einen Sinn, die Arbeitsruhe an Sonntagen beizubehalten." Besonders gegen den ersten Adventssonntag sträube sie sich. Ute Samel (SPD) appellierte, am 4. Oktober keinen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten, weil die Händler ohne diesen ein langes Wochenende hätten.

Anders sieht es Manfred Hümmer (FW). Die Adventswochen seien die umsatzstärksten Wochen des Jahres. Nicht zu öffnen, wäre "fast schon wirtschafts-kontraproduktiv." Ähnlich sieht es Udo Schönfelder (CSU). Er erinnert an die Konkurrenz durch Internet und "Grüne Wiese". "Wir müssen alles dafür tun, dass die Kaufkraftbindung in der Stadt bleibt."

Sein Parteikollege Karl-Heinz Fleckenstein ist selbst als Gewerkschafter mit den Sonntagen einverstanden. "Wir schaffen den Rahmen und die Möglichkeit, aber keine Verpflichtung dafür". Schließlich werde kein Händler gezwungen, zu öffnen. Mit einer Mehrheit stimmten zehn Stadträte für die Termine der verkaufsoffenen Sonntage.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren