Egloffstein
Entwicklungshilfe

Verein aus Hausen will mit Markus-Broten aus Egloffstein in Afrika helfen

Der Verein "Projekt Zwei-Fünf" aus Hausen lässt in Egloffstein Markus-Brote backen. Der anteilige Erlös geht an Hilfsprojekte in Afrika.
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Frisch aus dem Ofen kommen die ersten Markus-Brote. Dabei schauen dem Juniorchef Matthias Wirth (links) Projektleiter Franz Renker, rechts), daneben Viola von Gehlen als Mitarbeiterin und Unterstützerin sowie Tobias Renker mit Elina auf dem Arm zu. Foto: Reinhard Löwisch
Frisch aus dem Ofen kommen die ersten Markus-Brote. Dabei schauen dem Juniorchef Matthias Wirth (links) Projektleiter Franz Renker, rechts), daneben Viola von Gehlen als Mitarbeiterin und Unterstützerin sowie Tobias Renker mit Elina auf dem Arm zu. Foto: Reinhard Löwisch
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Mit einem Markus-Brot, das an die Speisung der 5000 im Markus-Evangelium erinnert, startet der Verein "Projekt Zwei-Fünf" aus Hausen, zusammen mit der Bäckerei Wirth aus Egloffstein eine ganz besondere Spendenaktion: Von jedem verkauften Markus-Brot geht ein Euro nach Uganda zum Aufbau einer Schule. Die Aktion begann jetzt am ersten Advent und dauert bis Ostern.

"Die Kinder der Welt und die armen Leut', die wissen am besten, was Schenken bedeut‘. Ihr Herrn und Frau'n, die Ihr einst Kinder wart, seid es heut' wieder, freut Euch in ihrer Art. Das Christkind lädt zu seinem Markte ein, und wer da kommt, der soll willkommen sein." Diese Sätze sprach das Nürnberger Christkind auch dieses Jahr zur Eröffnung des weltberühmten Christkindlesmarktes. Es erinnert damit auch daran, dass man mit kleinen Geschenken viel Freude bereiten kann.

Mit afrikanischem Missionar verheiratet

Der Verein "Projekt Zwei-Fünf" (das steht für zwei Fische und fünf Brote bei der Brotvermehrung) geht die Sache etwas professioneller an. Der frühere Hausener Bürgermeister Franz Renker, dessen Tochter Judith mit einem afrikanischen Missionar verheiratet ist, leitet das Büro, das zusammen mit vielen Unterstützern auf unkonventionelle Art Spenden sammelt für die Aufbauhilfe in Afrika getreu dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe". Neben dem Bau von Schulen, der Aufklärungsarbeit in den Dörfern und in riesigen Flüchtlingslagern wie dem südsudanesischen Rhino-Camp mit 116.000 Bewohnern hat der eingetragene Verein aus dem Kreis Forchheim im zentralen Ostafrika Ausbildungsstätten geschaffen. So entstanden Schneidereien und Schreinereien, eine Frisörschule und eine Landwirtschaftsschule, außerdem eine Koch- und Backschule, damit die Menschen vor Ort mit einer guten Ausbildung ihren eigenen Lebensunterhalt erarbeiten und verdienen können.

Arbeit vor Ort

Die Arbeit vor Ort leisten dabei Judith Renker Njidda aus Hausen und Damaris Campbell-Dafam aus Ebermannstadt, die im Sudan Flüchtlinge ausbilden. Mit dem erwirtschafteten Spenden, so hofft man, möchte man weiteren Menschen dort mittelbar helfen. So kann man beispielsweise für 50 Euro im Monat einen Lehrer bezahlen. Das ist nicht viel Geld, denkt man gleich, doch für die dortigen im Vergleich zum Westen sehr günstigen Verhältnisse reicht das Geld, um eine kleine Familie vier Wochen lang zu ernähren. Mit zehn Euro im Monat kann man einen Studenten finanzieren.

Juniorchef als Erfinder

Das Brot ist eine Erfindung vom Juniorchef Matthias Wirth, der eine Zeitlang probierte, bis er ein Rezept fand, das westlichen Geschmacksansprüchen genügte. Das Brot besteht aus Hirse, dem traditionellen Getreide der Afrikaner, aus Buchweizen und aus Dinkel-Vollkornmehl. Es ist damit auch für solche Leute genießbar, die kein Weizenmehl vertragen. Es sind runde, einpfündige Laibe, die ab sofort in allen Filialen der Bäckerei Wirth angeboten und verkauft werden. Von jedem verkauften Markus-Brot spendet die Bäckerei Wirth einen Euro an den Verein. Das Brot schmeckt nussig und leicht süß und erinnert damit an Schwarzbrot oder Mehrkornbrot. Für die Bäckerei Wirth hat diese Art der Spende schon fast Tradition. Vor einigen Jahren buk sie ein Florians-Brot, dessen Spendenerlös der Feuerwehr zugute kam. Wer dem gemeinnützigen Verein "Projekt Zwei-Fünf" Geld direkt spenden will, kann dies auch mit folgenden Bankdaten: IBAN: DE96 7639 1000 0002 5010 31, BIC: GENODEF1FOH, bei der Volksbank Forchheim. Bei einer Spende mit Angaben wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

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